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Schiffsunglück Costa Concordia Costa-Kapitän: Tod oder Rettungsboot

Francesco Schettino, Kapitän der Costa Concordia, will einen Teil der Verantwortung für das Schiffsunglück vor der italienischen Insel Giglio übernehmen. Seine Flucht von Bord hält er weiterhin für einleuchtend.
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Video zeigt fliehenden Kapitän

RomDer Kapitän der Costa Concordia hat eine Mitschuld an der Havarie des Unglücksschiffes eingeräumt und seine Flucht von dem untergehenden Kreuzer gerechtfertigt. „In jenem Moment zwischen sterben, untertauchen oder hinunterfallen, bin ich auf das Rettungsboot gegangen“, sagte Francesco Schettino am Samstag vor Gericht im toskanischen Grosseto. Er sei bereit, einen Teil der Verantwortung zu übernehmen. Jedoch prangerte er erneut die Crew auf der Kommandobrücke an. Wenn er die richtigen Daten bekommen und „30 Sekunden“ mehr zur Verfügung gehabt hätte, wäre das Rettungsmanöver gelungen. Die Costa war vor knapp drei Jahren mit mehr als 4200 Menschen vor der Insel Giglio auf einen Felsen gefahren und gekentert. 32 Menschen starben, darunter 12 Deutsche.

Die letzte Fahrt der Costa Concordia
Carnival-Chef geht nach 34 Jahren
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Januar 2012: Die Costa Concordia kurz nach der Havarie. Der Riesendampfer war vor der Insel Giglio mit einem Felsen kollidiert und Leck geschlagen. Bei dem Unglück kamen 32 Menschen ums Leben.

(Foto: dpa)
huGO-BildID: 38325015 The wreck of the Costa Concordia cruise ship is carried away in front of the harbour of Isola del Giglio, after it was refloat
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Schwieriger als gedacht: Die Bergung der Costa Concordia dauerte über zweieinhalb Jahre. Das Wrack wurde erst im September 2013 aufgerichtet und ruhte bis Juli 2014 auf einer am Meeresboden befestigten Plattform. Mit Lufttanks sorgte das Hebungsteam dafür, dass das Schiff wieder weit genug auftauchte, um es in Bewegung setzen zu können.

(Foto: AFP)
huGO-BildID: 38325653 The wreck of the Costa Concordia cruise ship is towed away in front of the harbour of Isola del Giglio, after it was refloated
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Mühsames Manöver: Das Schiffswrack wird von vier großen Schleppern gezogen. Mindestens zehn weitere Schiffe begleiten den Abtransport.

(Foto: AFP)
A military vessel patrols around the cruise liner Costa Concordia during the refloat operation maneuvers at Giglio Island
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Zahlreiche Vorsichtsmaßnahmen: Während der Fahrt vom Unglücksort nach Genua wird nicht nur der Bereich um das Schiff weiträumig abgesperrt, sondern auch der Luftraum.

(Foto: Reuters)
Costa Concordia prepared for dismantling
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Langsames Vorgehen: Das einstige Kreuzfahrtschiff soll sich auf der 350 Kilometer langen Reise nach Genua mit nur 3,7 Stundenkilometern vorwärts bewegen.

(Foto: dpa)
People watch the cruise liner Costa Concordia moving anticlockwise during the refloat operation maneuvers at Giglio Island
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Großes Publikum: Italienische Medien bezeichnen den Konvoi als „Leichenzug“. Die Presse und zahlreiche Schaulustige wollen sich den lange geplanten Abtransport nicht entgehen lassen.

(Foto: Reuters)
Dutch's salvage workers celebrate after the refloat operation maneuvers that allowed cruise liner Costa Concordia to leave Giglio Island
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Freude über ein baldiges Ende: Dänische Bergungshelfer feiern, dass die Costa Concordia nun endlich abtransportiert werden kann.

(Foto: Reuters)

„Vielleicht haben sie (die Offiziere) gedacht, an Bord des Flugzeugs Concorde zu sein - und nicht auf der Concordia - und über den Berg fliegen zu können“, sagte Schettino laut Nachrichtenagentur Ansa. Als das Schiff kippte, habe die Entscheidung „zwischen sterben und sich aus dem Schatten der Concordia zu werfen“ gelegen. Er habe es geschafft, „rechtzeitig rauszukommen“. „Leider waren noch Menschen auf dem Schiff eingeklemmt, sie starben.. Momente, die man nicht vergessen kann“, sagte der Kapitän und zeigte sich bewegt.

Schettino steht seit Juli vergangenen Jahres wegen fahrlässiger Tötung vor Gericht. Er soll unter anderem das Schiff zu früh verlassen haben. Er hatte immer wieder die Schuld auf die Besatzung der Kommandobrücke geschoben. Im Januar stehen die Plädoyers an, dann könnte ein Urteil fallen. Schettino drohen mehr als 20 Jahre Haft. Er ist der Einzige, dem wegen der Havarie der Prozess gemacht wird.

  • dpa
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