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Neu-Eröffnung Der vielleicht erdbebensicherste Bahnhof der Welt

Nach fünf Jahren Renovierung wird der denkmalgeschützte Bahnhof Tokio heute neu eingeweiht. Was viele Besucher nicht wissen: Trotz seines Alters ist das Gebäude bei Erdbeben so sicher wie kaum ein anderer Ort in Japan.
01.10.2012 - 13:55 Uhr Kommentieren
Die Grundsubstanz stammt noch aus dem Jahr 1914. Nun wurde der Tokioter Bahnhof gründlich renoviert. Quelle: dpa

Die Grundsubstanz stammt noch aus dem Jahr 1914. Nun wurde der Tokioter Bahnhof gründlich renoviert.

(Foto: dpa)

Tokio Tokio hat sein Juwel wieder: den Hauptbahnhof Tokio im Zentrum der Stadt. Runderneuert nach fünfjährigen Bauarbeiten kann Japans Kaiser vom Haupttor seines Palasts nicht mehr nur Gerüste, sondern wie bei seiner Erbauung im Jahr 1914 die glänzenden Kupferkuppeln des Bahnhofs sehen. Auch innen wurde der alte Glanz und Gloria wieder restauriert. Am 3. Oktober eröffnet dann das Bahnhofshotel neu, Stuck, Kronleuchter und Dampfbahnlook inklusive.

Das Spektakel war den Bauherren, der Bahngesellschaft JR East, im September sogar eine hochmoderne 3-D-Lasershow wert. Eisenbahnen dampften über die Fassade. Doch von Außen wie von innen sieht man dem fast 100 Jahre alten und 350 Meter langen roten Backsteingemäuer nicht an, dass es sich um einen Meilenstein modernster Bautechnik handelt. Noch nie zuvor wurde ein so großes Gebäude nachträglich erdbebensicherer gemacht. Wahrscheinlich handelt es sich sogar um eines der erdbebensichersten Gebäude von Japans ohnehin sehr erdbebensicher gebauten Hauptstadt Tokio.

In jahrelanger Wühlarbeit wurde das Fundament untergraben, von mit Untergeschossen aus Beton versehen und auf 350 Isolatoren aus Bleikernen, Gummi und Stahl gestellt. Zusätzlich werden 160 Öldämpfer eingesetzt, um die seitlichen Bewegungen des Gebäudes auf unter 25 Zentimeter zu beschränken. Sonst droht das denkmalgeschützte Gemäuer bei einem starken Beben mit den Gleisanlagen zusammenzukrachen.

Die Bahngesellschaft JR East hat sich den Erdbebenschutz viel kosten lassen. Von der runden halben Milliarde Euro, die die Neuentwicklung der Bahnhofsgegend verschlungen hat, sind nach Aussagen von JR-Ingenieuren etwa sechs Prozent auf den Erdbebenschutz entfallen. Bei einem normalen Haus sind es gerade zwei Prozent.

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    Der Effekt soll sich bei Mega-Beben sehen lassen können. Der Bahnhof hat zwar dank seiner Stahlgerüststruktur selbst das Mega-Erdbeben von 1923 überlebt, dessen Magnitude im Epizentrum auf 7,9 auf der nach oben offenen Richterskala geschätzt wird. Aber er war beschädigt.

    Auch starken Erdbeben soll der Bau standhalten
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