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„Herzblut für Fortuna“ Höchste Ehre für die Toten Hosen

Es ist eine außergewöhnliche Auszeichnung: eine Rockband als Ehrenmitglied eines Fußball-Bundesligisten. Bei Aufsteiger Fortuna Düsseldorf gibt es das jetzt.
18.10.2012 - 14:05 Uhr Kommentieren
Die „Toten Hosen“ mit dem Ehrenpräsidenten von Fortuna Düsseldorf, Hans-Georg Noack (2. v.l.) und Peter Frymuth, dem Vorstandsvorsitzenden des Vereins (4. v.l.). Quelle: dpa

Die „Toten Hosen“ mit dem Ehrenpräsidenten von Fortuna Düsseldorf, Hans-Georg Noack (2. v.l.) und Peter Frymuth, dem Vorstandsvorsitzenden des Vereins (4. v.l.).

(Foto: dpa)

Düsseldorf Die Toten Hosen werden Ehrenmitglied beim Fußball-Bundesligisten Fortuna Düsseldorf. „Sie haben selbst in den dunkelsten Zeiten der Clubgeschichte ihr Herzblut für Fortuna fließen lassen“, sagte Fortunas Vorstandsvorsitzender Peter Frymuth zu der Ehrung, die den Mitgliedern der Düsseldorfer Rockband vor dem Heimspiel gegen Bayern München an diesem Samstag (15.30 Uhr) zuteilwerden soll. „Das ist für uns eine wahnsinnige Freude“, meinte Sänger Campino am Donnerstag.

Ihre emotionale Verbundenheit zum Verein haben die Musiker in den zurückliegenden Jahren durch vielfältige Aktionen zum Ausdruck gebracht. 2001 übernahmen die „Hosen“ beispielsweise das Trikotsponsoring. Mit dem Totenkopf-Logo auf der Brust wurde eine Grundlage dafür geschaffen, dass der Club aus der Viertklassigkeit zurückkehrte und seit dieser Saison wieder in der Bundesliga spielen kann. „Wir haben gerne im Rahmen unserer Möglichkeiten geholfen, wenn es der Fortuna besonders schlecht ging“, meinte Gitarrist Breiti.

Die Ehrenmitgliedschaft sei ein Zeichen der Dankbarkeit, erklärte Frymuth. Bereits 1989 hatte sich die Band an der Finanzierung des Spielers Tony Baffoe beteiligt. „Dadurch sind Freundschaften entstanden“, sagte Bassist Andi. „Wir sind in Düsseldorf eine kleine Mafia, eine Familie, die gerade durch die gemeinsame Viert- und Drittligazeit zusammenhält“, sagte Campino. Um „ihren“ Verein zu unterstützen, haben die Punkrocker bei Konzerten den Eintrittspreis auch schon um eine „Fortuna-Mark“ erhöht.

Dass die Ehrenmitgliedschaft ausgerechnet vor dem Heimspiel gegen Bayern München perfekt gemacht wird, ist laut Campino aber Zufall. Mit ihrem Song „Bayern“ mit der berühmten Textzeile „Ich würde nie zum FC Bayern München gehen“ hatten die „Hosen“ einst den heutigen Bayern-Präsidenten Uli Hoeneß geärgert.

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    „Uli Hoeneß wird uns am Samstag bestimmt mit einem Lächeln begegnen. Das Lied ist verjährt“, meinte Campino. Der Bandleader glaubt, dass der Boss des Rekordmeisters inzwischen den Humor habe, um den Song zu ertragen: „Wenn ich zu ihm durchkomme, hole ich mir ein Autogramm von Uli Hoeneß.“

    • dpa
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