Medienbericht Verfahren gegen Tebartz-van Elst soll eingestellt werden

Das Amtsgericht Hamburg will das Verfahren gegen den Limburger Bischof Franz-Peter Tebartz-van Elst wegen Falschaussage einstellen. Die Staatsanwaltschaft hat aber offenbar etwas dagegen.
Update: 29.10.2013 - 18:30 Uhr 25 Kommentare
Franz-Peter Tebartz-van Elst darf auf eine Einstellung des Verfahrens gegen ihn hoffen – wenn die Staatsanwaltschaft zustimmt. Quelle: dpa

Franz-Peter Tebartz-van Elst darf auf eine Einstellung des Verfahrens gegen ihn hoffen – wenn die Staatsanwaltschaft zustimmt.

(Foto: dpa)

Hamburg, LimburgDas Hamburger Amtsgericht will das Verfahren gegen den Limburger Bischof Franz-Peter Tebartz-van Elst wegen falscher eidesstattlicher Versicherungen gegen eine Geldauflage einstellen. Die Staatsanwaltschaft müsste dem zustimmen, hält aber noch an ihrem Antrag fest, wie sie am Dienstag bestätigte.

Die Hamburger Ankläger hatten beim Amtsgericht einen Strafbefehl gegen den derzeit beurlaubten Tebartz-van Elst beantragt. Er soll im Zusammenhang mit einem Erste-Klasse-Flug nach Indien zwei eidesstattliche Falschaussagen gemacht haben. „Bei derzeitigem Sachstand sehen wir keinen Anlass, unsere Entscheidung zu ändern“, sagte die Sprecherin der Anklagebehörde, Nana Frombach, am Dienstag.

Nach Angaben des Berliner „Tagesspiegels“ hatte das Amtsgericht den Antrag auf Strafbefehl geprüft und angeregt, das Verfahren gegen eine Geldauflage einzustellen. Die Höhe dieses Betrags nannte Frombach nicht. Tebartz-van Elst müsste der Einstellung des Verfahrens ebenso zustimmen wie die Staatsanwaltschaft. Der Limburger Kirchenmann wurde wegen des Wirbels um seine Amtsführung und den kostspieligen Bischofssitz von Papst Franziskus in den Zwangsurlaub geschickt.

Nach wie vor ist unklar, wo sich der Bischof aufhält und wo er die nächsten Wochen verbringen wird. Sein kommissarischer Vertreter in Limburg will sich an diesem Mittwoch der Öffentlichkeit vorstellen. Der frühere Wiesbadener Stadtdekan und neue Generalvikar von Limburg, Wolfgang Rösch, ist seit dem vergangenen Montag im Amt.

Beim Mainzer Bischof Kardinal Karl Lehmann hat die Affäre um Tebartz-van Elst und die extreme Kostensteigerung für den Bischofssitz Beschämung ausgelöst. „Man darf gespannt sein, wie viel und was nach dem Abschluss der Untersuchungen noch deutlicher wird. Vieles beschämt mich jetzt schon tief“, schreibt Lehmann in einem Beitrag für die Bistumszeitung „Glaube und Leben“, der am Dienstag veröffentlicht wurde. Allerdings habe er sich bei den Berichten über die Kirche und ihre Finanzen auch über falsche Angaben und diskriminierende Untertöne geärgert, kritisierte der Mainzer Bischof.

  • dpa
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25 Kommentare zu "Medienbericht: Verfahren gegen Tebartz-van Elst soll eingestellt werden"

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  • @Blinse

    ---Aber mal ehrlich jetzt: Ich lese diese Auseinandersetzungen mit großem Vergnügen.---

    Ich nicht.

    ---Interessant, wer sich da alles als Religions-Piefke outet.---

    Interessant ist eher, wie lange sich das HB das Leserforum noch antut.

    Lange geht das für die Anonymen nicht mehr gut. Hoffe ich.


  • @Ockham
    Daß du diese ollen Katholen aber auch nicht in Ruhe lassen kannst...
    Denk dran, die habens schwer genug. Ein ganzes Leben lang im Märchenbuch lesen und Gottes Stellvertreter is auch nur 'n Mensch. Das ist nicht einfach, mein Lieber : )

    Und jetzt siehste, was dabei raukommt: "In der Hölle sollste schmoren" schrieb einer und da kannste nix dagegen machen. Tja, so sind sie, die Fanatiker.

    Aber mal ehrlich jetzt: Ich lese diese Auseinandersetzungen mit großem Vergnügen. Interessant, wer sich da alles als Religions-Piefke outet.

  • Nein, ich halte ihre Meinung nicht für einen Fehler. Sie widerspricht nur den Tatsachen.

    Nennen Sie mir nur ein gutes Werk, welches eine Religion - egal welche - in dieser Woche für die Menschheit getan hat um voranzukommen. Ein einziges, und ich bin bereit meine Meinung zu ändern.

    Im Internet ist genügend Platz. Also ist das von Ihnen - leider - eine Ausrede.

  • Ach, dieses Märchenbuch mit den Widersprüchen kann doch niemand ernst nehmen, nachdem man sie gelesen hat. Und ihr Kommentar bedeutet nichts anderes, als das erstens die Bibel nicht Gottes Wort ist, weil sie verändert wurde und zweitens, dass sie nichts anderes als ein Machtinstrument ist. Das zweite Buch Mose ist übrigens eindeutig in seinen Rechtsvorschriften für die Gläubigen. Insofern belegen Sie nichts, sondern reden um den heißen Brei, um ihre Sicht des Glaubens zu rechtfertigen.

  • @ockhams_rasiermesser,

    da bin ich absolut gegenteiliger Meinung.
    Und ich halte ihre Meinung für einen kapitalen Fehler, so wie sie wahrscheinlich meine als solchen ansehen.
    Das aber hier auszudiskutieren sprengt den Rahmen.

    H.
    H.

  • Religionen sind kein "Kulturgut". Sie haben noch nie etwas Gutes getan oder etwas vollbracht, das die Menschheit vorangebracht hätte.

  • @ockhams_rasiermesser,

    fallen sie nicht von einem Extrem ins andere!
    Die heiligen Schriften stellen einen Normenkatalog über die Jahrtausende dar inkl. deren zeitgeistiger Entwicklung. Das verführt natürlich einfachere Geister immer wieder Wörtlichkeit vor Intention zu setzen.
    Es sind die gleichen Leute, die heute einen Bischof differenzierungsfrei inquisitionieren und vor Jahrhunderten willig der kirchlichen Inquisition gefolgt sind, weil einfache schwarz/weiss Bilder weniger anstrengend sind und die eigene Moral nicht in Frage stellen.
    Die Bibel ist der beste Beweis, das es für Menschen nahezu unmöglich ist abstrakt genug zu formulieren und immer noch verständlich zu sein. Die Bibel hat den einfachen Beispielen den Vorzug gegeben, weil sie damit mehr Menschen erreichen kann. Der Nachteil ist, das viele zwischen konkretem Beispiel und Intention nicht unterscheiden können. Auch unterliegt die Bibel einer zeitlichen Entwicklung. Ältere Schriften haben nicht unbedingt das selbe Gewicht wie jüngere, es kommt halt darauf an, ob die Textbeispiele der roten Linie, die sich durch das Buch zieht, auf Dauer entsprechen oder nicht.
    Insoweit konnte Jesus die Bibel natürlich für uneingeschränkt gültig erklären, eben weil sie es in diesem Sinne war und ist.
    Sie stellt einen Erfahrungsschatz über die Entwicklung unserer Ethik dar, hinter der aktuelle politische Moralvorstellungen weit zurückbleiben. Eben schon deshalb, weil sich die Heilige Schrift auf einem deutlich höheren Niveau bewegt, weit mehr Erfahrung beinhaltet, das viel mehr oberflächlich Widersprüchliches berücksichtigt, als Politik überhaupt fähig wäre.
    Nur mit der Bibel war es letztlich möglich Auswüchse sowohl der Kirchen als auch weltlicher Herrscher in Frage zu stellen. Den Fortschritt den z.B. Inquisition rechtswissenschaftlich bedeutete auch um deren katastrophalem Anfangsmissbrauch zu bereinigen.

    H.

  • @ockham_rasiermesser,

    es ist mir bekannt, das der Staat diese Summen zahlt, allerdings ist der Zuschuss für Kirchen dem öffentlichen Kulturgut Kirche geschuldet, der größte Teil der Bau- und Unterhalskosten jenseits solcher Kulturgüter muss die Kirche selbst bestreiten. Die Bischofsgehälter werden üblicherweise von den Bischöfen i.d.R. nicht selbst vereinnahmt, sondern karitativen Zwecken zugeführt.
    Das finde ich nicht weiter beantstandenswert, da diese Vergütung nicht nur Entschädigungszahlung für frühe Enteignung von Kirchenbesitz darstellt, wie meistens berichtet, sondern eine Gleichstellung mit den staatliche finanzierten evangelischen Bischöfen darstellte, die von Anfang an "Landesbeamte" waren, weil ihren Ländern unterstellt.
    Das ändert aber nichts daran, dass die Aufwendungen in Summe ein Spottpreis sind bezüglich der dafür erstellten Leistungen der jeweiligen Kirchen und insoweit angemessen.

    H.

  • Fällt Ihnen das so schwer, auf youtube das entsprechende Interview zu finden?

  • Wenn Sie sagen, das Religion - hier im besonderen das Christentum mit seiner Bibel - ein moralischer Maßstab sein soll, dann sagen Sie damit indirekt, daß die Bibel das einzige ist, das Sie von Mord und Vergewaltigung abhält. Auf der anderen Seite müßten Sie Sklaven halten. Das Alte Testament fordert dazu auf und Jesus hat es für uneingeschränkt gültig erklärt.

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