Benachrichtigung aktivieren Dürfen wir Sie in Ihrem Browser über die wichtigsten Nachrichten des Handelsblatts informieren? Sie erhalten 2-5 Meldungen pro Tag.
Fast geschafft Erlauben Sie handelsblatt.com Ihnen Benachrichtigungen zu schicken. Dies können Sie in der Meldung Ihres Browsers bestätigen.
Benachrichtigungen erfolgreich aktiviert Wir halten Sie ab sofort über die wichtigsten Nachrichten des Handelsblatts auf dem Laufenden. Sie erhalten 2-5 Meldungen pro Tag.
Jetzt Aktivieren
Nein, danke

Kongo Mindestens 220 Tote bei Tanklaster-Explosion

Bei der Explosion eines Tanklasters im Osten der Demokratischen Republik Kongo sind nach offiziellen Angaben mindestens 220 Menschen getötet und über 100 weitere verletzt worden, wie ein Sprecher der Uno-Mission am Samstag erklärte.
Kommentieren
Eine typische, kongolesische Tankstelle mit Plastikkanistern statt Zapfsäulen. Bei einem Tanklastunglück im Ostkongo sind nach Angaben von Behörden mindestens 200 Menschen getötet worden. Quelle: dpa

Eine typische, kongolesische Tankstelle mit Plastikkanistern statt Zapfsäulen. Bei einem Tanklastunglück im Ostkongo sind nach Angaben von Behörden mindestens 200 Menschen getötet worden.

(Foto: dpa)

HB KINSHASA/BRÜSSEL. Der Lastwagen überschlug sich am späten Freitagabend bei hoher Geschwindigkeit in der Nähe des Dorfs Sange, rund 30 Kilometer von der Stadt Uvira an der Grenze zu Burundi entfernt.

Bewohner versuchten anschließend, Treibstoff aus dem Lastwagen abzuzapfen, wie Uno-Sprecher Madnodje Mounoubai sagte. Dabei sei ein Brand entstanden. Mitglieder der Uno-Friedenstruppe seien im Einsatz, um Überlebende zu versorgen. Die Zahl der Opfer könne sich noch erhöhen, erklärte Mounoubai. Eine Sprecherin des Roten Kreuzes bezifferte die Zahl der Opfer auf 221 Tote und 214 Verletzte. Der Lastwagen kam aus dem benachbarten Tansania.

In Afrika kam es in der Vergangenheit mehrfach zu ähnlichen Unfällen. Verarmte Menschen versuchen dort immer wieder, aus Pipelines Öl für den Eigengebrauch oder den Verkauf auf dem Schwarzmarkt abzuzapfen, was dann zu Explosionen führen kann. Ein einziger Kanister Benzin kann auf dem Schwarzmarkt so viel wie mehrere Wochenverdienste einbringen. Beim Versuch, Pipelines anzuzapfen, sind in den vergangenen Jahren allein in Nigeria tausende Menschen ums Leben gekommen.

Van Rompuy kondoliert

EU-Ratspräsident Herman Van Rompuy bekundete sein Bedauern über das Unglück. Das Land sei kurz nach den Feiern zum 50. Jahrestag der Unabhängigkeit „in tiefe Trauer gestürzt“, heißt es in einer Erklärung Van Rompuys vom Samstag. Der höchste Repräsentant der EU sprach von einem „dramatischen Unfall“ und versprach europäische Unterstützung für die Hilfe der Vereinten Nationen.

Der Präsident des Europaparlaments, Jerzy Buzek, kondolierte ebenfalls. „Dies ist eine arme Gegend eines Entwicklungslandes, die von einem tragischen und schrecklichen Unglück getroffen wurde“, heißt es in einer am Samstag in Brüssel veröffentlichten Erklärung Buzeks. „Ich bin besonders berührt, weil man mir gesagt hat, dass viele der Getöteten Kinder sind.“

Startseite

0 Kommentare zu "Kongo: Mindestens 220 Tote bei Tanklaster-Explosion"

Das Kommentieren dieses Artikels wurde deaktiviert.

Serviceangebote