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Fukushima Atombehörde rügt Japan für mangelhaften AKW-Schutz

Diese Rüge schien überfällig: Japan hat nach Einschätzung der Internationalen Atomenergiebehörde (IAEA) die Gefahr für das Küstengebiet am Atomkraftwerk Fukushima durch einen massiven Tsunami unterschätzt
01.06.2011 - 13:47 Uhr 2 Kommentare

Rüge für Japans Atomaufsicht

Tokio Vor vier Jahren hatte die japanische Regierung eine Forderung der Internationalen Atomenergiebehörde (IAEA) ignoriert, eine einflussreichere und unabhängige Atombehörde zu schaffen und die Verantwortlichkeiten verschiedener Behörden für Atomsicherheit besser zu koordinieren. Dann kam Fukushima.

Nun geht aus dem Entwurf eines Berichts der IAEA zur jüngsten Atomkrise hervor, dass der 14 Meter hohe Tsunami in Folge des Megabebens vom 11. März ganz offensichtlich die direkte Ursache für das Desaster im AKW Fukushima sei. Gesichert war die Anlage mit einer Schutzanlage in Höhe von 5,70 Metern. Experten der Regierung und Wissenschaftler des Betreibers Tepco hatten schon im Vorfeld davor gewarnt, dass dies nicht ausreichen könnte. Das AKW konnte bis heute noch nicht wieder völlig unter Kontrolle gebracht werden.

Ein IAEA-Team überreichte den Entwurf am Mittwoch der japanischen Regierung in Tokio. Darin hieß es außerdem, das Tsunami-Risiko sei nicht nur für Fukushima, sonder auch für andere Atomanlagen falsch eingeschätzt worden

Ein 18-köpfiges Team unter der Leitung von Michael Weightman hatte zehn Tage lang in Japan die schwerste Atomkatastrophe seit Tschernobyl untersucht.

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    In der Zusammenfassung ihres Berichtsentwurfs lobte die IAEA den Umgang Japans mit der Krise als „beispielhaft“, mahnte aber laut der japanischen Nachrichtenagentur Kyodo zugleich eine bessere Kommunikation an.

    Die IAEA forderte neue Sicherheitsstandards, um eine Wiederholung des Atomdesasters - dem schlimmsten seit der Katastrophe von Tschernobyl vor 25 Jahren - zu verhindern. Sie sprach sich für die Schaffung einer unabhängigen Atomaufsicht aus. Japan müsse nun seine Sicherheitsmaßnahmen grundlegend überdenken, um die höchsten Standards weltweit durchzusetzen, forderte Weightman.

    In Folge des Megabebens und des Tsunamis wurden die Reaktoren des AKW schwer beschädigt. Die Brennstäbe sollen größtenteils geschmolzen sein. Noch immer tritt aus der Atomruine radioaktive Strahlung aus. Wann die Anlage unter Kontrolle gebracht werden kann, ist derzeit noch nicht absehbar.

    • dpa
    • rtr
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    2 Kommentare zu "Fukushima: Atombehörde rügt Japan für mangelhaften AKW-Schutz"

    Das Kommentieren dieses Artikels wurde deaktiviert.

    • Was sieht man daran? Es war nicht das Restrisiko verantwortlich, das hysterisch in Deutschland hyperventiliert wird, sondern banale Schlamperei. So schnell sind die Deutschen verführbar. Naja, wer sie kennt, den überrascht das nicht! Am deutschen grünen Wesen, soll die Welt genesen! Hurra!

    • 10 Meter Höhe hätte wohl die Gewinne geschmälert, die müssen aber natürlich immer weiter wachsen und wachsen...

      Jetzt wächst gar nix mehr.

      Die Logik des Kapitals ist ohne Maß und tödlich und für Natur und Gemeinschaft der Ruin.

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