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Medienbericht Loveparade-Gutachter fällt vernichtendes Urteil

Ein britischer Panik-Forscher kommt in einem Gutachten zu dem Schluss, dass die Loveparade-Katastrophe in Duisburg passieren musste. Nicht einmal theoretisch war das Konzept geeignet, den Umzug gefahrlos durchzuführen.
25.05.2013 - 11:48 Uhr 5 Kommentare
Der britische Panik-Forscher Keith Still erhebt in einem Gutachten zur Loveparade-Katastrophe in Duisburg schwere Vorwürfe. Quelle: dpa

Der britische Panik-Forscher Keith Still erhebt in einem Gutachten zur Loveparade-Katastrophe in Duisburg schwere Vorwürfe.

(Foto: dpa)

Duisburg Der britische Panik-Forscher Keith Still erhebt nach Informationen der „Süddeutschen Zeitung“ in einem Gutachten zur Loveparade-Katastrophe in Duisburg schwere Vorwürfe. Mit dem von der Stadt genehmigten Konzept sei es nicht einmal theoretisch möglich gewesen, den Umzug gefahrlos durchzuführen, berichtete die Zeitung am Samstag. Ein Sprecher der Duisburger Staatsanwaltschaft wollte den Bericht am Samstag nicht kommentieren.

Still, Professor für Massendynamik und Massenmanagement an der Buckinghamshire New University ist von der Staatsanwaltschaft mit der Untersuchung der Katastrophe beauftragt. Der „SZ“ zufolge schreibt der Experte in seinem fast 90-seitigen Gutachten, die Verantwortlichen hätten vorher noch nicht einmal die erwarteten Besucherströme addiert. Schon mit einfachen Berechnungen hätte man feststellen können, dass die Rampe auf dem Veranstaltungsgelände für die erwartete Besucherzahl viel zu klein gewesen sei.

Bei dem Technofest in der Ruhrgebietsstadt waren am 24. Juli 2010 21 Menschen ums Leben gekommen, mehr als 500 wurden verletzt. Die Staatsanwaltschaft ermittelt gegen 15 Beschuldigte, darunter Mitarbeiter der Stadt Duisburg. Anklage hat die Behörde bisher nicht erhoben. Sie machte bislang keine Angaben dazu, wann mit einem Ergebnis der Ermittlungen zu rechnen ist.

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    • dpa
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    5 Kommentare zu "Medienbericht: Loveparade-Gutachter fällt vernichtendes Urteil"

    Das Kommentieren dieses Artikels wurde deaktiviert.

    • Neben den Verantwortlichen in der Stadtverwaltung der Stadt Duisburg ist doch vor allem der Veranstalter zur Rechenschaft zu ziehen.

      Gefängnisstrafen sind meiner Meinung nach zwingend. Dem Ziel der Gewinnmaximierung wurden Sicherheitsvorkehrungen untergeordnet. Diese Veranstaltung wurde als Todesfalle konzipiert - wenn auch nicht direkt beabsichtigt - und entsprechende kriminelle Energie ist bei den Verantwortlichen vorhanden:

      Fahrlässige Tötung unter erschwerendem Umstand (Gewinnmaximierung durch Inkaufnahme mangelhafter Sicherheitsvorkehrungen)

    • @Dumpelstilzchen: Ach so ist das also: Wenn der Zweck einer Großveranstaltung dir nicht genehm ist, dann ist es egal wenn dabei Leute krepieren. Die sind ja dann selber schuld. Was bist du nur für ein unglaublicher Kretin? Mir wird übel!

    • Massenpaniken entstehen dadurch,wenn einer den anderen
      leicht erregbaren ansteckt.
      Dann wird von hinten nachgeschoben,auf gestürzte rumgetrampelt und übrig bleiben Tote.
      Der Mensch als Fluchttier..nur bei denen,läuft es
      geordneter ab,weil die Hysterie fehlt.

    • Beitrag von der Redaktion gelöscht. Bitte bleiben Sie sachlich.

    • Das war auch vorher jedem Duisburger mit etwas Menschenverstand klar. Da braucht man nicht drei Jahre für forschen. Ich hoffe immer noch das die Verantwortlichen zu Rechenschaft gezogen werden und das sich solch ein Tragödie nicht wiederholt.
      Wenn Geldgier und Politik aufeinander treffen kommt so etwas dabei raus!

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