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Nesthocker meist männlich Frauen ziehen früher zuhause aus als Männer

Viele Jugendliche träumen schon früh von der ersten eigenen Bude. Die Lage auf dem Wohnungsmarkt und das bequeme Leben im „Hotel Mama“ verzögern den Auszug dann aber doch häufig – besonders bei jungen Männern.
29.03.2016 - 17:28 Uhr
Studienanfänger Timo betrachtet die Wohnungsanzeigen am Schwarzen Brett in der Mensa der Ludwig-Maximilians-Universität in München. Quelle: dpa
Der Traum der ersten eigenen Wohnung

Studienanfänger Timo betrachtet die Wohnungsanzeigen am Schwarzen Brett in der Mensa der Ludwig-Maximilians-Universität in München.

(Foto: dpa)

Wiesbaden Mädchen ziehen in Deutschland früher zu Hause aus als Jungen. Gut jede dritte 23-Jährige lebt noch bei ihren Eltern, bei den gleichaltrigen Männern ist es mehr als jeder Zweite. Zwei Jahre später wohnt nur noch jede fünfte junge Frau zu Hause, von den 25 Jahre alten Männern ist es noch gut jeder Dritte. Das berichtete das Statistische Bundesamt am Dienstag in Wiesbaden für das Jahr 2014. Grundlage ist eine jährliche Haushaltsbefragung.

„Seit Mitte der 1990er Jahre ist der Anteil der 25-Jährigen, welche noch im Elternhaus leben, deutschlandweit stabil“, stellen die Statistiker fest. Bei den Männern sei der Anteil allerdings leicht rückläufig – möglicherweise wegen kürzerer Ausbildungszeiten.

Mit 30 Jahren wohnten noch zwölf Prozent der Männer als ledige Kinder bei ihren Eltern – und mit 40 Jahren noch immer vier Prozent. Von den 30 Jahre alten Frauen waren noch fünf Prozent im elterlichen Haushalt gemeldet. Mit 40 Jahren lebt nur noch ein Prozent der Frauen bei den Eltern.

In den vergangenen 40 Jahren hat sich jedoch viel verändert: Nimmt man beide Geschlechter zusammen, so lebten 2014 knapp vier von zehn 25-Jährigen (38 Prozent) bei ihren Eltern. 1972 waren es in den alten Bundesländern einschließlich West-Berlin in dieser Altersgruppe nur zwei von zehn. Damals seien die Ausbildungszeiten kürzer gewesen, sagen die Statistiker als Erklärung.

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