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Opfer hielt Handy in der Hand, keine Pistole Polizei schoss Schwarzen in den Rücken

Sie sagen, es war Notwehr. Aber sie haben ihn mit sechs Schüssen in den Rücken getötet. Polizisten stehen unter Rechtfertigungsdruck.
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D Pathologe Dr. Bennet Omalu zeigt auf einem Digramm wo der 22-jährige und unbewaffnete Stephon Clark von den Polizeikugeln getroffen wurden. Von acht Kugeln gingen sechs in den Rücken. Quelle: AP
Der Autospiebericht

D Pathologe Dr. Bennet Omalu zeigt auf einem Digramm wo der 22-jährige und unbewaffnete Stephon Clark von den Polizeikugeln getroffen wurden. Von acht Kugeln gingen sechs in den Rücken.

(Foto: AP)

SacramentoUS-Polizisten haben einen unbewaffneten Schwarzen laut einem Autopsiebericht von hinten erschossen. Der 22-jährige Stephon Clark sei acht Mal getroffen worden, sechs Mal in den Rücken, einmal in den Nacken und einmal in den Oberschenkel, erklärte der von Clarks Familie beauftragte Gerichtsmediziner Bennet Omalu am Freitag. Das Ergebnis seiner Autopsie widerspricht der Darstellung der Polizei, wonach der 22-Jährige auf die Polizisten zukam, als sie ihn erschossen.

Seit dem Tod Clarks am 18. März war es in seiner Heimatstadt Sacramento in Kalifornien täglich zu Protesten aufgebrachter Bürger gekommen, die aber friedlich blieben. Bereits seit Jahren beklagen schwarze Aktivisten in den USA, dass weiße Polizisten bei afroamerikanischen Verdächtigen besonders schnell das Feuer eröffneten. Schlagzeilen gemacht hatte unter anderem der Tod des schwarzen Jugendlichen Michael Brown, der in dessen Heimatstadt Ferguson 2014 zu Unruhen führte und eine landesweite Protestbewegung auslöste.

Der in dem Fall Clark beauftragte Rechtsmediziner Omalu ist in den USA unter anderem deshalb bekannt, weil er auf traumatische Kopfverletzungen von Football-Spielern hingewiesen hatte, die die NFL zu neuen Sicherheitsrichtlinien veranlassten.

Er sagte bei einer Pressekonferenz mit der Familie, es habe zehn Minuten gedauert, bis Clark gestorben sei. Die Polizisten hatten gewartet, bis sie sich ihm näherten, weil sie fürchteten, er sei noch am Leben und bewaffnet. Die mutmaßliche Pistole in seiner Hand stellte sich dann aber als Handy heraus.

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