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Joe Cocker ist tot Abschied vom Reibeisen-Rocker

Wer seine Stimme gehört hat, vergisst sie nicht: Joe Cocker gehörte über Jahrzehnte zu den markantesten Figuren der Rock-und Soulszene. Nun verlor der gebürtige Brite den Kampf gegen den Lungenkrebs.
22.12.2014 Update: 23.12.2014 - 07:06 Uhr 2 Kommentare

Die Reibeisenstimme ist tot

New York/London Er schuf Hymnen des Rhythm n'Blues, er hatte eine Stimme wie ein Reibeisen. Und er machte mit seinen Live-Auftritten Millionen zu seinen Fans. Joe Cocker, der Rocker mit der vielleicht markantesten Stimme seiner Generation und der unzweifelhaft eigenwilligsten Körpersprache auf der Bühne, ist tot. Weltweit trauern Fans um einen der größten Musiker der vergangenen Jahrzehnte. Cocker starb im Alter von 70 Jahren in seinem Haus in Colorado, wie sein Management am Montag bekanntgab.

Seine Plattenfirma Sony Music bestätigte Medienberichte, wonach Joe Cocker den Kampf gegen den Lungenkrebs verlor. „Sein Erfolg begann 1964 und hält bis heute an“, heißt es in dem Statement. „Joe hat fast 40 Alben geschaffen und ist massiv um die Welt getourt.“

Joe Cockers Hits haben einen festen Platz im Kulturgut der Rockmusik. Beim Woodstock-Festival 1969 wurde der gelernte Klempner aus dem nordenglischen Arbeiterstädtchen Sheffield berühmt, als er den Beatles-Hit „With A Little Help From My Friends“ neu interpretierte, mit dem er schon ein Jahr zuvor die britischen Charts gestürmt hatte. Seine Armbewegungen machten ihn auch optisch zum Unikum. „Die habe ich von Ray Charles kopiert“, gab er später zu.

Zuvor hatte er sich nach der Arbeit auf den Bühnen der Clubs seiner Heimatstadt durchgeschlagen. Danach folgten Welthits wie „Unchain My Heart“ oder die unvergessene Ballade „Up Where We Belong“ im Duett mit Jennifer Warnes. Der Song aus dem Film „Ein Offizier und ein Gentlemen“ wurde 1983 mit einem Grammy und mit dem Oscar ausgezeichnet.

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    Trotz seiner Krankheit hatte sich Cocker, der seine amerikanische Ehefrau Pam, eine Stieftochter und zwei Enkel hinterlässt, bis in die letzten Wochen seines Lebens der Musik hingegeben. „Wir wollen Ende des Jahres unsere neue CD aufnehmen, die 2015 herauskommen soll“, hatte der Wahlamerikaner noch im Mai in einem Interview mit der Deutschen Presse-Agentur erklärt. Sein letztes Album zu Lebzeiten hatte er 2012 unter dem Titel „Fire It Up“ herausgebracht.

    Joe Cockers Karriere und die Gesundheit des Musikers hatte wie bei vielen seiner Kollegen auch unter Alkohol- und Drogeneskapaden in den 1970er Jahren gelitten. Einmal musste er sogar ins Gefängnis. Konzerte fielen aus, die Karriere brach ein. Doch Cocker gab nie auf. „Meine Frau Pam hat mir das Leben gerettet“, sagte er einmal.

    Sein Umfeld schätzte Cocker als geradlinigen Typen ohne Star-Allüren. „Er ist immer derselbe Mensch geblieben“, sagte sein Agent Barry Marshall nach dem Tod. „Es wird unmöglich sein, seinen Platz in unseren Herzen zu füllen.“ Ex-Beatle Paul McCartney zollte Cocker unmittelbar nach seinem Tod Tribut. „Ich liebe seine Lieder. Als er „A Little Help From My Friends“ coverte, war ich hin und weg - er hat den Song zu einer Soul-Hymne gemacht. Ich bin für immer dankbar.“ Sein Kollege Bryan Adams sagte es noch deutlicher: „Du warst einer der besten Rocksänger aller Zeiten“.

    • afp
    • dpa
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    2 Kommentare zu "Joe Cocker ist tot: Abschied vom Reibeisen-Rocker"

    Das Kommentieren dieses Artikels wurde deaktiviert.

    • Sehr traurig.Cocker war ganz einzigartig,ein Mensch,der angenehm bescheiden blieb.Großer Künstler,großer Mensch.

    • Auch ihm Dank für sein Werk.

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