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„L'Oréal-Affäre“ Liliane Bettencourt soll verhört werden

Nicht entmündigt, aber auch nicht aus dem Schneider L'Oréal-Erbin Liliane Bettencourt, reichste Frau Europas, rückt wieder in den Mittelpunkt des französischen Spenden- und Steuerskandals. Es geht um mögliche Machenschaften von ihr und ihrem verstorbenen Gatten André.
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Liliane Bettencourt soll vernommen werden. Quelle: dpa

Liliane Bettencourt soll vernommen werden.

(Foto: dpa)

HB PARIS. In der bis in Frankreichs Staatsspitze reichenden „L'Oréal-Affäre“ soll jetzt die reichste Frau Europas, Liliane Bettencourt, verhört werden. Die 87-jährige L'Oréal-Erbin, die im Mittelpunkt des seit Wochen andauernden Spenden- und Steuerskandals steht, wird französischen Medienberichten vom Samstag zufolge nächste Woche vernommen werden. Wie die Wochenzeitung „Paris-Match“ auf ihrer Internetseite präzisiert, soll sie in ihrem Stadthaus in dem noblen Pariser Vorort Neuilly-sur-Seine verhört werden.

Die Milliardärin und ihr mittlerweile verstorbener Mann André sollen über Umwege größere Summen an die Regierungspartei UMP gezahlt und Steuern in Millionenhöhe hinterzogen haben. Einige der Geldgeschenke sollen von dem derzeitigen Arbeitsminister Eric Woerth und ehemaligen UMP-Schatzmeister entgegengenommen worden sein, um den Präsidentschaftswahlkampf von Nicolas Sarkozy zu finanzieren. Woerth, der ebenfalls in den nächsten Tagen von der Polizei verhört werden soll, weist alle Vorwürfe von sich.

Die Affäre begann mit einem Rechtsstreit zwischen der L'Oréal- Milliardärin und ihrer einzigen Tochter Françoise Meyers-Bettencourt.

Die Tochter wirft ihrer Mutter vor, sie sei nicht im Besitz ihrer geistigen Kräfte und werfe mit Geld um sich. Rund 993 Mio. Euro soll sie in Form von Lebensversicherungen und Schecks dem Fotografen, Maler und Schriftsteller François-Marie Banier (63) geschenkt haben. Das von der Tochter beantragte Entmündigungsverfahren wurde abgelehnt.

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