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Kriegsverbrechen Dortmunder Ankläger schließt Akte Maillé

Das Massaker im westfranzösischen Maillé gilt als eines der schwersten Kriegsverbrechen deutscher Soldaten an der französischen Zivilbevölkerung im Zweiten Weltkrieg. Jetzt wurden die Ermittlungen eingestellt.
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Das Massaker der deutschen Soldaten in Maillé wird nicht mehr von der Dortmunder Staatsanwaltschaft untersucht. Es gibt keine lebenden Beteiligten mehr. Quelle: dpa
Akte geschlossen

Das Massaker der deutschen Soldaten in Maillé wird nicht mehr von der Dortmunder Staatsanwaltschaft untersucht. Es gibt keine lebenden Beteiligten mehr.

(Foto: dpa)

Dortmund/Maillé Das Weltkriegsmassaker im westfranzösischen Maillé 1944 bleibt ungesühnt. Die Staatsanwaltschaft Dortmund hat ihre jahrelangen Ermittlungen eingestellt, weil keine lebenden Beteiligten mehr gefunden werden konnten, wie der Chefankläger für Nazi-Massenverbrechen, Andreas Brendel, am Montag mitteilte. Das Massaker von Maillé gilt als eines der schwersten Kriegsverbrechen deutscher Soldaten an der französischen Bevölkerung im Zweiten Weltkrieg.

In dem Dorf südlich von Tours an der Loire hatte ein Bataillon der Waffen-SS im August 1944 als Vergeltungsmaßnahme für einen Anschlag französischer Widerstandstruppen 124 Zivilisten getötet, darunter mehr als 40 Kinder.

Im Jahr 2008 hatte der damalige Dortmunder Oberstaatsanwalt Ulrich Maaß vor Ort Überlebende und Zeitzeugen befragt und schließlich die Namen von drei mutmaßlichen Verantwortlichen ermittelt. Zwei waren schon gestorben, das Schicksal des Dritten galt zunächst als unbekannt. Jetzt wurde die Akte geschlossen.

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  • dpa
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