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Schmuck im „Sklavenstil“ Modeunternehmen Mango unter Druck

Kalkulierte Provokation, ein peinlicher Fehler oder einfach Unbedachtsamkeit: Das spanische Modeunternehmen Mango hat in Frankreich „Sklavenarmreife“ verkauft. Menschenrechtler fordern den Rückzug der Produkte.
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Modenschau des Modeunternehmens Mango. Quelle: dapd

Modenschau des Modeunternehmens Mango.

(Foto: dapd)

Paris Die spanische Modekette Mango soll nach dem Willen von französischen Menschenrechtlern eine Kollektion von Schmuckstücken zurückziehen. Die Anti-Rassismus-Organisation SOS Racisme und andere Aktivisten kritisieren, dass das Unternehmen auf seiner französischen Webseite Produkte als „Sklavenarmreif“ oder „im Sklavenstil“ beschrieben hatte. „Das ist Geschäftemacherei auf dem Rücken eines Verbrechens gegen die Menschlichkeit“, sagte SOS-Racisme-Chefin Cindy Leoni am Dienstag dem Radiosender Le Mouv'. So etwas dürfe es im 21. Jahrhundert nicht geben.

Das Unternehmen Mango hatte die fragwürdigen Produktbezeichnungen bereits am Vortag geändert und sie mit einem „Übersetzungsfehler“ entschuldigt. Dies reicht den Menschenrechtlern aber nicht aus. Recherchen hätten ergeben, dass es sich keineswegs um einen Übersetzungsfehler gehandelt haben könne, sagte SOS-Racisme-Chefin Leoni.

Eine Online-Petition, die den Rückzug der Schmuckstücke fordert, hatten am Dienstag bereits mehr als 7000 Menschen unterzeichnet. Sie war unter anderen von der französischen Schauspielerin und Ex-Miss-France Sonia Rolland initiiert worden. In Deutschland heißen die betroffenen Produkte schlicht „Armreif mit Steinen“ oder „ID-Halsband“.

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  • dpa
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