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Keine Toilette im Haus Inderin verlässt ihren Mann - und bekommt einen Preis

Keine Toilette - keine Ehe. Das dachte sich wohl eine Inderin, als die aus Protest gegen eine fehlende Toilette im Haus ihres Frischangetrauten wieder auszog. Für ihr „mutiges Handeln“ bekam sie sogar einen Preis.
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Das Internationale Toiletten-Museum in Neu Delhi: Es habe mehr Inder ein Handy als eine Toilette. Quelle: AFP

Das Internationale Toiletten-Museum in Neu Delhi: Es habe mehr Inder ein Handy als eine Toilette.

(Foto: AFP)

Neu Delhi Weil es im Haus ihres frisch angetrauten Ehemannes keine Toilette gab, ist eine Inderin kurzerhand wieder ausgezogen - und nun mit einem hochdotierten Preis geehrt worden. Anita Narre habe für ihr „mutiges Handeln“ umgerechnet 7700 Euro von einer gemeinnützigen Organisation erhalten, berichtete ein Behördensprecher am Donnerstag. Sie habe in ihrem Dorf im zentralindischen Bundesstaat Madhya Pradesh eine „Toilettenrevolution“ ausgelöst.

Die Frau hatte im Mai vergangenen Jahres einen Arbeiter geheiratet. Nach ihrem Einzug bei ihm stellte sie fest, dass in seinem Haus keine Toilette war. Da sie nicht wie alle anderen im Dorf in der freien Natur ihr Geschäft verrichten wollte, verließ sie ihren Mann - und kam erst zurück, als er eine Toilette gebaut hatte. „Narre motivierte andere Frauen ihres Dorfes, ihre Partner zum Bau einer Toilette zu zwingen“, berichtete der Behördensprecher. „Das Dorf hat sich durch ihr mutiges Handeln völlig verändert.“ Fehlende Toiletten und mangelnde Hygiene sind ein großes Problem vor allem im ländlichen Indien. Laut einer UN-Studie aus dem Jahr 2010 haben inzwischen mehr Inder ein Handy als eine Toilette.

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  • afp
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