„Report Mainz“ Auch Aldi und VW profitierten von DDR-Zwangsarbeit
Akten in der Stasi-Unterlagen-Behörde: Eine Untersuchung der BStU hat nun herausgefunden, dass mehr westdeutsche Firmen als bislang gedacht von Zwangsarbeit in der DDR profitierten.
Mainz Nicht nur Ikea, auch Aldi oder Volkswagen haben einem Fernsehbericht zufolge von Zwangsarbeit in der DDR profitiert. Zahlreiche Firmen aus der Bundesrepublik ließen Waren oder Warenbestandteile vor allem während der Ära Honecker in den 70er und 80er Jahren billig in DDR-Betrieben produzieren, die auch Häftlinge beschäftigten, berichtete „Report Mainz“ am Dienstag vorab der Sendung, die am Abend ausgestrahlt werden sollte. Das ARD-Magazin beruft sich auf eine noch unveröffentlichte Studie der Stasi-Unterlagen-Behörde.
Der Bundesbeauftragte für Stasi-Unterlagen, Roland Jahn, sagte dem Magazin, es seien viel mehr Unternehmen involviert als bislang bekannt: „Das Forschungsprojekt hat gezeigt: Ikea war nur die Spitze des Eisbergs.“ Das Unternehmen aus Schweden hatte im November eingeräumt, dass in der DDR politische Häftlinge und Strafgefangene unter Zwang Möbel für den Konzern fertigen mussten.
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