Benachrichtigung aktivieren Dürfen wir Sie in Ihrem Browser über die wichtigsten Nachrichten des Handelsblatts informieren? Sie erhalten 2-5 Meldungen pro Tag.
Fast geschafft Erlauben Sie handelsblatt.com Ihnen Benachrichtigungen zu schicken. Dies können Sie in der Meldung Ihres Browsers bestätigen.
Benachrichtigungen erfolgreich aktiviert Wir halten Sie ab sofort über die wichtigsten Nachrichten des Handelsblatts auf dem Laufenden. Sie erhalten 2-5 Meldungen pro Tag.
Jetzt Aktivieren
Nein, danke

Irma und Harvey Hurrikans treiben die Spritpreise

Es ist einer der stärksten Stürme im Atlantik seit langem. Irma hat in der Karibik massive Schäden angerichtet, nun trifft der Hurrikan auf das US-Festland. Auch die wirtschaftlichen Folgen könnten beträchtlich sein.
10.09.2017 - 11:50 Uhr Kommentieren

„Die Gefahr einer Rezession in den USA wird größer“

Hurrikan Irma könnte nach seinem Vorgänger Harvey die Spritpreise weiter nach oben treiben und die Wirtschaft im US-Bundesstaat Florida schwer treffen. Dies schätzen Experten des internationalen Analyse- und Beratungsunternehmens Capital Economics. Selbst wenn Irma wohl nicht ins ölreiche Texas zieht, sondern am Wochenende weiter östlich auf Land trifft, dürfte der Effekt auf die Ölpreise merklich sein, warnten die Analysten: „Da bis zu 10 Prozent der Kapazitäten in den Raffinerien am Golf noch außer Betrieb sind, wird Irma mehr Aufwärtsdruck auf die Benzinpreise ausüben.“

In Texas hatten die enormen Windstärken und Regenmassen von Hurrikan Harvey erst kürzlich Chaos angerichtet. In der dortigen Ölindustrie wurden viele Förder- und Logistikanlagen beschädigt oder mussten ihren Betrieb unterbrechen, im Golf von Mexiko waren Raffinerien zu Stilllegungen gezwungen. Die Lage entspannte sich danach ein wenig, die Benzinpreise fielen wieder leicht. Durch die Ankunft von Irma könnten Ölprodukte nun wegen der insgesamt verringerten Produktion aber wieder teurer werden, der Sturm wird am Markt genau beobachtet. Am Freitag hatten auch die Rohölpreise zunächst weiter zugelegt.

Schutz unter dem Schuldach
Zuflucht für Hunderte Menschen
1 von 6

In Brandon, nahe Tampa, dient die Senior High School „Eagles Nest“ als Schutzraum für Menschen aus der Umgebung.

(Foto: )
Warten auf Einlass
2 von 6

Vor dem Eingang der Schule bildete sich am Nachmittag eine lange Menschenschlange.

(Foto: )
Schutzraum statt Camper
3 von 6

Einer von ihnen ist Joe. Er lebt in einem Wohnmobil in der Nähe der Schule.

(Foto: )
Viele Familien mit Kindern
4 von 6

Unter den Schutz suchenden sind viele Familien mit Kindern und alte Menschen. Sie tragen Rucksäcke, Sporttaschen und Koffer in denen sich Lebensmittel, Decken und Kissen befinden.

(Foto: )
Avin und Martha
5 von 6

Auch Avin und Martha suchen Unterschlupf in Brandon. Sie haben sich zum Schutzraum aufgemacht, als die Warnungen immer drängender wurden. „Wir wohnen direkt an der Küste, auf Meereshöhe“, sagt Avin. Sie haben nicht nur Vorräte und Decken mitgebracht, sondern alles, was in ihre beiden Fahrzeugen gepasst hat. „Wir haben eingepackt was geht“, sagt Martha. Die beiden haben Glück...

(Foto: )
Kein Platz mehr
6 von 6

...direkt hinter ihnen wird die Warteschlange geschlossen. Der Schutzraum in Brandon ist voll.

(Foto: )

Frühere Hurrikane hatten US-Öl nach Angaben des Hamburgischen Weltwirtschafts-Instituts noch mehr verteuert. Mit Blick auf Harvey schrieben die Ökonomen: „Die Auswirkungen dieses Wirbelsturmes waren nicht so stark wie die der vorherigen Hurrikane, weil sich der Schwerpunkt der texanischen Rohöl-Industrie in den letzten Jahren in das Landesinnere verlagert hat.“ Bei den Benzinpreisen gab es dagegen deutliche Zuwächse zumindest in den von Harvey betroffenen Regionen, wie die US Energy Information Administration meldete.

Auch andere Teile der Wirtschaft müssen sich nach Einschätzung von Capital Economics auf Probleme wegen Irma einstellen. „Verkäufe von abgefülltem Trinkwasser, Batterien, Konserven und Kraftstoff werden emporschnellen – Verkäufe von allem anderen werden in Florida abstürzen“, glauben die Analysten. Auch die Versicherungsbranche stellt sich schon auf riesige Summen ein.

Top-Jobs des Tages

Jetzt die besten Jobs finden und
per E-Mail benachrichtigt werden.

Standort erkennen
    Irma richtet auch auf Kuba Schaden an
    Beschädigte Gebäude in Havanna
    1 von 9

    Als Hurrikan der Kategorie 5 war Irma auf Kuba getroffen und schwächte sich im Verlauf auf Stufe 3 ab, was aber immer noch Spitzenwindgeschwindigkeiten von 205 km/h bedeutet.

    (Foto: AFP)
    Aufnahme des GOES-16-Satelliten
    2 von 9

    Um 20.30 Uhr deutscher Zeit am Samstagabend enstand dieses Satellitenbild. Das Auge Irmas bewegte sich an der Küste Kubas entlang, bevor die Kursänderung in Richtung Norden erwartet wurde.

    (Foto: AP)
    Gekappte Leitungen
    3 von 9

    Der Sturm kappte viele Leitungen, hier im kubanischen Ort Caibarien 200 Kilometer östlich der Hauptstadt.

    (Foto: AP)
    Umgestürzter Baum
    4 von 9

    Straße im Ort Caibarien.

    (Foto: AP)
    Begutachtung der Schäden
    5 von 9

    Nachdem die stärksten Böen des Sturms vorbeigezogen waren, begutachteten Bewohner die Schäden.

    (Foto: Reuters)
    Überschwemmung
    6 von 9

    Der Sturm trieb Meerwasser in die Straßen und brachte große Regenmengen.

    (Foto: AP)
    Havanna
    7 von 9

    Wellen schlagen in der kubanischen Hauptstadt Havanna am „Malecón“ empor.

    (Foto: Reuters)

    In der Karibik verursachte Irma nach Berechnungen des Karlsruher Instituts für Technologie (KIT) bisher Schäden von rund 10 Milliarden Dollar (rund 8,3 Milliarden Euro). Capital Economics zufolge könnten die erwarteten Kosten in den USA auch die Debatte über die Schuldenobergrenze in Washington neu befeuern. Nach Harvey beschloss der Senat Bundeshilfen von 15,25 Milliarden Dollar für die Opfer der Flutkatastrophe in Texas.

    Karibik-Touristen kamen laut Tui bislang relativ glimpflich davon, in der Dominikanischen Republik sollte der Luftverkehr fortgesetzt werden. Mit Blick auf Kubas Nordküste, die Bahamas und Florida jedoch riet der Konzern am Freitag „allen deutschen Urlaubern, die in den nächsten Tagen dorthin reisen wollen, dringend, ihre Reiseabsichten zu überdenken“. Die Frist für gebührenfreie Umbuchungen und Stornierungen wurde für diese Ziele bis zum 14. September verlängert.

    • dpa
    Startseite
    0 Kommentare zu "Irma und Harvey: Hurrikans treiben die Spritpreise"

    Das Kommentieren dieses Artikels wurde deaktiviert.

    Serviceangebote
    Zur Startseite
    -0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%