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Royale Hochzeit Diskussion um Meghan Markles Brautkleid

Die Briten fiebern der Hochzeit von Prinz Harry und Meghan Markle entgegen. Vor allem das Brautkleid sorgt für Spekulationen.
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Im März 2016 sprach die Schauspielerin in einem Interview von ihrem Traum-Hochzeitskleid – bevor sie Harry traf. Quelle: AP
Meghan Markle und Prinz Harry

Im März 2016 sprach die Schauspielerin in einem Interview von ihrem Traum-Hochzeitskleid – bevor sie Harry traf.

(Foto: AP)

London Es sollte das Kleid des Jahres sein, schick genug für eine royale Hochzeit, aber auch sittsam und angemessen für eine Kirche, in der viele englische Könige bestattet sind: Für Meghan Markle dürfte die Auswahl ihres Brautkleides keine leichte Aufgabe sein. Drei Monate vor ihrer Hochzeit mit Prinz Harry am 19. Mai auf Schloss Windsor ist das royale Brautkleid Gesprächsthema Nummer Eins bei der London Fashion Week – und nicht nur dort: In der Mode- und Hochzeitsbranche rätseln alle, welchen Designer die Braut wählt und welchen Stil. Schließlich gab es keine größere royale Hochzeit, seit Harrys Bruder William 2011 Kate Middleton heiratete – mit Live-Übertragungen in die ganze Welt. Und auch heute noch, nach sieben Jahren, beeinflusst Kates spitzenbesetzte, langärmelige Alexander-McQueen-Robe die Brautkleider. „Es wird der größte Auftrag in der Modebranche 2018. Millionen werden ihr Augenmerk darauf richten“, sagt Jade Beer von der britischen Ausgabe der Zeitschrift „Brides“. „Es ist ihr größter Auftritt. Sie braucht definitiv ein Upgrade von dem Kleid, das sie zu ihrer ersten Hochzeit trug.“ Denn die US-Schauspielerin Markle war schon einmal verheiratet: 2011 feierte sie Hochzeit mit dem Filmproduzenten Trevor Engelson am Strand von Jamaika, 2013 ließen sich die beiden wieder scheiden.

Zwar sind Design und Designer des Kleides ein streng gehütetes Geheimnis, doch gehen viele davon aus, dass Markle einen britischen Couturier wählt. Kate war nicht die einzige Braut in Großbritanniens Royal Family, die einen britischen Modemacher auserkor. Zara Phillips, zweitältestes Enkelkind von Königin Elizabeth II., trug ein Modell des königlichen Schneiders Stewart Parvin. Und Harrys verstorbene Mutter Diana überraschte 1981 mit ihrer Wahl des Designerpaars David und Elizabeth Emanuel, die gerade erst von der Kunsthochschule kamen.

Ganz oben auf Markles Favoritenliste stehen der britisch-kanadische Modemacher Erdem Moralioglu, bekannt für seinen eleganten, femininen Stil, die Haute-Couture-Designer Ralph & Russo, von denen Markles Verlobungsgewand stammt, das Traditionsmodehaus Burberry, sowie McQueen und Giles Deacon, der das Hochzeitskleid für Kates Schwester Pippa Middleton entwarf. Victoria Beckham dementierte bereits Gerüchte, wonach sie gefragt wurde. Auch der französische Designer Roland Mouret wurde erwähnt.

Die Hochzeiten der Windsors
Meghan Markle und Prinz Harry
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Die Vermählung von Prinz Harry und Meghan Markle wird die nächste Märchenhochzeit des britischen Königshaueses.

(Foto: dpa)
Catherine Middleton und Prinz William
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22. Juli 2013: Millionen Menschen auf der Welt verfolgten die Hochzeit von Prinz William und Kate Middleton am Fernseher live mit.

(Foto: dpa)
Prinz Charles und Camilla Parker Bowles
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09. April 2005: Prinz Charles heiratet im Rathaus von Windsor in Abwesenheit seiner Eltern seine langjährige Geliebte Camilla Parker Bowles, die dadurch zur Herzogin von Cornwall und Rothesay wird.

(Foto: ap)
Prinz Edward und Sophie Rhys-Jones
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19. Juni 1999: Prinz Edward heiratet in der Kapelle St. George's auf Schloss Windsor seine langjährige Freundin, Sophie Rhys-Jones, die Leiterin einer PR-Firma. 2003 kommt die gemeinsame Tochter Louise Alice Elizabeth Mary Mountbatten-Windsor zur Welt.

(Foto: ap)
Prinz Andrew und Sarah Margaret Ferguson
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23. Juli 1986: Prinz Andrew heiratet in der Westminster Abbey die Sekretärin und Freundin von Prinzessin Diana, Sarah Margaret Ferguson. Aus der Ehe gehen die Töchter Beatrice und Eugenie hervor, die Trennung erfolgt 1993. Im Mai 1996 folgt die Scheidung.

(Foto: dapd)
Prinz Charles und Diana Spencer
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29. Juli 1981: Prinz Charles heiratet in der Londoner St. Paul's Cathedral die 20-jährige Kindergärtnerin Diana Spencer, die Tochter eines Earls. Die Hochzeit wird von rund 750 Millionen Fernsehzuschauern weltweit verfolgt. Schon bald nach der Hochzeit kommen Gerüchte auf, Prinz Charles habe sich nie wirklich von seiner Jugendliebe Camilla Parker Bowles losgesagt. 1982 bringt Diana Prinz William und 1984 Prinz Harry zur Welt. 1992 wird die Trennung von Charles und Diana bekannt gegeben, die Scheidung folgt im August 1996. Ein Jahr später, am 31. August 1997, kommt Prinzessin Diana bei einem Autounfall in Paris ums Leben.

(Foto: dapd)
Prinzessin Anne und Mark Phillips
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14. November 1973: Die älteste Tochter der Königin, Prinzessin Anne, heiratet in der Westminster Abbey den Artillerie-Hauptmann Mark Phillips. Die Ehe wird im April 1992 geschieden. Aus der Ehe stammen ein Sohn, Peter, und eine Tochter, Zara. Am 12.12.1992 heiratet Anne in Schottland den früheren Stallmeister der Königin, Timothy James Hamilton Laurence. 2003 wird die Trennung des Paares bekannt gegeben.

(Foto: dapd)


„Sie könnte uns natürlich alle überraschen und eine kanadische Marke wählen - sie war sehr loyal zu ihnen, als sie dort oben filmte, aber wahrscheinlich müssen wir auf einen britischen Designer setzen“, betont Miles Socha, Chefredakteur von „Women's Wear Daily“. Markle drehte in Toronto die TV-Serie „Suits“.

Manche hoffen, dass sich die US-Schauspielerin für etwas weniger Traditionelles entscheidet, schließlich hat sie mehr Spielraum als etwa ihre Schwägerin in spe Kate. Harry steht an fünfter Stelle der Thronfolge und rutscht auf Rang sechs, wenn Kate, Herzogin von Cambridge, im April ihr drittes Kind zur Welt bringt. Zudem ist der Ort der Trauung mit der St.-George's-Kapelle in Schloss Windsor weniger imposant als die St.-Paul's-Kathedrale oder Westminster Abbey in London.

„Ich erwarte wirklich etwas anderes von ihr. Ihr Stil ist so rein, echt modern, und die Brautmode war so traditionell in den vergangenen paar Jahren“, sagt die Londoner Designerin Naomi Neoh. „Ich denke, hoffe, dass es etwas Reines, Schlichtes ist mit schönen Details.“ Auch müsse Markle ihre Individualität unterstreichen: „Meghan unterscheidet sich sehr von der englischen Tradition. Sie hat Karriere gemacht, sie ist halb farbig, sie wird nicht Königin werden. Natürlich muss es respektabel und angemessen sein, aber es kann im Schnitt und den Konturen ein bisschen aufregender wirken. Vielleicht hochgeschlossen am Hals und tief ausgeschnitten am Rücken - das wäre sittsam genug.“

Dennoch muss die Hochzeitsrobe der Umgebung gerecht werden: Die-St. George's-Kapelle fasst 800 Gäste und erlangte große Bedeutung als Ruhestätte vieler Könige und Königinnen - darunter auch die Eltern von Königin Elizabeth II. „Auf dem Weg zum Altar wird sie über tote Monarchen laufen“, gibt Beer zu bedenken. „Das ist etwas Besonderes.“


Markle brach bereits mit dem konservativen Stil, der die Garderobe der britischen Royals bisher bestimmte, tauschte spießige Röcke gegen schlanke Hosen. Viele bewunderten den raffinierten Hosenanzug, den sie bei einem offiziellen Anlass neulich passend zu Harrys Outfit trug.

Im März 2016 sprach die Schauspielerin in einem Interview des Magazins „Glamour“ von ihrem Traum-Hochzeitskleid – bevor sie Harry traf. Damals sagte sie, sie bevorzuge „den klassischen und schlichten Stil“ mit „modernem Dreh“ und „eigenwillige oder leicht romantische Hochzeitskleider“. Als Lieblingsdesigner nannte sie damals Elie Saab und J. Mendel, als Lieblingsbrautgewand das schlichte Kleidchen, das Carolyn Besette Kennedy 1996 trug. Seither haben sich die Vorzeichen geändert, doch welchen Stil Markle auch wählt, er wird bald die Brautmode überall bestimmen. Mit Blick auf Kate erzählt Designerin Neoh: „Buchstäblich am nächsten Tag wollte jeder lange, bestickte Ärmel - im Jahr danach war keine Spitze mehr zu bekommen, es war verrückt.“

Viele glauben, Markle werde aufgrund ihres Aussehens und der Beliebtheit der jungen Royals mit fast allem durchkommen: „Hier liebt sie jeder so sehr“, sagt der Designer Jasper Conran. „Sie kann ein Geschirrtuch tragen, und die Leute werden nichts dagegen haben.“

  • ap
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