Benachrichtigung aktivieren Dürfen wir Sie in Ihrem Browser über die wichtigsten Nachrichten des Handelsblatts informieren? Sie erhalten 2-5 Meldungen pro Tag.
Fast geschafft Erlauben Sie handelsblatt.com Ihnen Benachrichtigungen zu schicken. Dies können Sie in der Meldung Ihres Browsers bestätigen.
Benachrichtigungen erfolgreich aktiviert Wir halten Sie ab sofort über die wichtigsten Nachrichten des Handelsblatts auf dem Laufenden. Sie erhalten 2-5 Meldungen pro Tag.
Jetzt Aktivieren
Nein, danke

Mine in Südafrika Kämpfe zwischen Gewerkschaften fordern zehn Tote

Die Lage zwischen zwei rivalisierenden Gewerkschaften in einer südafrikanischen Platinmine ist eskaliert. Mehrere Menschen wurden bereits getötet, darunter auch Polizisten. Die Polizei versucht verzweifelt zu schlichten.
14.08.2012 - 19:40 Uhr 1 Kommentar
Streikende Arbeiter nahe der Platinmine. Quelle: dapd

Streikende Arbeiter nahe der Platinmine.

(Foto: dapd)

Johannesburg Nach tödlichen Auseinandersetzungen zwischen rivalisierenden Gewerkschaften in einer südafrikanischen Platinmine sind die Polizeikräfte auf dem Gelände massiv verstärkt worden. Schwer bewaffnete Sicherheitskräfte besetzten am Dienstag das Bergwerk von Marikana nahe der nordwestlichen Stadt Rustenburg. Mit dem Fund einer weiteren Leiche stieg die Zahl der seit Sonntag bei dem Konflikt getöteten Menschen auf zehn.

Die nationale Polizeichefin Riah Phiyega habe die Nacht zum Dienstag auf dem Betriebsgelände verbracht, um mit den Bergwerksbetreibern zu verhandeln, sagte ein Polizeisprecher. Zudem waren schwer bewaffnete Polizisten und Hubschrauber im Einsatz. Eigentümer der Mine ist der Konzern Lonmin, drittgrößter Platinproduzent der Welt. Seit dem Wochenende bekämpften sich Mitglieder einer landesweiten Gewerkschaft und einer kleineren Organisation.

Bei den Auseinandersetzungen, in denen es offenbar um unterschiedliche Ansichten zu einem Streik ging, wurden am Wochenende zwei Wachleute durch einen Sprengsatz getötet. Zwei Minenarbeiter wurden auf dem Weg zur Arbeit beziehungsweise im Wohnheim ermordet. Am Montag erschoss die Polizei drei Arbeiter, zwei Polizisten wurden gelyncht. Am Dienstag wurde in einem nahelegenen Armenviertel die Leiche eines kürzlich getöteten Mannes gefunden.

Lonmin teilte mit, die Produktion sei seit Freitag infolge eines illegalen Streiks erheblich eingebrochen. Wegen zahlreicher Vorfälle der Gewalt und der Einschüchterung trauten sich viele Arbeiter nicht mehr zur Arbeit, sagte eine Sprecherin. In Südafrika gibt es immer wieder gewaltsame Konflikte zwischen rivalisierenden Gewerkschaften. Der Minensektor ist der größte Arbeitgeber in Südafrika, das die mit am stärksten gewerkschaftlich organisierte Arbeiterschaft der Welt hat.

Top-Jobs des Tages

Jetzt die besten Jobs finden und
per E-Mail benachrichtigt werden.

Standort erkennen
    • afp
    Startseite
    Mehr zu: Mine in Südafrika - Kämpfe zwischen Gewerkschaften fordern zehn Tote
    1 Kommentar zu "Mine in Südafrika: Kämpfe zwischen Gewerkschaften fordern zehn Tote"

    Das Kommentieren dieses Artikels wurde deaktiviert.

    • Obwohl im Bergbausektor die meisten Arbeitnehmer in Gewerkschaften organisiert sind, erweist genau dieser Wirtschaftszweig in punkto Arbeitsbedingungen erheblichen Nachholbedarf. Laut Angaben der Minengewerkschaft NMU starben zwischen 1984 und 2005 weit über 11.100 Minenarbeiter: http://2010sdafrika.wordpress.com/2012/08/14/bergbau-in-sudafrika/.

    Serviceangebote
    Zur Startseite
    -0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%