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Geld für ein Spiel „Geheimer Hitler“ sammelt Million ein

Beim Brettspiel „Secret Hitler“ versuchen Liberale und Faschisten durch Lug, Trug und Überzeugungskraft ihre Seite zum Sieg zu führen. Fast 1,5 Millionen Dollar hat es per Crowdfunding eingesammelt. Ohne PR-Budget.
05.02.2016 - 11:28 Uhr

Düsseldorf Das erste Update auf der Kickstarter-Seite von „Secret Hitler“ ist überschrieben mit den Worten: „Holy Shit“ – „Heilige Scheiße“. Die Entwickler erklären darin, dass die Finanzierung ihres Spiels innerhalb des ersten Tages zu 200 Prozent sichergestellt war.

Statt ihres Monats-Ziels von rund 50.000 Dollar hatten sie dann schon das Doppelte eingesammelt. „Das waren verrückte 24 Stunden“ schreiben sie. Doch es war nicht das Ende: 1,5 Millionen Dollar kamen schließlich für „Secret Hitler“ zusammen. Dabei sind schon einige hunderttausend Euro ein gutes Ergebnis für Brettspiel-Ideen auf Kickstarter.

„Secret Hitler“ steht in der Tradition von sogenannten Social-Deduction-Games wie „Die Werwölfe von Düsterwald“, „Resistance“ oder „Mafia“. Dabei sitzen mehrere Personen in einer Runde und ziehen verdeckte Rollen von einem Kartenstapel und müssen eine Mission erfüllen, indem sie die anderen überzeugen, beschuldigen oder belügen.

Logo des Crowdfunding-Spiels: Kein Spielleiter nötig.
Secret Hitler

Logo des Crowdfunding-Spiels: Kein Spielleiter nötig.

In dem Hitler-Spiel gehört man entweder den Liberalen oder den Faschisten zu Zeiten der Weimarer Republik an. Außerdem zieht ein Spieler die Karte des namensgebenden geheimen Hitler. Über mehrere Runden versuchen die Spieler nun, per Diskussion und Abstimmung Gesetze durchzubringen, die gut für die eigene Gruppe sind – ohne dabei ihre Identität zu offenbaren.

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    Hat eine Seite genügend Gesetze durchgebracht, gewinnt sie das Spiel. Außerdem können die Faschisten versuchen, Hitler zum Reichskanzler zu machen, während die Liberalen alles probieren, um ihn mit einem Attentat aus dem Weg zu räumen.

    „Es gibt viele Spiele, die sich um Hitlers Regime drehen, aber normalerweise beleuchten die es von der militärischen Seite“, erzählt Tommy Maranges, einer der Erfinder, gegenüber BusinessInsider.de. „Bei Social-Deduction-Spielen geht es darum, dass gut koordinierte Minderheiten es schaffen, die Mehrheit dazu zu verführen, gegen ihre eigenen Interessen zu handeln. Wir sollten uns nicht nur auf die militärischen Aspekte beschränken, wir können aus dieser Zeitperiode sehr viel mehr lernen.“

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