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Nach Brand Hubschrauber halten Kontakt zu „Costa Allegra“

Kein Strom, keine Klimaanlage bei tropischer Hitze: Nach einem Brand an Bord wird die Kreuzfahrt auf der „Costa Allegra“ für die Passagiere zum Horrortrip. Das Schiff ist manövrierunfähig und wird jetzt abgeschleppt.
28.02.2012 Update: 28.02.2012 - 22:17 Uhr Kommentieren

Havariertes Kreuzfahrtschiff wird abgeschleppt

Rom/Hamburg Aus der Traumreise im Indischen Ozean ist eine Abschlepptour ohne Strom durch Piratengebiet geworden. Hubschrauber versorgen das Kreuzfahrtschiff „Costa Allegra“ nach seiner Havarie im Pazifik mit Hilfsmitteln, wie ein deutscher Vertreter der Reederei Costa Crociere am Dienstagabend sagte. Das Schiff werde nun zu den Seychellen geschleppt, wo es am Donnerstagmorgen mit zweitägiger Verspätung eintreffen solle.

Die Havarie der „Costa Allegra“ trifft erneut ein Kreuzfahrtschiff jener italienischen Reederei, der auch das Unglücksschiff „Costa Concordia“ gehört. Das Feuer im Maschinenraum der „Costa Allegra“ hat auf dem Weg von Madagaskar zu den Seychellen am Montag zwar niemanden verletzt. Die mehr als 1000 Menschen fuhren anschleißend aber ohne Klimaanlage und funktionierende Stromversorgung durch die Tropen. Ihre 26-Tage-Seereise sollte von Mauritius über Madagaskar durch den Suezkanal bis Savona in Italien führen. Nun endet sie auf den Seychellen, von wo die Urlauber umgehend heimfliegen sollen.

Ein französischer Hochsee-Fischtrawler und zwei Schlepper sollen die manövrierunfähige „Costa Allegra“ zur Seychellen-Hauptinsel Mahé im Indischen Ozean ziehen. Die Schlepper hätten das italienische Schiff erreicht und könnten es nun rascher dorthin bringen, teilte die Genueser Reederei Costa Crociere mit. Von den 1049 Menschen an Bord sind 636 Passagiere aus 25 Ländern. Dabei sind 38 Deutsche, 90 Schweizer, 97 Österreicher, 127 Franzosen und 135 Italiener.

Nach einem Bericht der österreichischen Nachrichtenagentur APA hat die Staatsanwaltschaft der italienischen Hafenstadt Genua inzwischen Ermittlungen eingeleitet, um die Ursachen des Brandes im Maschinenraum zu klären. Der Kapitän der „Costa Allegra“ hatte ausgeschlossen, dass der Brand mutwillig gelegt worden sein könnte.

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    Der italienische Konsumentenschutzverband Codacons will nun von der Reederei eine Entschädigung für die Passagiere. Die Reisenden hätten wegen des Brandes aufgrund von Angst und Stress erheblichen Schaden erlitten.

    Auf dem Weg in den Hafen: Die „Costa Allegra“. Quelle: dapd

    Auf dem Weg in den Hafen: Die „Costa Allegra“.

    (Foto: dapd)

    Ursprünglich sollte die nach einem Feuer im Maschinenraum fahruntüchtige „Costa Allegra“ zu der näher gelegenen Insel Desroches geschleppt werden. Eine Überprüfung habe jedoch ergeben, dass die dortigen Sicherheitsbedingungen für das Anlegen und die Ausschiffung nicht gegeben seien. Auch reichten die Unterkünfte auf der Insel nicht aus, erklärte die Reederei.

    Unterdessen wird für die Menschen an Bord gesorgt: Helikopter bringen Nahrung, Taschenlampen und andere notwendige Ausrüstung für die „Costa Allegra“. Die Wetterbedingungen seien gut. „Nachts wird es für die Passagiere am besten sein, draußen auf dem Deck zu bleiben“, riet Giorgio Moretti von der Reederei den Passagieren. Denn vor den Seychellen sind bis zu 30 Grad Hitze angesagt.

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