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Havarie vor Neuseeland Große Fortschritte bei „Rena“-Bergung

Unerwarteter Erfolg bei der Bergung des havarierten Containerschiffs „Rena“: Das Bergungsteam hat den letzten vollen Tank erreicht und pumpt eifrig Öl ab - obwohl dem Schiff schon längst der Untergang vorhergesagt war.
10.11.2011 - 12:54 Uhr Kommentieren
Schwere Schlagseite: Die Bergung der „Rena“ ist immer noch ein Rennen gegen die Zeit. Quelle: dpa

Schwere Schlagseite: Die Bergung der „Rena“ ist immer noch ein Rennen gegen die Zeit.

(Foto: dpa)

Wellington Durchbruch am Wrack des Containerschiffs „Rena“ vor Neuseeland: Bergungsspezialisten gelang es, einen Zugang zu dem letzten noch vollen Tank zu legen und mit dem Abpumpen des restlichen Öls zu beginnen. Bis Donnerstagnachmittag waren 54 Tonnen auf den Öltanker „Awanula“ umgeladen, berichtete die Schifffahrtsbehörde. Der Zugang war besonders schwierig, weil das Containerschiff schwere Schlagseite hat und der Tank unter Wasser liegt.

„Dies ist ein bedeutender Meilenstein. Jede Tonne Öl, die wir abpumpen, kann nicht mehr ins Meer auslaufen“, sagte Bergungsleiter Arthur Jobard. Es waren noch etwa 300 Tonnen an Bord der „Rena“. Die Pumpen schafften drei Tonnen in der Stunde, doch sollte das nach Möglichkeit beschleunigt werden. Sobald alles Öl gesichert ist, wollen die Bergungsteams die Container von dem Schiff holen. Zahlreiche waren bereits ins Meer gerutscht.

Das 47.000-Tonnen-Schiff war am 5. Oktober nur 22 Kilometer vor Tauranga an der Nordküste der Nordinsel auf ein Riff gelaufen. An Bord waren 1700 Tonnen Öl. 360 Tonnen davon liefen aus und verschmutzten die Küste. Mehr als 1800 Vögel verendeten. 1000 Tonnen konnten seit der Havarie auf einen Tanker umgeladen werden. Der philippinische Kapitän und ein Offizier stehen unter anderem wegen fahrlässiger Fahrweise unter Anklage. Ihnen drohen zwei Jahre Haft.

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