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Kanye West

„Wenn du aufwachst, spring nicht sofort zum Telefon oder ins Internet, sprich eine Stunde lang nicht einmal mit irgendjemandem, wenn das möglich ist.“

(Foto: AP)

Lebensweisheiten vom US-Rapper Kanye West schreibt ein Buch via Twitter

Kanye West ist zurück auf Twitter – und wird dort zum Buchautor. Welche Lebensweisheiten der US-Rapper im Netz zum Besten gibt.
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Soziale Netzwerke verleiten zur Oberflächlichkeit? Lassen die Sprache verkümmern? In der Kürze und Kurzlebigkeit des Internets ist kein Platz für tiefgehende Gedanken?

Einer der wohl prägendsten Musikern unserer Zeit macht sich gerade daran, das Gegenteil zu beweisen: US-Rapper Kanye West, Jahrgang 1977 und damit noch nicht einmal Digital Native, verfasst einen Lebensratgeber – und hat Twitter als Publikationsplattform gewählt.

„Oh übrigens, das ist mein Buch, das ich gerade in Echtzeit schreibe“, verkündete der Ehemann von Reality-Star Kim Kardashian, 37, am Mittwoch (Ortszeit). Zuvor hatte er seine mehr als zehn Millionen Follower bereits mit zahlreichen philosophischen Tweets versorgt.

„Sei hier. Sei im Moment“, rät er seinen Anhängern zum Beispiel. Oder er erklärt, dass die Zerstreuung „der Feind der Vision“ sei.

West, der allein in den USA mehr als 60 Millionen Alben und Downloads verkauft hat, zählt zu den kommerziell erfolgreichsten Künstlern des 21. Jahrhunderts. Der 40-Jährige ist bekannt als Musiker, der mit Konventionen bricht, sich auch politisch äußert und oft auch kontroverse Meinungen vertritt – aber seine Kunst auch immer innovativ und höchst kreativ auslebt.

Maßgeblich hat er dazu beigetragen, den Hip-Hop weg vom Gangsta-Rap hin zu emotionaleren Texten und mehr Gesang zu entwickeln. Bewusst inszeniert er seine Kunst, seine Alben und seine Auftritte, was sich auch in seinem modischen Erscheinungsbild widerspiegelt.

Auf Twitter gibt West nun ganz lebenspraktische, aber durchaus auch (internet-)gesellschaftliche Tipps: „Wenn du aufwachst, spring nicht sofort zum Telefon oder ins Internet, sprich eine Stunde lang nicht einmal mit irgendjemandem, wenn das möglich ist. Sei einfach still und genieße deine eigene Fantasie. Das ist besser als jeder Film.“

An anderer Stelle heißt es: „[...] Hör auf, mit dem Leben zu spielen. Treffe Entscheidungen auf der Grundlage von Liebe, nicht Angst.“

Der Vorteil seines Twitter-Buches: Niemand könne ihm vorschreiben, was und wie viel er zu schreiben habe, erklärt der Musiker. Darüber hinaus betonte er, mit dem Projekt keine finanziellen Interessen zu verfolgen.

Vielmehr handele es sich um ein „angeborenes Bedürfnis, sich auszudrücken“. West hatte seinen Twitter-Account vor rund einem Jahr gelöscht und erst vor wenigen Tagen wieder aktiviert.

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  • dpa
  • cgn
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