Benachrichtigung aktivieren Dürfen wir Sie in Ihrem Browser über die wichtigsten Nachrichten des Handelsblatts informieren? Sie erhalten 2-5 Meldungen pro Tag.
Fast geschafft Erlauben Sie handelsblatt.com Ihnen Benachrichtigungen zu schicken. Dies können Sie in der Meldung Ihres Browsers bestätigen.
Benachrichtigungen erfolgreich aktiviert Wir halten Sie ab sofort über die wichtigsten Nachrichten des Handelsblatts auf dem Laufenden. Sie erhalten 2-5 Meldungen pro Tag.
Jetzt Aktivieren
Nein, danke

Reich mit Marihuana Vom Cannabis-Händler zum Drogenbaron

Seit der Marihuana-Handel in einigen US-Staaten legalisiert wurde, boomt die Branche. Der Dope-Handel ist zu einem Millionengeschäft geworden. Wer allerdings Pot-Baron werden möchte, muss sich beeilen.
Kommentieren
Chico Benjamin Suarez kontrolliert in Denver im US-Bundesstaat Colorado legal angebaute Marihuana-Pflanzen. Seit Marihuana im US-Bundesstaat Colorado legalisiert wurde, brummt dort das Geschäft mit dem «Gras». Quelle: dpa

Chico Benjamin Suarez kontrolliert in Denver im US-Bundesstaat Colorado legal angebaute Marihuana-Pflanzen. Seit Marihuana im US-Bundesstaat Colorado legalisiert wurde, brummt dort das Geschäft mit dem «Gras».

(Foto: dpa)

New YorkAm Anfang war eine Annonce. „Die Cannabis-Industrie sucht Mitarbeiter – werde ein Freiheitskämpfer und verdiene 50.000 bis 100.000 Dollar im Jahr.“ So war es im November 2007 im Anzeigenteil des „East Bay Express“ zu lesen.

Richard Lee flankierte mit der provokanten Stellenausschreibung in dem kalifornischen Wochenblatt die Gründung der Oaksterdam University, der ersten US-Hochschule für Geschäfte mit Marihuana. Außerdem wollte er ein Zeichen für die Legalisierung der Droge setzen. Wie sehr Lee der Zeit voraus war, sollte sich noch zeigen.

Sieben Jahre später ist das Cannabis College in Oakland Symbol einer Boom-Branche: Aus einem kleinen Klassenraum in einer Ladenzeile wurde ein Uni-Campus mit angeschlossenem Museum, Hanf-Labor und drei weiteren Filialen in den USA.

Neben Gras-Anbau und Kochen mit Cannabis wird dort auch vermittelt, wie der Handel mit Marihuana funktioniert – unter anderem, welche Rechtsrisiken es gibt. Einen offiziell anerkannten Abschluss kann Oaksterdam zwar nicht bieten, trotzdem ist das Abschlusszertifikat gefragt wie nie.

Kein Wunder: Die Nachhilfe können in Amerika derzeit mehr Menschen denn je gebrauchen – in 23 von 50 US-Bundesstaaten ist der Handel mit Marihuana mittlerweile erlaubt. Wenngleich die Droge meist nur zu medizinischen Zwecken zugelassen wird, ist ein großer Markt rund um das Geschäft mit Cannabis entstanden.

Branchenexperten gehen davon aus, dass der Umsatz mit legalen Verkäufen 2014 auf umgerechnet fast zwei Milliarden Euro ansteigen und in den nächsten Jahren weiter massiv wachsen wird. Das lockt immer mehr Glücksritter an.

Die wichtigsten Neuigkeiten jeden Morgen in Ihrem Posteingang.
Banken wollen mit Marihuana-Geschäft nichts zu tun haben
Seite 12Alles auf einer Seite anzeigen

0 Kommentare zu "Reich mit Marihuana: Vom Cannabis-Händler zum Drogenbaron"

Das Kommentieren dieses Artikels wurde deaktiviert.