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Nach dem Unglück Chilenische Bergleute wollen den Staat verklagen

Die wochenlang in einer chilenischen Mine verschütteten Bergleute wollen die Regierung wegen mangelnder Sicherheitskontrollen verklagen. In der Mine soll es auch früher schon Unfälle gegeben haben.
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Eindrücke von der Rettung: Wegen mangelnder Kontrollen wollen die chilenischen Bergarbeiter die Regierung verklagen. Quelle: dpa/picture alliance

Eindrücke von der Rettung: Wegen mangelnder Kontrollen wollen die chilenischen Bergarbeiter die Regierung verklagen.

(Foto: dpa/picture alliance)

Santiago de Chile „Wir wollen, dass das, was wir in dieser Mine erdulden mussten, anerkannt wird“, sagte Bergarbeiter Luis Urzúa vor Journalisten. An der Klage beteiligen sich 31 der im vergangenen Jahr verschütteten 33 Kumpel.

Der Anwalt der Bergleute reichte am Freitag Klage beim zuständigen Gericht in Santiago ein. Er fordert vom chilenischen Staat eine Entschädigung von 540.000 Dollar (380.000 Euro) für jeden der 31 Minenarbeiter, wie die Nachrichtenagentur AFP aus Justizkreisen erfuhr.

Die Bergleute werfen der staatlichen Geologie- und Minenbehörde vor, die Sicherheitsvorschriften in der Mine vor dem Unglück nicht überprüft zu haben. Der Bergarbeiter Claudio Yañez sagte dem Sender CNN Chile, es habe bereits zuvor Unfälle in der Grube gegeben, und diese sei bereits einmal geschlossen worden. In den Jahren 2005 und 2007 habe es zudem zwei Todesfälle in der Mine gegeben.

Die 33 Bergarbeiter waren am 5. August 2010 nach dem Einsturz eines Stollens unter Tage eingeschlossen worden und hatten bis zu ihrer Rettung 69 Tage lang in rund 700 Metern Tiefe ausgeharrt. Die Rettung der Bergmänner am 13. Oktober aus der Mine San José nahe Copiapó hatten weltweit Millionen Menschen am Bildschirm verfolgt.

 

  • afp
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