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Mittelmeer Rund 6300 Bootsflüchtlinge im Mittelmeer gerettet

Bei mehreren Einsätzen im Mittelmeer haben europäische Schiffe insgesamt rund 6300 Flüchtlinge gerettet. Die Menschen waren auf dem Weg von Libyen nach Europa. Mindestens zehn Flüchtlinge starben bei der Überfahrt.
Update: 04.05.2015 - 07:31 Uhr 12 Kommentare

Erneut Tausende Flüchtlinge im Mittelmeer gerettet

RomMehr als 6300 Bootsflüchtlinge sind allein an diesem Wochenende von Marine und Küstenwache im Mittelmeer gerettet worden. Das teilten die italienische und die griechische Küstenwache am Sonntag mit. Mindestens zehn Flüchtlinge starben bei der gefährlichen Überfahrt.

Sieben Migranten wurden tot in zwei voll besetzten Schlauchbooten entdeckt, die 45 und 35 Seemeilen (83 und 64 Kilometer) nordöstlich der libyschen Hauptstadt Tripolis in Seenot geraten waren. Drei weitere Flüchtlinge ertranken, als sie ins Meer sprangen, um einen Schlepper zu erreichen, der ihnen zu Hilfe kommen wollte, wie die Nachrichtenagentur Ansa berichtete.

Allein am Samstag wurden nach italienischen Angaben bei 17 Einsätzen 3700 Bootsflüchtlinge gerettet, am Sonntag wurden weitere acht Schlauchboote und fünf Schiffe mit insgesamt mehr als 2100 Menschen entdeckt. Hunderte Gerettete wurden an Bord verschiedener Schiffe Richtung Italien gebracht. Drei Schlepper wurden festgenommen.

Die griechische Küstenwache griff am Wochenende bis zum Sonntagmittag in der Ägäis knapp 530 weitere Migranten auf. Sie kamen auf den Inseln Lesbos, Chios, Farmakonisi, Samos und Kos an, wie die Küstenwache mitteilte. Die meisten Migranten stammten aus Syrien, Somalia und Afghanistan, berichteten örtliche Medien.

Durch die Ägäis führen Routen, über die Schleuserbanden Migranten nach Europa bringen. Die Aufnahmelager in Griechenland sind überfüllt. Die meisten dieser Migranten versuchen, anschließend nach Mitteleuropa zu gelangen. Schleuserbanden machten zurzeit ein „Bombengeschäft“, sagte ein Offizier der Küstenwache der Deutschen Presse-Agentur am Sonntag.

Merkel: „Geld darf bei der Rettung keine Rolle spielen“

Inzwischen beteiligen sich auch Schiffe aus Frankreich und Deutschland an den Such- und Rettungsaktionen im Rahmen der EU-Grenzschutzmission „Triton“. Das französische Patrouillenboot „Commandant Birot“, das sich an der Rettungsaktion der Italiener beteiligte, kam am Samstag nördlich der libyschen Küste drei Flüchtlingsbooten in Seenot zu Hilfe.

Wie die See-Präfektur für das Mittelmeer in Toulon mitteilte, nahm das Kriegsschiff 217 Menschen an Bord. Sie sollten den italienischen Behörden übergeben werden. Am Freitag erreichten auch zwei Schiffe der Deutschen Marine, die ebenfalls bei der Rettungsaktion mithelfen sollen, das Mittelmeer.

Auch das vermutlich schlimmste Flüchtlingsdrama im Mittelmeer mit rund 800 Toten vor zwei Wochen schreckt die Menschen nicht ab, die lebensgefährliche Überfahrt nach Europa zu wagen. Tausende Migranten machen sich derzeit bei gutem Wetter und ruhiger See vor allem von Libyen aus auf den Weg. Bei den Überfahrten in zumeist überfüllten Schiffen kommt es immer wieder zu Unglücken.

Ein italienisches Schiff nimmt Flüchtlinge auf. Quelle: dpa
Mittelmeer

Ein italienisches Schiff nimmt Flüchtlinge auf.

(Foto: dpa)

Nach dem Drama mit Hunderten Toten im April hatten die EU-Staats- und Regierungschefs bei einem Sondergipfel einen Ausbau der Seenotrettung und die Bekämpfung der Schleuser beschlossen. In den ersten vier Monaten dieses Jahres kamen nach Angaben der Internationalen Organisation für Migration (IOM) im Mittelmeer bereits 1780 Flüchtlinge ums Leben.

Italien ist besonders von der Flüchtlingsproblematik betroffen und fordert mehr Hilfe der anderen EU-Staaten. Das Land kann den Ansturm kaum noch bewältigen, die meisten Aufnahmezentren sind überfüllt. 2014 erreichten nach Angaben des UN-Flüchtlingshilfswerks (UNHCR) etwa 170 000 Bootsflüchtlinge Italien. Für 2015 gehen Experten von einer nochmaligen Steigerung dieser Zahl aus.


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12 Kommentare zu "Mittelmeer: Rund 6300 Bootsflüchtlinge im Mittelmeer gerettet "

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  • Unser Militär sollte die europäischen Grenzen verteidigen, und nicht die Invasoren nach Europa befördern. Europa ist ist unser Land, wir, unsere Eltern und Großeltern haben es zu dem lebenswerten Kontinent gemacht, der er heute ist. Es kann nicht geduldet werden, dass Leute gegen den Willen der Europäer, illegal hierherkommen, und dann nicht sofort zurückgeschickt werden. Schützt endlich unsere Grenzen, der jetzige Zustand ist untragbar.

  • Im Jahre 376 standen schon einmal Flüchtlinge an einem großen Gewässer und begehrten Aufnahme in ein großes, wohlhabendes Reich. Die Westgoten waren auf ihrer Flucht vor den Hunnen an die Donau gekommen und wollten im Römischen Reich aufgenommen werden. Das waren echte Flüchtlinge. Die Römer nahmen sie auf.
    Zwei Jahre später begannen die Westgoten zu plündern, denn die Römer konnten diese Menschenmassen nicht versorgen. Ein römisches Heer, das für Ruhe und Ordnung sorgen sollte, wurde bei Adrianopel vollständig vernichtet. 30 Jahre später eroberten und plünderten die Westgoten Rom. So begann vor 1600 Jahren die Völkerwanderung. Die Folgen für das Römische Reich sind bekannt: 476 hörte es auf zu existieren! Europa fiel in die Barbarei zurück.
    Jetzt haben wir wieder eine große Völkerwanderung vor uns! Sicher: Geschichte wiederholt sich nicht eins zu eins, aber vielleicht kann man trotzdem manches aus ihr lernen.
    Ich jedenfalls bin dafür, dass die EU die No-Way-Politik Australiens übernimmt. Oder sind die Australier etwa Nazis?

  • Die Australische Regierung hat kein Problem mehr mit der Illegalen Einwanderung (Invasion), diese schicken die Boote zurück.

    Genau diesen Weg müßen wir auch beschreiten. In unseren Fall bestehen wir auf die Einhaltung des Schengener Abkommen und schicken die Illegalen zurück nach Italien.

    Italien sollte dies im eigenen Interesse nach Afrika zurückschicken.

    Solange wie aber abgelehnte Asylbewerber (z. b. Polen) und ehemalige Bürgerkriegsflüchtlinge (z.b. Jugoslawien, Sri Lanka) weiter bei uns dulden werden weiter Illegale nachströmen.

    Die Rückführung in ihre Heimatländer ist ein integraler Bestandteil unseres Asylrechts.

    Einen besonderen Augenmerk sollten wir auf die Armutseinwanderung innerhalb der EU aber werfen.

    Die sogenannte "Freizügigkeit" innerhalb der EU führt zu einer Masseneinwanderung (Bulgaren, Polen, Tschechen, Rumänien etc.) und zu einer Destabilisierung unseres Landes.

    Bei dieser Masseneinwanderung gewinnt kein Land!

  • "Grundsätzlich ist es Menschenpflicht Menschen aus Seenot zu retten. Sinnvoll ist es jedoch die Menschen zurück nach Afrika zu bringen. Afrika ist ein reicher Kontinent mit fruchtbaren Böden und reichen Rohstoffvorkommen."

    Das stimmt, nur vermögen die Einwohner diesen Reichtum nicht zu nutzen. Der Hauptgrund ist wohl zerebral und beruht auf verbreitetem Inzest. Das ist eine Tatsache, doch sie wird totgeschwiegen bzw. geleugnet.

    Und wenn diese Menschen massenhaft in unsere Land einströmen, bekommen sie auch hier nichts auf die Reihe. Und das schafft immenses Konfliktpotenzial.

  • Flüchtlinge "gerettet"? Reden wir doch einmal Klartext: Im Grunde ist das eine andere besondere Form der Erpressung, was die Flüchtlinge spielen, mit sich selbst als Geisel, sozusagen.

    Wer rettet Europa und insbesondere Deutschland vor dieser Masseninvasion, die unsere Existenz bedroht?

  • Und es kommen täglich mehr hierher.
    Bin gespannt wann hier die Gewalt ausbricht: Wenn die ihre Interessen einfordern wollen, wir unsere behalten wollen und die linken Soziopathen Amok laufen.

  • Die sollen nur alle kommen, so viele wie möglich, wir brauchen jeden einzelnen dieser Facharbeiter.
    Unsere Wirtschaftsbosse warten bereits sehnsüchtig auf diese Menschen, und unsere Flüchtlnigsindustrie erst, hier wollen Rechtsanwälte, Psychologen, Sozialarbeiter und andere Menschenversteher beschäftigt sein. Z.B. bei den "Grünen/innen" kann man für 1,90 Euro pro Std. als Praktikant arbeiten.
    Noch ein halbes Jahr und die Stimmung wird endlich umschlagen, einigen in der SPD ist das jetzt schon nicht mehr so ganz geheuer .
    Und der Deutsche der ja so Reich ist weil er täglich arbeiten geht wird weiter wie Schlachtvieh ausgenommen.
    Wir sollten uns auf was gefaßt machen, heute leben in Afrika 1,2 Milliarden Menschen, 2030 wird sich die Zahl verdoppelt haben. Da kann sich jeder ausrechnen was hier passiert.

  • Ich hoffe, die Personalabteilungen haben schon ihre Vertreter entsandt um die Flüchtlinge zu screenen und die Fachkräfte unter Vertrag zu nehmen..

  • Nicht nur dass diese Menschen sich auf eine gefährliche Reise begeben, es ist schlichtweg unmöglich für Europa und auch Deutschland diese Massen aufzunehmen.
    1. Wo sollen diese Menschen alle hin?
    2. Warum sollen unsere Länder in Mitleidenschaft gezogen werden? Wir bezahlen immerhin für diese Leute. Ganz zu schweigen, dass diese Menschen einfach komplett andere Wertvorstellungen haben und die Kultur hier nicht reinpasst.
    Aber, oh Gott, wir müssen ja alles aufnehmen und "integrieren". Klappt ja gut bisher.
    Natürlich soll diesen Menschen geholfen werden. Aber nicht so.

  • Dadurch dass man die Geretteten in die europäischen Sozialhilfesysteme aufnimmt sorgen die grausamen, linken Schlechtmenschen dafür, dass sich bald noch mehr Menschen in Gefahr begeben.

    Man hat die Geretteten "Flüchtlinge" nach Italien gebracht von wo aus diese dann nach D, oder in die Schweiz weiterreisen können und sich dort in die Sozialhilfesysteme integrieren können. Irgendwann werden diese Menschen dann nach Hause skypen, mailen, oder eine Urlaubsreise in die Heimat machen wo Sie dann stolz von den Sozialhilfesätzen und ihren Statussymbolen berichten können. Da von den mit steigender Tendenz gut 1 Mrd. Einwohnern Afrikas nur die Wenigsten nominale Einkommen oberhalb der europäischen Sozialhilfesätze erzielen (laufkraftmässig sieht es teils anders aus), werden sich viele weitere Menschen auf die gefährliche "Flucht" begeben.

    Grundsätzlich ist es Menschenpflicht Menschen aus Seenot zu retten. Sinnvoll ist es jedoch die Menschen zurück nach Afrika zu bringen. Afrika ist ein reicher Kontinent mit fruchtbaren Böden und reichen Rohstoffvorkommen.

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