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Katastrophe 150 Tote nach Überschwemmungen in Russland

Hat ein fahrlässiger Umgang mit Stauwasser zu den fürchterlichen Überschwemmungen in Russland beigetragen? Während die Behörden alle Gerüchte dementieren, äußert sich selbst Präsident Putin mehr als kritisch.
08.07.2012 - 14:59 Uhr Kommentieren

Putin ordnet nach Hochwasser-Katastrophe Untersuchung an

Krimsk Bei schweren Überschwemmungen in Südrussland sind am Wochenende mindestens 150 Menschen ums Leben gekommen. Russlands Präsident Wladimir Putin versprach den Betroffenen in der Region Krasnodar bei einem Besuch vor Ort am Samstagabend Hilfe und kündigte eine genaue Untersuchung des Krisenmanagements der Behörden an. Die Bewohner, die in der Nacht zum Samstag von den Wassermassen überrascht worden waren, warfen den Behörden Versagen vor.

Am stärksten betroffen war der Bezirk Krimsk, wo nach offiziellen Angaben vom Sonntag 139 Leichen geborgen wurden, darunter ein einjähriges und ein zehn Jahre altes Kind. Die meisten Opfer waren Rentner, die im Schlaf vom Wasser überrascht wurden. Zwei Tote wurden in der Hafenstadt Noworossijsk am Schwarzen Meer gefunden, neun weitere im Badeort Gelendschik. Die Suche nach möglichen weiteren Opfern ging weiter.

Die örtlichen Behörden sprachen von der schlimmsten Naturkatastrophe in der Region seit Jahrzehnten. Im Bezirk Krimsk, der 60.000 Einwohner hat, waren demnach mehr als 12.000 Menschen und 4000 Wohnungen von dem Unglück betroffen. Nach Angaben des Katastrophenschutzministeriums waren am Sonntag weiterhin knapp 29.000 Menschen ohne Strom.

Putin, dessen Sommerresidenz 200 Kilometer südlich der Unglücksregion nahe der Schwarzmeerstadt Sotschi liegt, flog mit einem Hubschrauber über die Unglücksregion und verglich die Überschwemmungen mit einem "Tsunami". Er versprach den Betroffenen neue Häuser sowie finanzielle Unterstützung in Höhe von zwei Millionen Rubel (50.000 Euro) pro betroffener Familie. Putin kündigte eine genaue Untersuchung des Krisenmanagements der Behörden durch die russische Ermittlungskommission an.

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    Der Kreml veröffentlichte am Sonntag im Internet Aufnahmen aus einer Krisensitzung örtlicher Verantwortlicher, an der Putin am Samstagabend teilnahm. Dabei fragte er den Bürgermeister von Krimsk, Wassili Krutko, in strengem Ton, wann die Behörden von der Katastrophe erfahren hätten und wie sie die Bevölkerung informiert hätten. Krutko berichtete, er habe am Freitagabend um 22 Uhr eine erste Warnung erhalten. Die Bevölkerung sei im Fernsehen gewarnt worden.

    Zeugen sprechen von sieben Meter hoher Welle
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