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Mehr als 200 Tote Schweres Erdbeben in Afghanistan

Hunderte Verletzte sind nach einem schweren Erdbeben in Afghanistan, Pakistan und Indien bereits bestätigt. Viele Gegenden sind jedoch von der Außenwelt abgeschnitten, die Opferzahlen könnten daher noch deutlich steigen.
26.10.2015 Update: 26.10.2015 - 19:15 Uhr
Auch hunderte Kilometer entfernt trieb das schwere Beben die Menschen ins Freie. Quelle: ap
Schreck in Delhi

Auch hunderte Kilometer entfernt trieb das schwere Beben die Menschen ins Freie.

(Foto: ap)

Kabul/Peschawar/Neu-Delhi/Berlin Bei einem Erdbeben im Nordosten Afghanistans und Teilen Pakistans sind am Montag über 200 Menschen ums Leben gekommen. Die Zahl der Opfer könnte aber nach Angaben der Behörden weiter steigen. Hunderte Menschen seien verletzt, und viele Landesteile seien von der Außenwelt abgeschnitten, auch wegen unterbrochener Telefonverbindungen, sodass von dort noch keine Informationen über Opfer und Schäden vorlägen.

Das Zentrum des Bebens der Stärke 7,5 auf der Richterskala lag in einer abgelegenen Bergregion am Hindukusch. Die Erschütterung war jedoch noch in Hunderten Kilometern Entfernung zu spüren, so auch in der indischen Hauptstadt Neu-Delhi.

Aus vielen Landesteilen Afghanistans kamen Berichte über Schäden. Bei einer Massenpanik in der Provinz Tachar starben zwölf Schülerinnen. Sie wurden von Klassenkameradinnen zu Tode getrampelt, als sie sich ins Freie retten wollten, wie der Chef des örtlichen Katastrophenschutzes sagte.

In der Provinz Badachschan wurden etwa 400 Häuser zerstört. Auch in der Hauptstadt Kabul waren heftige Erschütterungen zu spüren. Das Zentrum des Bebens lag gut 200 Kilometer tief etwa 250 Kilometer nordöstlich von Kabul, wie die US-Erdbebenwarte mitteilte.

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    Die Karte zeigt die betroffene Region am Hindukusch. Quelle: dpa
    Das Epizentrum

    Die Karte zeigt die betroffene Region am Hindukusch.

    (Foto: dpa)

    Auch in Pakistan kollabierten Gebäude, mindestens 102 Menschen starben. In der Stadt Peschawar wurden mehr als 150 Menschen in Krankenhäuser gebracht. Am stärksten betroffen war die Provinz Chitral im Norden des Landes, wo elf Menschen ums Leben kamen. In der Bergregion kommt es immer wieder zu schweren Erdbeben.

    Hier schiebt sich die Indische Platte unter die Eurasische Platte, was massive Eruptionen auslösen kann. Erst vor einem halben Jahr starben beim bislang schwersten Erdbeben in Nepal 9000 Menschen, 900.000 Häuser wurden beschädigt oder zerstört. Vor einem Jahrzehnt kamen bei einem Erdbeben mit der Stärke 7,6 in Pakistan etwa 75.000 Menschen ums Leben.

    • dpa
    • rtr
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