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Germanwings-Flugunglück Technischer Fehler nicht ausgeschlossen

Unerwartete Wende bei der Suche nach den Ursachen für den Absturz der Germanwings-Maschine? Französische Ermittler gehen nun auch wieder der Möglichkeit nach, dass ein technischer Defekt das Unglück auslöste.
28.03.2015 Update: 28.03.2015 - 15:51 Uhr Kommentieren
Rettungskräfte fliegen mit Hubschraubern der Gendarmerie von Seyne Les Alpes zur Absturzstelle, um weiter nach sterblichen Überresten der Opfer, dem Flugschreiber und der Ursache des Unglücks zu suchen. Quelle: dpa
Germanwings A320 agestürzt - Seyne Les Alpes

Rettungskräfte fliegen mit Hubschraubern der Gendarmerie von Seyne Les Alpes zur Absturzstelle, um weiter nach sterblichen Überresten der Opfer, dem Flugschreiber und der Ursache des Unglücks zu suchen.

(Foto: dpa)

Paris/Düsseldorf „Derzeit kann die Hypothese eines technischen Fehlers nicht ausgeschlossen werden“, sagte der Chef der in Düsseldorf eingesetzten französischen Ermittler, Jean-Pierre Michel, am Samstag dem französischen Sender BFMTV. Die Ermittlungen gingen voran, es fehlten aber noch „technische Details“. Bei den gemeinsamen Ermittlungen sollten Erkenntnisse vom Absturzort und dem Flugverlauf mit Ergebnissen der deutschen Ermittler verbunden werden, sagte Michel.

Am Absturzort des Germanwings-Flugzeugs in den französischen Alpen haben Bergungskräfte am Samstag ihre Arbeit fortgesetzt. Sie suchen am fünften Tag in Folge nach den sterblichen Überresten der Absturzopfer und nach dem zweiten Flugschreiber. Die Germanwings-Muttergesellschaft Lufthansa sicherte den Hinterbliebenen unterdessen finanzielle Soforthilfe zu.

Der Copilot der abgestürzten Germanwings-Maschine soll die Unglücksregion in den Alpen als Jugendlicher gut gekannt haben. Seine Eltern seien dort mit ihrem Flugverein hingereist, sagte Francis Kefer vom Flugfeld in Sisteron dem französische Sender iTele. Sisteron liegt gut 40 Kilometer westlich der Absturzstelle in den südostfranzösischen Alpen.

„Zwischen 1996 und 2003 ist der Club aus Montabaur regelmäßig hierhergekommen“, sagt Kefer in dem Bericht vom Samstag. Auch der Copilot sei damals mit seinen Eltern dabei gewesen. Der Verein sei zum Segelfliegen gekommen. In Deutschland gebe es die meisten Segelflieger, sagte Kefer.

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    Indes zeigte das französische Fernsehen, wie Hubschrauber erneut in den Einsatz flogen. Die Retter konzentrieren sich neben der Bergung und Identifizierung der Leichen auf die Sicherung der Unfallstelle in dem schwierigen Gelände.

    Rechtsmediziner arbeiten an der Identifizierung der sterblichen Überreste, die schon ins Tal gebracht wurden. Weiter gesucht wird nach dem zweiten Flugschreiber der Maschine der Lufthansa-Tochter Germanwings. Er soll weitere Erkenntnisse zum Geschehen im Cockpit vor dem Absturz liefern.

    Aus den Aufnahmen des bereits gefundenen Stimmenrekorders hatten die französischen Ermittler bislang geschlossen, dass der Copilot von Flug 4U 9525 den Piloten aus dem Cockpit ausgesperrt und die Maschine mit 150 Menschen an Bord mit voller Absicht auf Todeskurs gebracht hat. Am Freitag wurde bekannt, dass der Copilot des abgestürzten Airbus nach Erkenntnissen der Ermittler vor seinem Arbeitgeber Germanwings eine Krankschreibung verheimlicht hat.

    Unglückspilot war krankgeschrieben
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