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Robin Williams ist tot „Er war Doktor, Flaschengeist, Peter Pan und alles dazwischen“

Robin Williams war einer der wenigen, die Millionen Menschen zum Lachen und zum Nachdenken bringen konnten. Nun trauert die Welt um den Oscar-prämierten US-Komiker.
12.08.2014 Update: 12.08.2014 - 21:18 Uhr 2 Kommentare
Die Witzkanone mit der tragischen Seite
huGO-BildID: 38640899 Flowers are placed in memory of actor comedian Robin Williams' Walk of Fame star in the Hollywood district of Los Angeles
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Mit Perücke und falschem Busen als schrulliges Kindermädchen „Mrs. Doubtfire“ oder als wächserner Theodore Roosevelt in „Nachts im Museum“ – Im Laufe seiner schillernden Karriere spielte Robin Williams viele unterschiedliche Rollen. Mag das Energiebündel wohl vor allem als schnell sprechender Comedystar bekannt sein, wusste er aber auch mit ernsteren Stoffen zu überzeugen. Am Montag ist er im Alter von 63 Jahren verstorben. Ein Überblick über seine prägendsten Rollen.

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Wer konnte den linkischen Vater nicht mögen, der sich in „Mrs. Doubtfire“ mit Hilfe einer Latexmaske und einer Perücke als korpulentes Kindermädchen verkauft, um bei seinen kleinen Kindern sein zu können? Eine Fortsetzung des Films war in Planung.

(Foto: dpa - picture-alliance)
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Ausgerechnet mit einer Drama-Rolle holte sich Williams seinen einzigen Oscar. Für seinen Auftritt als einfühlsamer Psychotherapeut, der in „Good Will Hunting“ einem jungen Genie (Matt Damon) aus dem Arbeitermilieu den Weg weist, erhielt er 1998 den Nebenrollen-Oscar.

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Zuvor war er für „Good Morning, Vietnam“ (1987), „Der Club der toten Dichter“ (1989, Szenefoto) und „König der Fischer“ (1991) bereits drei Mal als Hauptdarsteller für Hollywoods höchste Ehre nominiert gewesen. Im Laufe seiner Karriere gewann er außerdem fünf Golden Globe Awards. Er erhielt zuletzt 2005 eine Auszeichnung für sein Lebenswerk.

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In dem Drama „Club der toten Dichter“ verkörpert Williams einen unangepassten Lehrer, der Zöglingen an einer Internatsschule beibringt, eigenständig zu denken und „den Tag zu nutzen“.

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US-Schauspieler Robin Williams ist tot
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Nur kurze Zeit hielt der in Chicago geborene Williams an seinem Ziel fest, Politikwissenschaften zu studieren, dann setzte sich die Liebe zum Theater durch. An der berühmten Juilliard-Schauspielschule in New York lernte er sein Handwerk, an der Seite seines guten Freundes, des späteren „Superman“ Christopher Reeve.

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Nach Jahren auf der Bühne als Stand-Up-Komödiant trat Williams 1980 erstmals vor die Filmkamera. Robert Altman machte ihn in „Popeye - Der Seemann mit dem harten Schlag“ zu dem liebenswerten Matrosen.

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Los Angeles/San Francisco „Gooooooooooood morning Vietnam!“ Ein rebellischer Radiomoderator im kriegserschütterten Saigon, der ewige Junge Peter Pan, die rustikale Miss Doubtfire oder ein gewiefter, inspirierender Englischlehrer im „Club der toten Dichter“: Robin Williams war alles und jeder kannte ihn. Nur wenige, deren Herz er nicht erreicht oder die er mit seinen Späßen nicht irgendwann zu Tränen gerührt hat. Jetzt ist der Oscar-prämierte Schauspieler und Komödiant einer ganzen Generation tot.

Er wurde am Montagmorgen (Ortszeit) in seinem Haus in Tiburon an der Bucht von San Francisco tot aufgefunden, teilte die Polizei mit. Sie geht von einem Selbstmord aus, der Schauspieler sei erstickt. Die toxikologischen Untersuchungen dauerten noch an, aber klar sei, dass sich der Schauspieler erhängt habe. Williams wurde 63 Jahre alt und hatte nach Aussagen eines Sprechers zuletzt an schweren Depressionen gelitten.

Hollywood steht unter Schock. Erst im Februar war Philip Seymour Hoffmann, einer der größten Hollywood-Stars seiner Generation, nach einer Überdosis Drogen tot in seinem Appartement in New York aufgefunden worden.

Williams musste mehr als einmal einen Alkohol- und Drogenentzug hinter sich bringen, galt aber derzeit nicht als rückfällig.

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    Eine Obduktion ist für Dienstag vorgesehen

    Robin Williams' Frau, Susan Schneider, mit der er seit 2011 verheiratet war, erklärte in einer Mitteilung, sie habe ihren „Ehemann und meinen besten Freund verloren“. Sie bat im Namen der Familie um Zurückhaltung während der Trauer. Sie hoffe, dass sich die Erinnerung an ihn nicht auf seinen Tod konzentrieren werde, sondern auf die „zahllosen Momente des Lachens und der Freude, die er Millionen Menschen gebracht hat.“

    Neben seiner Frau Susan hinterlässt Williams drei Kinder: Seine 25 Jahre alte Tochter Zelda und die 31 und 19 Jahre alten Söhne Zachary und Cody. Williams' Repräsentant Mara Buxbaum bestätigte die Nachricht. Sein Tod sei ein tragischer Verlust.

    Um 11.55 Uhr pazifischer Zeit erreichte die Polizei in Marin County ein Notruf aus dem Haus des Schauspielers über einen leblosen Mann, der ohne Atmung sei. Um zwei Minuten nach 12 Uhr wurde Williams vom Notarzt für tot erklärt. Noch um 10 Uhr, geht aus der Stellungnahme der Polizei hervor, sei er lebend im Haus gesehen worden. Eine Obduktion sei für Dienstag vorgesehen, um die Todesursache endgültig festzustellen.

    Seit die Nachricht über seinen Tod bekannt wurde, werden Trauerbekundungen auf seinem Stern auf Hollywoods Walk of Fame hinterlassen, gehen auf sozialen Netzwerken Beileidkundgebungen ein und Nachrichten des blanken Entsetzens. Viele fassen es nicht, dass einer der begnadetsten Komiker seiner Zeit so tragisch enden musste. „Er war Pilot, Doktor, Flaschengeist, Babysitter, Präsident, Professor, ein ‚bangarang‘ Peter Pan und alles dazwischen“, so US-Präsident Barack Obama in einem Statement. Die Obama-Familie übermittle ihr herzlichstes Beileid an Familie und Freunde des Schauspielers.

    „Wir betrauern den Verlust unseres Freundes Robin Williams, der uns immer zum Lachen gebracht hat“, heißt es auf Twitter vom Team der Sesame Street. Der freundliche Spaßmacher Williams war gern gesehener Gast bei der Sendung für Kinder und junggebliebene Erwachsene. „Wir werden dich vermissen“, schreibt das Team des lokalen Football-Clubs, der San Francisco 49, deren größter Fan Williams war.

    Hollywood trauert
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    2 Kommentare zu "Robin Williams ist tot: „Er war Doktor, Flaschengeist, Peter Pan und alles dazwischen“"

    Das Kommentieren dieses Artikels wurde deaktiviert.

    • Man sah ihm an dass er ein gequälter Geist war, der nach Antworten suchte. Sein Drogenkonsum hat ihn sicherlich nicht dabei geholfen diese zu finden...

    • Beitrag von der Redaktion gelöscht. Bitte bleiben Sie sachlich.

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