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Pariser Kripo 50 Kilo Kokain verschollen

Die Pariser Kriminalpolizei hat ein Drogenproblem: 50 Kilogramm Kokain sind aus dem Rauschgiftdezernat verschwunden. Die Ermittler schließen einen Diebstahl im Drogendezernat nicht aus.
01.08.2014 - 13:18 Uhr Kommentieren
Ein Zollbeamter präsentiert sichergestelltes Kokain auf einer Pressekonferenz des Zollfahndungsamts in Hamburg: Der Pariser Polizei wurde Kokain entwendet. Quelle: dpa

Ein Zollbeamter präsentiert sichergestelltes Kokain auf einer Pressekonferenz des Zollfahndungsamts in Hamburg: Der Pariser Polizei wurde Kokain entwendet.

(Foto: dpa)

Paris Bei der Kriminalpolizei in Paris herrscht helle Aufregung: Mehr als 50 Kilogramm Kokain sind aus einem besonders gesicherten Raum des Rauschgiftdezernats verschwunden, wie es am Freitag aus Ermittlerkreisen in Paris hieß. Das Kokain, das Anfang Juli beschlagnahmt worden war und dessen Wiederverkaufswert auf zwei bis drei Millionen Euro geschätzt wird, könnte demnach gestohlen worden sein.

Am Sitz der Kriminalpolizei – berühmt durch die Fälle des Film-Kommissars Maigret – fanden am Donnerstagabend Durchsuchungen mithilfe von Drogenspürhunden statt. Die Befragungen wurden am Freitagmorgen fortgesetzt. Bei den Ermittlungen würden „alle Hypothesen“ in Betracht gezogen, hieß es. Ein Diebstahl wäre demnach für die Kriminalpolizei eine „noch nie dagewesene“, äußerst heikle Angelegenheit.

Das Kokain war zuletzt am 23. Juli gesehen worden, sein Verschwinden wurde am Donnerstag festgestellt. Neben der Staatsanwaltschaft ermittelt auch die interne Polizeiaufsicht. Die Polizeipräfektur kündigte „sehr harte Strafen“ an, sollte das Gesetz gebrochen worden sein.

Das legendäre Polizeirevier am Quai des Orfèvres 36 war erst im April durch einen Skandal erschüttert worden. Vier Polizisten wurden damals wegen des Verdachts festgenommen, auf dem Revier eine 34-jährige Kanadierin vergewaltigt zu haben. Gegen zwei Polizisten wurde ein Ermittlungsverfahren eingeleitet. Einer von ihnen räumte eine sexuelle Beziehung mit der Frau ein, versicherte aber, diese sie einvernehmlich gewesen.

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