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Pamplona Stier nimmt Australier auf die Hörner

Es wird bezeichnet als größte Mutprobe der Welt oder als lebensgefährlicher Leichtsinn, was sich einmal mehr bewahrheitete: Ein 24-jähriger Australier ist bei der Stierhatz in Pamplona schwer verletzt worden.
08.07.2011 - 12:13 Uhr 2 Kommentare
Zwischen Machotum, Tierquälerei und gutem Geschäft
Runners lead a Torrestrella ranch bull during the first bull run of the San Fermin Festival in Pamplona
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"Achtung, hinter Dir!": Die traditionelle Stierhatz im nordspanischen Pamplona ist eröffnet.

(Foto: Reuters)
First bullrun of 2011 Sanfermines Fiesta in Pamplona
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Eine der berühmtesten Mutproben der Welt: Seit 400 Jahren werden anlässlich des Sanfermin-Festivals vom 6. bis zum 14. Juli jeden Morgen um Punkt acht Uhr sechs Kampfstiere begleitet durch mehrere zahme Leitochsen durch die engen Gassen der Altstadt zur Stierkampfarena getrieben.

(Foto: dpa)
APTOPIX Spain Running Of The Bulls
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Bulle in der Boxengasse: Eine große Menschenmenge schaut zu, aber einige tausend besonders waghalsige oder leichtsinnige Männer springen über die Absperrungen, um sich mit den donnernden Bullen ein riskantes Wettrennen zu liefern. Das sie allerdings kaum gewinnen können: Die Tiere rennen mit mehr als 25 km/h Geschwindigkeit durch die engen Gassen.

(Foto: dapd)
A reveller falls next to a steer during the first bull run of the famous running of the bulls San Fermin festival in Pamplona
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Machotum pur: Die Männer wollen so demonstrieren, dass sie "cojones" haben – gelinde gesagt eine vulgäre Umschreibung für mutmaßlich mutiges Verhalten.

Als einzige „Waffe“, um die Bullen von sich fernzuhalten, ist übrigens eine zusammengerollte Zeitung erlaubt.

(Foto: Reuters)
Spain Running of the Bulls
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Weltruhm durch Literatur: Schriftsteller Ernest Hemingway hat die Stierhatz in seinem Roman "Fiesta" weltberühmt gemacht. Seitdem reisen jedes Jahr Tausende von Fans, "Aficionados" genannt , nach Pamplona, um sich der Herausforderung zu stellen.

(Foto: dapd)
Runners lead Torrestrella ranch bulls during the first bull run of the San Fermin Festival in Pamplona
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Nichts geht mehr: Der Stierlauf heißt auch encierro, Einschluss, weil die Straßen mit Holzbarrieren abgeriegelt werden.

(Foto: Reuters)
A runner falls next to a Torrestrella ranch bull during the first bull run of the San Fermin Festival in Pamplona
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Erst in Deckung, dann ins Krankenhaus: Bei der ersten Stierhatz sind am Donnerstagmorgen vier Menschen leicht verletzt worden. Nach Krankenhausangaben zogen sich die Männer Verletzungen an Brust, Kiefer und Nase zu.

(Foto: Reuters)

Pamplona Der junge Mann wurde nach Krankenhausangaben in der Arena am rechten Oberschenkel aufgespießt und musste operiert werden. Sein Leben sei nicht in Gefahr. Auch ein 21-jähriger Amerikaner wurde durch einen Hornstoß am Bein verletzt. Insgesamt wurden acht Läufer verletzt. Die meisten erlitten Prellungen in Brust und Gesicht.

Es war der zweite Tag des traditionellen Stiertreibens in der nordspanischen Stadt. Die morgendliche Stierhatz dauerte drei Minuten und zehn Sekunden. In das Rennen am Freitag wurden zwölf Stiere geschickt, die als besonders schnell gelten und dazu neigen, Menschen auf die Hörner zu nehmen.

Der Australier provozierte einen 550 Kilogramm schweren Stier zum Ende des Rennens aus nächster Nähe, rutschte dabei aus und stürzte. Der Stier durchbohrte mit einem seiner Hörner ein Bein des 24-Jährigen und traf eine Vene, wie es in einer Presseerklärung des San-Fermin-Festivals hieß.

Ein 23-jähriger Italiener, dessen Freund zu den Verletzten gehörte, die im Krankenhaus behandelt werden mussten, sagte nach seiner ersten Stierhatz-Erfahrung: „Wir wussten, dass es gefährlich ist, aber nicht so sehr“. Für den jungen Römer und seine Freunde, die das Spektakel erstmals miterlebten, ist der Spaß vorbei. „Wir reisen übermorgen ab und werden nächstes Jahr bestimmt nicht zurückkehren. Einmal im Leben reicht!“

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    Bis zum 14. Juli werden täglich um acht Uhr sechs Kampfstiere und mehrere zahme Leitochsen durch die Gassen der Altstadt bis in die Arena gejagt, wo sie abends von Toreros getötet werden. Hunderte Männer, die „mozos“, rennen auf der 825 Meter langen Strecke vor den Tieren her.

    Als einzige „Waffe“, um die Bullen von sich fernzuhalten, ist eine zusammengerollte Zeitung erlaubt. Die Hatz („encierro“) war durch Ernest Hemingways Roman „Fiesta“ (1926) weltbekannt geworden. Seit Beginn der Aufzeichnungen im Jahr 1924 kamen 15 Läufer ums Leben, zuletzt 2009 ein 27-jähriger Spanier.

    • dpa
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    2 Kommentare zu "Pamplona: Stier nimmt Australier auf die Hörner"

    Das Kommentieren dieses Artikels wurde deaktiviert.

    • Ich bin uneingeschrenkt für Trditionen, aber gegen Tierquälereien jeglicher Art.

    • ...tja, geschieht ihm ganz recht!

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