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Hugh Hefner Der Gründer des „Playboy“ ist gestorben

Er galt als der ultimative Junggeselle – trotz mehrerer Ehen: „Playboy“-Gründer Hugh Hefner steht für eine sexuelle Revolution. Nun ist der Multimillionär gestorben. Er hinterlässt ein Imperium um das Häschen mit Fliege.
28.09.2017 - 08:07 Uhr Kommentieren

Der Bunny-Pate – Hugh Hefner ist gestorben

Los Angeles „Playboy“-Gründer Hugh Hefner ist im Alter von 91 Jahren gestorben. Das teilte das Unternehmen Playboy Enterprises am Mittwochabend (Ortszeit) mit. Hefner „starb friedlich und unter natürlichen Umständen in seinem Haus „The Playboy Mansion“ im Kreis geliebter Menschen“, hieß es in der Mitteilung. Auf Twitter bestätigte der „Playboy“ den Tod des 91-Jährigen und postete ein Foto des Magazingründers mit der Überschrift „Die amerikanische Ikone“ und einem seiner berühmtesten Zitate: „Das Leben ist zu kurz, um den Traum eines anderen zu leben.“

Hefners Sohn Cooper (26), inzwischen Chef-Kreativer bei Playboy Enterprises, erklärte, sein Vater habe ein außergewöhnliches und wirkungsvolles Leben gehabt. Er sei ein medialer und kultureller Pionier gewesen, der stets Redefreiheit, Bürgerrechte und die sexuelle Befreiung verfochten habe.

Hugh Hefner gründete den „Playboy“ 1953. Die Mischung aus Nacktaufnahmen, Artikeln, Interviews, deftigen Herrenwitzen und Tipps für den Umgang mit Frauen veränderte in den folgenden Jahrzehnten nach und nach die Moralvorstellungen der damals prüden US-amerikanischen Gesellschaft. Der ursprünglich aus Chicago stammende Hefner schaffte zugleich ein Imperium, dessen Wert heute auf 500 Millionen Dollar (425 Mio Euro) geschätzt wird. Begonnen hatte er laut „Hollywood Reporter“ mit gerade einmal 8000 Dollar.

Viele Prominente würdigten Hefner über Twitter. US-Schauspieler Mark Hamill („Krieg der Sterne“) schrieb, er habe Hefner kurz vor der Premiere des ersten „Star Wars“-Films kennengelernt. Hefner sei in der Folge ein lieber, aufmerksamer und loyaler Freund geworden. Reality-Star Kim Kardashian erklärte: „Du wirst sehr vermisst werden! Liebe dich Hef!“ Sie schwelge gerade mit Glamourgirl Paris Hilton in schönen Erinnerungen an die Partys in der „Playboy Mansion“. „Hef“ sei ein großartiger Mann gewesen, schrieb Kiss-Bassist Gene Simmons. „Dein Vermächtnis wird weiterleben“, fuhr er fort.

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    Die Marke mit den stilisierten Hasen gilt als eine der bekanntesten Amerikas. In den vergangenen Jahren versuchte das Unternehmen, seine Ausrichtung im Erotikgeschäft zu verändern: Um auch auf Twitter und Facebook aktiv sein zu können, gestalteten die Macher die US-Webseite in den vergangenen Jahren jugendfreier. Im US-Heft waren sogar vorübergehend keine nackten Frauen mehr zu sehen. Dieser Schritt wurde jedoch kurze Zeit später wieder rückgängig gemacht.

    Hugh Hefner war in seinem Leben drei Mal verheiratet und sprach selbst von zusätzlich über tausend Liebschaften. In den letzten Jahren war es ruhiger um den Lebemann geworden, dessen Markenzeichen ein roter Morgenmantel aus Samt war. Sogar seine weltberühmte Villa „Playboy Mansion“ hatte Hefner 2016 für den stolzen Preis von 100 Millionen Dollar verkauft - allerdings nicht ohne sich dabei lebenslanges Wohnrecht zu sichern. Als letzte Ruhestätte sicherte sich Hefner 2009 ein Grab neben Hollywood-Ikone Marilyn Monroe, die das Cover der ersten Ausgabe des „Playboys“ zierte. „Wer will nicht bis in alle Ewigkeit neben Marilyn liegen?“, sagte er damals.

    „Das Mädchen von nebenan gibt es nicht mehr“
    Cover oben
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    Die US-Ausgabe des „Playboy“ will künftig keine Nacktbilder mehr bringen, hat sich für das Finale aber noch einmal etwas Besonderes ausgedacht: Pamela Anderson (48) wird das letzte unbekleidete Model des legendären Männermagazins sein, wie „Entertainment Tonight“ berichtete. So sieht das Cover von oben aus...

    (Foto: Reuters)
    Signatur
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    Pamela Anderson habe die Erlaubnis ihrer Söhne für das letzte Nackt-Shooting eingeholt. Für Anderson ist es der 14. Auftritt im Blatt.

    (Foto: Reuters)
    Pamela Anderson
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    Von ihren beiden Söhnen habe sie auch erfahren, dass der „Playboy“ in den USA künftig auf Nacktbilder verzichte. „Ich dachte: Was? Macht Ihr Witze?“, sagte der frühere „Baywatch“-Star. „Aber dann dachte ich, dass das vielleicht ganz gut sei.“ Denn: „Es ist schwer, mit dem Internet mitzuhalten. Und das Mädchen von nebenan gibt es nicht mehr. Sie hebt heute ihre Bluse und macht ein Selfie. Da ist nichts Geheimnisvolles mehr. Es hat nicht mehr den Charme und die Unschuld, die es einmal gab.“

    (Foto: dpa)
    Im Häschenkostüm
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    So kennt man den Playboy. Frauen in Häschenkostüm, ein Cover mit einer nackten, meist blonden Frau und Männer, die sich die erotischen Fotos anschauen. Seit nunmehr 60 Jahren gilt der Playboy als das Herrenmagazin unter den Herrenmagazinen. Zahlreiche Frauen haben durch die erotischen Fotos im Playboy ihrer Karriere neuen Schub verliehen, manche sorgten für einen Skandal und andere gerieten schnell wieder in Vergessenheit.

    (Foto: Imago)
    Hefner
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    Und er ist der Erfinder: Hugh Hefner. Auf die Idee kam er während seines Militärdienstes. Dort sah er, wie sich die jungen Soldaten Pin-Up-Fotos in ihre Schränke und Wände hingen. Nach seinem Dienst machte sich Hefner an die Arbeit, ein neuartiges Magazin zu schaffen. Das Geld dafür lieh er sich bei der Familie, bei Freunden und Banken. Er wusste, dass der Playboy eines von vielen Magazinen werden würde, sollte es nur Fotos von nackten Frauen zeigen. Denn diese gab es damals schon zuhauf. In der Öffentlichkeit aber waren sie verpönt. Deswegen reichten erotische Fotos von jungen Frauen nicht. Zum Kultobjekt machte er sein Magazin, indem er ein neues Idealbild vom Mann entwarf – den anspruchsvollen urbanen Junggesellen, der Kaschmirpullis trägt, Pfeife raucht und Cocktails schlürft sowie Jazz, Literatur und eben auch die Schönheit der Frauen genießt.

    (Auf dem Foto: Playboy-Herausgeber und Chefredakteur Hugh Hefner mit der ersten Ausgabe, dessen Cover Mariyln Monroe ziert)

    (Foto: ap)
    Ausstellungseröffnung "Playboy Exposed"
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    Sie war die erste Frau, die sich für den Playboy auszog. Mariyln Monroe. Die Fotos sorgten für Furore und machten die blonde Schönheit über Nacht zum Weltstar. Zu verdanken hatte sie ihren Ruhm dem Playboy-Herausgeber Hugh Hefner. Mit dem geliehenen Geld klebte er die erste Playboy-Ausgabe am heimischen Küchentisch zusammen. Der Erfolg war atemberaubend. Die erste Ausgabe verkaufte sich im Dezember 1953 rund 55.000 Mal.

    (Foto: dpa)
    Mansion
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    Der „Playboy“ traf den Zeitgeist, und Anfang der 70er Jahre war „Hef“ auf dem Zenit seines Erfolgs: Zu seinem weltweiten Imperium gehörten fast zwei Dutzend Playboy-Clubs sowie Platten-, TV- und Filmfirmen und die berühmte Playboy Mansion in Los Angeles mit der Liebesgrotte und den zahllosen Schlafzimmern, wo er Swingerpartys für die Schönen und Reichen veranstaltete.

    (Foto: Imago)
    • ap
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