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Rio de Janeiro Samba, Sonne, Karneval

Der Schock saß tief, als ein Feuer mehrere Karnevalswerkstätten Rio de Janeiros zerstörte. Doch am Zuckerhut lassen sich die Narren nicht kleinkriegen und tanzen, was das Sambódromo hergibt - prominente Stars inklusive.
04.03.2011 - 12:35 Uhr Kommentieren
Heiße Rhythmen unter dem Zuckerhut: Der Höhepunkt des Straßenkarnevals in Rio de Janeiro ist traditionell der Wettkampf der Sambaschulen. Quelle: dpa

Heiße Rhythmen unter dem Zuckerhut: Der Höhepunkt des Straßenkarnevals in Rio de Janeiro ist traditionell der Wettkampf der Sambaschulen.

(Foto: dpa)

Rio de Janeiro „Wie Phönix aus der Asche sind wir auferstanden“, sagt der Chef der Sambaschule „Grande Rio“, Tavinho Novello. Sie war am schlimmsten von dem Feuer getroffen worden, das vor vier Wochen mehrere Karnevalswerkstätten in Rio de Janeiro beinahe komplett zerstörte. Brasiliens Jecken fuhr der Schock mächtig in die Glieder, doch wer dachte, die Sambaschulen geben auf, kennt Rios Narren schlecht.

Mit doppelter Kraft hämmerten, sägten, bohrten, pinselten und nähten die Karnevalisten, um dabei zu sein beim Höhepunkt des Karnevals in Rio, dem heiß ersehnten Defilee durchs Sambódromo. Bis Aschermittwoch gibt es jetzt in der Stadt am Zuckerhut kein Halten mehr.

Diese Aussichten locken wie jedes Jahr auch Promis zum Karneval. Waren es beim „Carnaval 2010“ Pop-Queen Madonna und Society-Girl Paris Hilton, die in den VIP-Logen von Rios Sambódromo den Umzug der Sambaschulen verfolgten, zieht es diesmal Pamela Anderson („Baywatch“) auf Einladung eines Bier-Konzerns nach Rio. Die 43-Jährige war erst kürzlich Cover-Girl der italienischen „Playboy“-Ausgabe und sorgte vor allem in den 1990er Jahren durch ihre üppige Oberweite für Aufsehen. Angesagt haben sich auch der britische Schauspieler Jude Law („Liebe braucht keine Ferien“) und Rapper Will.i.am (Black Eyed Peas).

Die Sambaschule „Unidos de Vila Isabel“, die in der Nacht zum Rosenmontag gegen 5.00 Uhr deutscher Zeit auf die rund 800 Meter lange Strecke des wohl weltberühmtesten Karneval-Boulevards geht, erhält in diesem Jahr prominente Unterstützung: Top-Model Gisele Bündchen zieht mit den Tänzern durchs Sambódromo, ein 1984 von Brasiliens Star-Architekt Oscar Niemeyer erbautes Tribünenstadion. „Das wird ein völlig neues Gefühl sein. Es wird der längste Laufsteg, über den ich bislang gelaufen bin“, sagte die 30-Jährige, die aus dem Süden Brasiliens stammt.

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