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Öko-Test warnt vor Limonade „Viel zu viel Zucker“ in Erfrischungsgetränken

Fassbrause, Melonenlimo oder Apfelschorle: Erfrischungsgetränke aus dem Handel boomen. Als Durstlöscher eignen sie sich aber nicht, stellt Öko-Test fest. Welche Limonade den Zuckerschock bringt, und was die Tester raten.
11.07.2017 Update: 13.07.2017 - 09:45 Uhr 1 Kommentar
Fassbrause ist eine beliebte Variante der trendigen, aber zuckerhaltigen Erfrischungsgetränke. Es kommen immer wieder neue Sorten auf den Markt. Quelle: obs
Fassbrause

Fassbrause ist eine beliebte Variante der trendigen, aber zuckerhaltigen Erfrischungsgetränke. Es kommen immer wieder neue Sorten auf den Markt.

(Foto: obs)

Düsseldorf Die Werbung wirkt großartig, führt aber in die Irre. „Ein Sprung ins kühle Nass bei hochsommerlichen Temperaturen ist pure Erfrischung.“ Genau dies soll das Motiv von Gaffels Fassbrause vermitteln. Geweckt wird so die Lust auf ein Getränk, das bei sommerlichen Temperaturen den schnellen Durst löschen soll.

Weit gefehlt, stellt die Zeitschrift Öko-Test in ihrer Juli-Ausgabe fest. „Als Durstlöscher sind trendige Erfrischungsgetränke wie Gurkenlimos, Fassbrausen mit Mangogeschmack und Estragon-Ingwer-Mischungen nicht geeignet.“ Der Grund: Sie enthalten „oft viel zu viel Zucker“. Und dieser Süßstoff macht nicht nur dick, sondern auch krank.

Was ist zu viel? Die Maßstäbe dafür liefert die Weltgesundheitsorganisation WHO. Erwachsene sollten pro Tag nur bis zu 25 Gramm Zucker zu sich nehmen, Kinder natürlich weniger. Die empfohlene Menge entspricht umgerechnet acht Würfeln. Da Zucker ohnehin in den meisten Lebensmitteln verarbeitet ist, erreicht fast jeder auch ohne Limo schnell den Richtwert.

So wirbt der Getränkehersteller Gaffel für seine Fassbrause. Zucker ist da kein Thema.
Werbung von Gaffel

So wirbt der Getränkehersteller Gaffel für seine Fassbrause. Zucker ist da kein Thema.

Mit einer 0,33 Flasche Fassbrause geht das sogar rasend schnell. Am Beispiel der Gaffel-Brause: 6,3 Gramm Zucker sind laut Herstellerangaben in 100 Millilitern der Zitronenvariante. Das macht also 20,8 Gramm (oder fast sieben Würfelstücke) Zucker für eine einzige Portion der angeblich so reinen Erfrischung. Kein Einzelfall in der Branche, sondern die Regel.

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    Der Zuckergehalt (umgerechnet auf 0,1 Liter) beträgt bei den meisten Limo-Varianten zwischen 4,5 und 10 Gramm. Eine kleine Flasche der so klangvollen „Fritz Limo Melonenlimonade“ kommt damit umgerechnet auf 33 Gramm pro Portion, also 11 Stücke Zucker. Nicht wesentlich besser schneiden jedoch scheinbar gesündere Varianten ab.

    Selbst in der „Christinen Apfel-Himbeer-Granatapfel Activ-Schorle“ stecken noch 4,3 Gramm Zucker pro 0,1 Liter. Und wer trinkt davon nur ein Mini-Glas? Die Empfehlung von Experten lautet daher ganz klar: „Zuckergesüßte Getränke sollten generell nur in geringen Mengen getrunken werden“, sagt die Ernährungswissenschaftlerin Silke Restemeyer von der Deutschen Gesellschaft für Ernährung (DGE).

    Die Tipps der Limo-Tester
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    1 Kommentar zu "Öko-Test warnt vor Limonade: „Viel zu viel Zucker“ in Erfrischungsgetränken"

    Das Kommentieren dieses Artikels wurde deaktiviert.

    • Nicht nur in Erfrischungsgetränken. In vielen vorkonfektionierten Lebensmitteln ist viel zu viel Zucker.

      Zucker dürfte die Droge in Deutschland sein, die die höchsten gesellschaftlichen Kosten verursacht. Und sie ist völlig legal.
      Da sind wir der Zuckerlobby aber so richtig auf den Leim gegangen, die völlig legal schon Säuglinge mit Süßgetränken anfixt; ach nein, das machen ja die "mündigen Mütter", die mit Zucker versetzte Produkte kaufen und sie dem Sprösslingen einflößen.

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