Für 14,5 Millionen Dollar Katy Perry will unbedingt ins Kloster

Um das ehemalige Kloster in Los Angeles tobt ein Verkaufsstreit, an dem Pop-Ikone Katy Perry beteiligt ist.
Los Angeles Die Pop-Musikerin Katy Perry (30) und der Erzbischof von Los Angeles, José Gomez, sind sich zumindest in geschäftlichen Fragen einig. Die „I Kissed a Girl“-Sängerin möchte ein früheres Kloster in den Hügeln von Los Angeles in ihr Privatdomizil verwandeln. Die Erzdiözese der „Stadt der Engel“ hat dem Deal über 14,5 Millionen Dollar (13,4 Millionen Euro) in bar bereits zugestimmt. Doch einige betagte Nonnen kommen Perry und dem Kirchenmann nun in die Quere.
Das Tauziehen um das riesige, inzwischen leerstehende Anwesen im mittelalterlichen Stil, mit hohen Mauern, einem Pool und weitem Blick über Los Angeles, ist zu einem handfesten Gerichtsstreit ausgeartet. Die kleine Gruppe des Ordens „Immaculate Heart of Mary“ hat das ehemalige Kloster für 15,5 Millionen Dollar (14,3 Millionen Euro) der Restaurant-Betreiberin Dana Hollister versprochen. Beide Parteien - die Schwestern und der Erzbischof - pochen auf das Verkaufsrecht für die Immobilie.

Die Erzdiözese ist gegen Katy Perrys Umzugspläne.
Eine friedliche Beilegung des Streits ist nicht in Sicht. Geradezu kämpferisch legen sich die Schwestern Rita Callanan (77) und Catherine Rose Holzman (86) ins Zeug. Sie seien älter und gebrechlicher geworden, aber „wir sind weiterhin unabhängig und wir regeln unsere Geschäfte selbst“, zitierte die „New York Times“ aus einer Erklärung von Schwester Rita vor Gericht. Anfang der 1970er Jahre war der Orden in die alte Villa am Rand des heutigen Trendviertels Silver Lake eingezogen. Jetzt sind nur noch fünf Schwestern übrig, vor vier Jahren zogen sie aus.
Richter James Chalfant vom Superior Court rief die Streithähne am Montag zu einer Einigung auf. Doch beide Seiten gehen mit Klagen gegeneinander vor, um den jeweils anderen vom Verkauf abzuhalten. Ende Juli und im Oktober müssen die zerstrittenen Parteien erneut vor den Richter treten. Der Deal der Nonnen mit Dana Hollister sei „schrecklich“, regte sich nach Angaben der „Los Angeles Times“ am Montag der Anwalt der Erzdiözese, J. Michael Hennigan, auf.
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