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Frau erschossen „Blade Runner“ Oscar Pistorius unter Mordverdacht

Drama um Oscar Pistorius: Der sechsmalige Paralympics-Gewinner ist am Donnerstag unter Mordverdacht festgenommen worden. Der Prothesenläufer soll eine Frau erschossen haben – offenbar seine neue Freundin, ein FMH-Model.
Update: 14.02.2013 - 12:00 Uhr 6 Kommentare

Paralympics-Star Pistorius unter Mordverdacht

Pretoria Der Vorfall spielte sich im Haus des als „Blade Runners“ bekannten beinamputierten Vorzeige-Athleten in Pretoria ab. Während einige Quellen von einem Streit sprechen, berichtete die für gewöhnlich gut unterrichtete afrikaanssprachige Johannesburger Tageszeitung „Beeld“, Pistorius habe die 30-jährige Frau offenbar für einen Einbrecher gehalten und aus Versehen in Kopf und Arme geschossen.

Offenbar handelt sich bei der Getöteten um das FMH-Model Reeva Steenkamp, mit der Pistorius nach der Trennung von einer Marketingstudentin erst seit ein paar Wochen liiert war. Die Polizei bestätigte lediglich, dass einer 30 Jahre alte Frau in Pistorius' Haus in Pretoria am frühen Morgen viermal in den Kopf sowie den Arm geschossen worden sei, sie sei noch am Tatort gestorben.

Beamte hatten nach eigenen Angaben eine 9-Millimeter-Pistole gefunden und Pistorius in Gewahrsam genommen. Der sechsmalige Paralympics-Sieger steht demnach unter Mordverdacht. Das berichtete die Nachrichtenagentur AP am Donnerstag unter Berufung auf die südafrikanische Polizei.

Die Familie des Paralympics-Gewinners hat die Festnahme des Sprinters bestätigt. Dem Sportler werde vorgeworfen, seine Freundin erschossen zu haben, sagte sein Vater Henke Pistorius am Donnerstag der Nachrichtenagentur AFP.

Traten gemeinsam in der Öffentlichkeit auf und waren offenbar ein Paar: Der Leichtathlet Pistorius und das FHM-Model Reeva Steenkamp. Laut Medienberichten hat er sie jetzt erschossen. Quelle: ap

Traten gemeinsam in der Öffentlichkeit auf und waren offenbar ein Paar: Der Leichtathlet Pistorius und das FHM-Model Reeva Steenkamp. Laut Medienberichten hat er sie jetzt erschossen.

(Foto: ap)

Der Vorfall soll sich am frühen Morgen ereignet haben. In Südafrika ist es wegen der hohen Kriminalität und der schlecht ausgebildeten Polizei keine Seltenheit, dass viele Bürger des Landes sich mit eigenen Waffen gegen Übergriffe schützen.

Pistorius zählt international zu den bekanntesten Sportlern und ist in seiner Heimat ein Volksheld: Seit Jahren wird der Prothesenläufer deshalb weltweit bewundert und als Vorbild gepriesen. Ein Gewinner, jubelten die Zeitungen unisono - und ignorierten darüber seinen zuletzt immer extravaganteren Lebensstil aber auch eine heftige Schlägerei, die der Sportler im letzten Jahr angezettelt haben soll. Er wurde im vergangenen Jahr vom Magazin Time sogar in die Top 100 der einflussreichsten Menschen weltweit aufgenommen. Bei der berühmten Wahl zum „Sexiest Man Alive“ des US-Magazins People landete er in den Top 10.

In Südafrika, wo Pistorius seit Jahren zu den bestbezahltesten Sportlern zählte, war der „Blade Runner“ wie die Zeitungen ihn angesichts seiner elastischen Schienenbeinprothesen nannten, seit seiner Teilnahme an der Olympiade in London weniger wegen sportlicher Leistungen als seines vielen Jetsettings aufgefallen: Seit Mai letzten Jahres hat er nach eigenen Anhaben über 100 internationale Flüge absolviert und Sponsorenverträge von fast zwei Millionen Euro unterzeichnet, darunter von Unternehmen wie Nike, dem britische Telekommunikationskonzern BT sowie einem Parfümhersteller.

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6 Kommentare zu "Frau erschossen: „Blade Runner“ Oscar Pistorius unter Mordverdacht"

Das Kommentieren dieses Artikels wurde deaktiviert.

  • @gamoschka
    "Eine moderne Passion Christi. Hoffentlich geht alles gut aus."

    Darf ich bei so schönen Hoffnungen zum Ausgleich diesen modernen Jesus einfach mal vorverurteilen?

  • Sicherlich gibt es auch Jugendliche, die der deutschen Sprache vollends mächtig sind; aber ich bemerke immer häufiger, dass es niemanden interessiert, wenn er im Internet, z. B. bei Facebook viele Rechtschreib- bzw. Grammatikfehler macht, die er eigentlich bemerken/berichtigen sollte, bevor er es postet.
    Ich rede ja nicht vom "Rededeutsch" sondern vom geschriebenen Wort und gerade im Internet ist nicht sicher, dass diese schnell und fehlerhaft verfassten Sätze nicht später mal zu einem Bumerng werden können.

  • Als ich vor einigen Jahren die Rolltreppe im lokalen Karstadt hochfuhr, habe ich ihn zu ersten Mal in einem Fernseher laufen sehen. Ein Anblick, der mich bis heute in kritischen Situationen nach vorn treibt: Hast du wirklich getan, was auch dieser Mann geleistet hat. Eine moderne Passion Christi. Hoffentlich geht alles gut aus.

  • Bitte nicht pauschalisieren! Es gibt genügend Jugendliche, die korrekt schreiben und - genauso wichtig - dabei eine gute Ausdrucksweise hinbekommen. Auch wir haben früher anders gesprochen als geschrieben!

  • auch mir ist schon lange aufgefallen, dass die Artikel im Handelsblatt - zumindest im Onlinebereich - anscheinend - aus Kostengründen? - nicht mehr Korrektur gelesen werden. Oder die Kontrolleure kennen keine Grammatik.
    Aber Rechtschreibung und Grammatik sind in Deutschland sowieso nicht mehr gefragt; die Jugendlichen können inzwischen besser "sms" und "chat" als richtiges Deutsch.

  • ...teilgenommen hatte, soll wurde nach seiner Festnahme...

    ...durfte er deswegen nicht teilnehmen dürfe.


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