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Land unter in der Hauptstadt Berlin weiter im Ausnahmezustand

Regen, Regen, Regen und kein Ende in Sicht. Die starken Niederschläge über der Bundeshauptstadt gehen in der Nacht weiter, der Ausnahmezustand bleibt in Kraft. Auch in Norddeutschland erwischt es manche Region heftig.
30.06.2017 Update: 30.06.2017 - 08:33 Uhr Kommentieren

Land unter in Berlin – so haben Sie die Hauptstadt noch nie gesehen

Frankfurt Der starke Regen hat Teile Deutschlands auch in der Nacht weiter in Atem gehalten. Vor allem in Berlin war Land unter. Am Morgen beruhigte sich die Lage. Im Norden und Osten des Landes waren die Schäden weniger heftig als befürchtet. Der Westen und Süden blieben weitgehend verschont.

Stundenlanger Starkregen hatte Berlin und Brandenburg seit Donnerstagmittag heimgesucht. Am Freitagmorgen war die Berliner Feuerwehr weiter im gesamten Stadtgebiet unterwegs, um vollgelaufene Keller und überflutete Straßen abzupumpen, wie ein Sprecher mitteilte. „Ganz allmählich wird es etwas ruhiger“, sagte er. Der Ausnahmezustand wurde am Morgen auch über 8.00 Uhr hinaus verlängert. Mit mehr als 600 Berufsfeuerwehrleuten kämpften die Einsatzkräfte am Morgen noch gegen die Wassermassen.

Zumindest was den Verkehr anging, beruhigte sich die Lage in der Hauptstadt aber etwas. Auf der A100 waren nach mehreren nächtlichen Sperrungen am Morgen keine weiteren Störungen bekannt, wie die Polizei mitteilte. Der S-Bahn-Verkehr war ebenfalls ohne Probleme angelaufen. Nur manche U-Bahn-Linien waren wegen Wassereinbruch in Stationen weiter unterbrochen.

Am Flughafen Tegel erwartete ein Sprecher am Morgen keine größeren Unterbrechungen im Flugverkehr mehr. Viele Maschinen konnten am Vortag nur eingeschränkt starten oder landen, es gab Verspätungen. Weil die Luftfahrtbehörde das Nachtflugverbot für Tegel aufgehoben hatte, konnten die Maschinen aber abgefertigt werden. Dennoch mussten nach Angaben eines Sprechers etwa 180 Menschen die Nacht auf dem Flughafen verbringen. Ihre Flüge waren komplett gestrichen worden. Der Flughafen Schönefeld war kaum betroffen.

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    Ein unterspültes Haus im Berliner Ortsteil Charlottenburg musste in der Nacht gesperrt, konnte am Morgen aber wieder freigegeben werden. 18 Bewohner kehrten in ihre Wohnungen zurück, nachdem ein Statiker Einsturzgefahr ausgeschlossen hatte.

    In Brandenburg hatte sich die Lage am Freitagmorgen etwas beruhigt. Größere Schäden gab es nicht, wie die Polizei am frühen Freitagmorgen mitteilte. Die Feuerwehr rückte in der Nacht allerdings immer wieder wegen überfluteter Keller und Straßen aus. „Wir gehen davon aus, dass sich das Aufkommen am Morgen wieder erhöht, wenn die Menschen aufwachen und ihre vollgelaufenen Keller entdecken“, sagte ein Feuerwehrsprecher.

    Die starken Regenfälle hatten nicht nur Berlin, sondern am Donnerstag auch Norddeutschland heimgesucht. In der Nacht hatte das Unwetter den Norden Deutschlands aber weniger heftig getroffen als befürchtet. In Hamburg sind in der Nacht zum Freitag nach Angaben von Polizei und Feuerwehr durch andauernden Regen mehrere Gullydeckel übergelaufen. Überschwemmungen habe es nicht gegeben. Auch in Schleswig-Holstein fiel heftiger Regen, größere Einsätze verzeichneten die Leitstellen aber nicht.

    Für diese Schäden zahlt die Versicherung
    Immobilien
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    Unwetterschäden an Häusern oder Wohnungen übernehmen Gebäudeversicherungen standardmäßig oft nur teilweise. Immobilienbesitzer sollten daher dringend ihre genaue Vertragsbedingungen kennen...

    (Foto: dpa)
    Blitz- und Hagelschäden werden übernommen
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    Unwetterschäden übernehmen Gebäudeversicherungen standardmäßig oft nur teilweise. Typische Wohngebäudeversicherungen decken in der Regel Sturm- und Hagelschäden sowie Blitzeinschläge ab.

    (Foto: dpa)
    Nicht jede Versicherung zahlt für Überschwemmungen
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    Schäden durch Überschwemmungen aber tragen sie nur, wenn ergänzend auch eine Elementarschadenversicherung vereinbart wurde

    (Foto: dpa)
    Elementarschadenversicherung empfohlen
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    Elementarschadensoptionen werden heute beim Abschluss einer neuen Wohngebäudeversicherung meistens automatisch mit angeboten, können von den Kunden aber abgewählt werden. Bei alten Verträgen fehlt dagegen oftmals ein Versicherungsschutz gegen Erdrutsche, sehr starken Schneefall oder die Sturzfluten aus überlaufenden Bächen und Gullys.

    (Foto: dpa)
    Hausrat
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    Auch bei der Versicherung der Wohnungseinrichtung ist die Lage ähnlich. Die normalen Hausratsversicherungen treten zwar für Folgeschäden durch Sturm und Hagel ein, außerdem greifen sie bei Wasserschäden durch geplatzte Leitungen.

    (Foto: obs)
    Überflutungsschäden sind nicht berücksichtigt
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    Schäden durch Überflutungen von außen decken sie aber nicht automatisch ab. Für solche Fälle muss eine zusätzliche Elementarschadensabdeckungsoption vereinbart werden, die ergänzend greift.

    (Foto: dpa)
    Autoschäden
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    Bei Schäden an geparkten oder stehenden Autos greift die Teilkaskoversicherung. Das gilt etwa für Beulen, die durch umstürzende Bäume oder Hagelschlag entstehen. Auch bei plötzlichen Überschwemmungen etwa in Tiefgaragen übernimmt sie die Schäden.

    (Foto: dpa)

    Stärker betroffen war Mecklenburg-Vorpommern: In Waren mussten die Einsatzkräfte nach Angaben der Regionalleitstelle im Landkreis Mecklenburgische Seenplatte rund 40 Mal ausrücken. Mehrere Keller standen unter Wasser und einige Straßen waren überschwemmt. In Rostock, Schwerin und Neubrandenburg blieb es trotz anhaltenden Regens überwiegend ruhig.

    Betroffen waren zudem manche Teile Niedersachsens. In Hannover musste die Feuerwehr bis zum Morgen rund 185 Mal ausrücken. Einige Straßen waren vorübergehend nicht passierbar, größere Schäden und Notlagen wurden aber nicht bekannt. In Raum Oldenburg war das Dach einer Waschanlage einsturzgefährdet. Einsatzkräfte konnten das verhindern. Rund 50 Mal rückte in der Region die Feuerwehr aus. Straßen standen komplett unter Wasser. Verletzt wurde niemand. Zahlreiche Anrufer meldeten überlaufende Gullydeckel.

    Ausnahmezustand in der Hauptstadt bleibt in Kraft
    Land unter in Berlin
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    Auch in der Nacht hat der starke Regen Teile Deutschlands weiter in Atem gehalten. Vor allem in Berlin schüttete es über Nacht stundenlang weiter.

    (Foto: Reuters)
    Berliner Feuerwehr
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    Kein Ende in Sicht: Auch am Freitagmorgen war die Berliner Feuerwehr weiter im gesamten Stadtgebiet unterwegs, um vollgelaufene Keller und überflutete Straßen abzupumpen. Der Ausnahmezustand wurde am Morgen über 8.00 Uhr hinaus verlängert. Mit mehr als 600 Berufsfeuerwehrleuten kämpften die Einsatzkräfte am Morgen noch gegen die Wassermassen.

    (Foto: Reuters)
    Regenspaziergang
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    Zumindest was den Verkehr anging, beruhigte sich die Lage in der Hauptstadt aber etwas. Auf der A100 waren nach mehreren nächtlichen Sperrungen am Morgen keine weiteren Störungen bekannt, wie die Polizei mitteilte. Viele Berliner blieb trotzdem nichts anderes übrig als durch die überfluteten Straßen zu waten.

    (Foto: Reuters)
    Unwetter in Berlin
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    Die parkenden Autos der Berliner blieben nicht vom Unwetter verschont: Im Gleim-Tunnel in Berlin sind einige Fahrzeuge in- und übereinander geschoben worden.

    (Foto: dpa)
    Überflutete Stationen
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    Der S-Bahn-Verkehr war ohne Probleme angelaufen. Nur manche U-Bahn-Linien waren wegen Wassereinbruch in Stationen weiter unterbrochen.

    (Foto: Reuters)
    Flughafen Tegel
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    Hier läuft der Verkehr wieder an: Am Flughafen Tegel erwartete ein Sprecher am Morgen keine größeren Unterbrechungen mehr – im Gegensatz zum Vortag. Viele Maschinen konnten gestern nur eingeschränkt starten oder landen, es gab Verspätungen. Etwa 180 Menschen mussten die Nacht auf dem Flughafen verbringen. Der Flughafen Schönefeld war kaum betroffen.

    (Foto: dpa)
    Charlottenburg
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    Eine Frau versucht sich mit dem Regenschirm im Stadtteil Charlottenburg vor dem starken Regen zu schützen.

    (Foto: dpa)

    Im Westen und Süden Deutschlands war die Nacht hingegen weitgehend ruhig. Die Nacht zum Freitag zwar in Baden-Württemberg und Bayern zwar gebietsweise verregnet; nennenswerte Beeinträchtigungen aufgrund Sturm, Gewitter oder Starkregen waren aber zunächst nicht bekannt. Auch in Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz, Hessen und im Saarland musste die Polizei zu keinen großen Einsätzen aufgrund des Wetters ausrücken.

    • dpa
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