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Mailänder Modewoche Das Schönste für turbulente Zeiten

Auf der Mailänder Modewoche haben die italienischen Designergrößen ihre Kollektionen für die kommende Herbst/Winter-Saison vorgestellt. Modetrends sind auch immer gesellschaftliche Statements. Welche setzt die italienische Mode?
27.02.2018 - 18:18 Uhr Kommentieren
Drohnen fliegen auf der Mailänder Modewoche mit Handtaschen der Herbst/Winter-Kollektion über den Laufsteg. Quelle: dpa
Dolce & Gabbana

Drohnen fliegen auf der Mailänder Modewoche mit Handtaschen der Herbst/Winter-Kollektion über den Laufsteg.

(Foto: dpa)

Düsseldorf Wie sieht eine Welt aus, in der Maschinen die menschliche Arbeit von heute erledigen? Auf der Mailänder Modewoche gab es bereits einen kleinen Vorgeschmack: Nicht Models, sondern Drohnen schwebten über den Laufsteg. An ihnen drapiert: die neue Taschenkollektion von Dolce & Gabbana, auf diese Weise dem Publikum präsentiert.

Eine Woche lief der Pflichttermin im Fashion-Kalender. In 60 großen Shows und 90 kleineren Präsentationen zeigten die italienischen Modemacher der Welt, wie sie der Zukunft modisch begegnen wollen – und welches Frauenbild sie dabei vertreten. Seit Dienstag ist das Spektakel vorüber: Welche Designs hallen nach? Wie schön wird die Zukunft aussehen? Ein Überblick der Kollektionen.

Versace

„Jede dieser Frauen ist eine Königin“, sagt Donatella Versace über ihre Models. Was starke Frauen in ihrer Vorstellung tragen? Bunte Farben und Punk-Karos angelehnt an den britischen Stil – und doch emanzipiert von der alten Aristokratie. Die Welt der starken Frauen ist eine Vielseitige, in der alte Muster durchbrochen werden.

Die Welt von morgen ist bunt. Quelle: dpa
Versace

Die Welt von morgen ist bunt.

(Foto: dpa)

Emporio Armani

Da wo Versace schrill ist, ist Emporio Armani zurückhaltend: Fließende Stoffe und dezente Farben dominieren die Kollektion. Die Silhouetten erinnern an den Stil der Zwanziger Jahre – die bis heute ein Symbol für Aufbruchsstimmung und Lebensfreude sind.

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    Die Kollektion erinnert an den Stil der Zwanziger Jahre. Quelle: dpa
    Emporio Armani

    Die Kollektion erinnert an den Stil der Zwanziger Jahre.

    (Foto: dpa)

    Salvatore Ferragamo

    Mann und Frau sind gleich, nach Geschlecht muss nicht getrennt werden. Das Florentiner Modehaus Salvatore Ferragamo zeigt seine Frauen- und Männerkollektion zusammen in einer Show. Ihr Merkmal: Bodenständigkeit, Understatement. Wenn alle gleich sind, muss sich auch niemand mehr über den anderen erheben.

    Eine Show für beide Kollektionen. Quelle: dpa
    Salvatore Ferragamo

    Eine Show für beide Kollektionen.

    (Foto: dpa)

    Fendi

    Markante Schultern sind seit jeher ein modisches Mittel, um Stärke und Macht zu betonen. Das macht sich Fendi in seiner neuen Kollektion zunutze: Die Designs betonen stets die Schulterpartie. Beispielsweise durch Farben, Schnitte oder Fellbesatz.

    Betonte Schultern symbolisieren Stärke. Quelle: dpa
    Fendi

    Betonte Schultern symbolisieren Stärke.

    (Foto: dpa)

    Max Mara

    Dunkel geschminkte Augen, dunkle Kleidung, viel Leder: hart – so sieht für das Label Max Mara eine starke Frau aus. Und: Business und Party – im Grunde genommen ist das kein großer Unterschied mehr.

    Völlig egal, ob Business oder Party. Quelle: dpa
    Max Mara

    Völlig egal, ob Business oder Party.

    (Foto: dpa)

    Moschino

    Moschinos Kollektion ist eine Hommage an die außergewöhnliche Jackie Kennedy. Jedes Model der Moschino-Show ist ihre eigene Variante der ewigen Stilikone, Pillbox-Hut und Bouffant-Frisur inklusive. Frei interpretiert: Würde ist Stärke, Stärke ist unsterblich. Eine komplette Kopie der Kostüme der früheren US-First-Lady sind die Stücke jedoch nicht: Mit Reißverschlüssen und Lederdetails setzt Kreativdirektor Jeremy Scott grobe Akzente und macht so die Trägerinnen unabhängig von der Vergangenheit.

    Stärke ist unsterblich. Quelle: dpa
    Moschino

    Stärke ist unsterblich.

    (Foto: dpa)

    Etro

    Erdtöne und wilde Muster sind das Markenzeichen des Mailänder Familienunternehmens Etro. So fügt sich auch die Herbst/Winter-Kollektion ins Bild: Capes, Ponchos und Strickoberteile mit ethnischen Mustern bringen die Vielfältigkeit dieser Welt auf den Laufsteg, vereinen sie in einem Kleidungsstück, und zeigen dem Publikum vor allem eins: Weltoffenheit.

    Die Vielfältigkeit dieser Welt auf dem Laufsteg. Quelle: dpa
    Etro

    Die Vielfältigkeit dieser Welt auf dem Laufsteg.

    (Foto: dpa)

    Marco De Vincenzo

    Selbst gewähltes Gefängnis: Wer sich in der digitalen Welt verliert, verpasst die Schönheit der Welt, die uns tatsächlich umgibt. Das ist die Botschaft des Designers Marco De Vincenzo. Seine Kollektion soll die Erinnerung an seine Kindheit vor dem Fernseher widerspiegeln.

    Erinnerung an die Kindheit vor dem Fernseher. Quelle: dpa
    Marco De Vincenzo

    Erinnerung an die Kindheit vor dem Fernseher.

    (Foto: dpa)

    Gucci

    Das Model trägt eine Kopie seines eigenen Kopfes im Arm. Gucci-Designer Alessandro Michele möchte damit „den täglichen Kampf, die eigene Identität auszuprägen“ symbolisieren. Ein Kampf, der in Zeiten von Social Media noch größer ist. Der Designer wünscht sich eine vernetzte globale Kultur, in der Geschlechter und Herkunft keine Rolle mehr spielen.

    „Täglicher Kampf, die eigene Identität auszuprägen.“ Quelle: dpa
    Gucci

    „Täglicher Kampf, die eigene Identität auszuprägen.“

    (Foto: dpa)
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