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Gesetzesverschärfung Bräunungsstudios in Frankreich droht das Aus

Der französische Senat hat Solarstudios verboten, weil sie entscheidend zum Anstieg der Fälle von Hautkrebs beitragen sollen. Die Nationalversammlung muss noch zustimmen. Das Gesetz wäre Teil eines umfangreichen Pakets.
17.09.2015 - 08:02 Uhr
Bräunungsgeräte sollen in Frankreich verboten werden. Quelle: AFP
Solarienverbot

Bräunungsgeräte sollen in Frankreich verboten werden.

(Foto: AFP)

Paris Der französische Senat hat in der Nacht zum Mittwoch ein Gesundheitsgesetz der Regierung verschärft und ein Verbot von Solarstudios eingefügt. „Der Verkauf und die Bereitstellung von Bräunungsgeräten, egal ob gratis oder gegen Bezahlung, sind verboten“, heißt es im neuen Text. Im Fall der Zuwiderhandlung drohe eine Geldstrafe von 100.000 Euros.

Als Bräunungsgeräte werden alle Apparate defniert, die ultraviolette Strahlung zu ästhetischen Zwecken aussenden. Das Verbot wird damit begründet, dass es keinen Zweifel mehr an ihrer Schädlichkeit gebe. „Eine einzige Bestrahlung im Alter von 35 Jahren erhöht das Krebsrisiko um 59 Prozent“, schreibt der liberale Abgeordnete Jean-François Longeot, der den Änderungsantrag formuliert hat.

Zwischen 1980 und 2005 habe sich die Zahl der Fälle von Hautkrebs in Frankreich verdreifacht. Wissenschaftliche Institutionen geben dem Senator recht und verweisen auf ein wesentlich erhöhtes Risiko, Hautkrebs zu entwickeln, wenn man sich im Sonnenstudio bestrahlen lässt.

Die Weltgesundheitsorganisation hat sich ebenfalls gegen die Grillstationen ausgesprochen. Seit 2003 rät sie von der Nutzung der Strahlenquellen ab. In Frankreich sind 2011 1620 Menschen an Hautkrebs gestorben. Melanome belegen den Rang neun auf der Liste der häufigsten Krebsarten.

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    Das Verbot, das der Senat will, kann allerdings nur in Kraft treten, wenn die Nationalversammlung es bestätigt. Ob das geschehen wird, ist ungewiss. Die sozialistische Regierung wollte lediglich neue Auflagen für Bräunungsstudios formulieren.

    Das Gesundheitsgesetz ist ein äußerst umfangreiches Paket. Es sieht unter anderem auch viele neue Regeln für den Verbraucherschutz vor. So soll der Alkoholkonsum eingeschränkt werden, indem „Happy Hours“ strikter reguliert werden. Voranpreschen will Frankreich außerdem bei der Verringerung des Verbrauchs von Zucker, dessen übermäßiger Genuss stark gesundheitsschädlich ist. In der Gastronomie werden Zapfanlagen verboten, mit denen man gratis sein Glas Cola oder Limo immer wieder auffüllen kann.

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