Benachrichtigung aktivieren Dürfen wir Sie in Ihrem Browser über die wichtigsten Nachrichten des Handelsblatts informieren? Sie erhalten 2-5 Meldungen pro Tag.
Fast geschafft Erlauben Sie handelsblatt.com Ihnen Benachrichtigungen zu schicken. Dies können Sie in der Meldung Ihres Browsers bestätigen.
Benachrichtigungen erfolgreich aktiviert Wir halten Sie ab sofort über die wichtigsten Nachrichten des Handelsblatts auf dem Laufenden. Sie erhalten 2-5 Meldungen pro Tag.
Jetzt Aktivieren
Nein, danke

Schnee- und Kältechaos Europa bibbert – Flugchaos, Schneemengen und Tote

Vom meteorologischen Frühling keine Spur. Teile Europas sind fest in der Hand einer Kältewelle. Flugausfälle und sogar Tote sind Auswirkungen
Kommentieren

Schnee, Eis und Rutschpartien – „Kälter als in Grönland“

GenfSchneefall und Kälte haben den Verkehr in Teilen Großbritanniens, Frankreichs und der Schweiz nahezu zum Erliegen gebracht. In ländlichen Gebieten Englands türmte sich der Schnee mehr als einen halben Meter. In Schottland blieben Hunderte Autofahrer im Schnee stecken und mussten die Nacht in ihren Fahrzeugen verbringen. In der Region Paris forderten die Behörden Pendler auf, ihre Autos stehen zu lassen. Die Flughäfen Genf, Glasgow und Edinburgh wurden geschlossen.

Im ostenglischen Lincolnshire waren die meisten Straßen unpassierbar. Der Schnee lag bis zu 60 Zentimeter hoch. In London Heathrow und anderen britischen Flughäfen wurden Flüge gestrichen. Die Flughäfen der schottischen Metropolen Glasgow und Edinburgh schlossen gleich ganz. Meteorologen sagten für Donnerstag Schneestürme, gefrierenden Regen und Wintergewitter für Irland, den Südwesten Englands und Wales voraus.

Der Flughafen Genf stellte den Flugbetrieb für mehrere Stunden ein. Roll- und Landebahnen seien vereist, die Flugzeuge hätten nicht genug Haftung gehabt, sagte Direktor André Schneider. In diesem Fall genüge es nicht, die 13 Zentimeter Neuschnee wegzuschieben. „Wir müssen das Eis loswerden“, sagte Schneider. Dazu würden Chemikalien oder Heißluft eingesetzt, was einige Zeit dauere.

Starker Schneefall behinderte auch in Frankreich den Verkehr in der Luft und auf den Straßen. Die Wetterbehörde warnte in etwa der Hälfte des Landes vor Schnee, Eis und starkem Wind. Der Schneefall erstreckte sich vom Norden des Landes bis ins Département Herault an der Mittelmeerküste. Dort meldeten die Flughäfen in Montpellier und Biarritz Störungen des Flugverkehrs. Auf schneebedeckten Autobahnen Südfrankreichs saßen etwa 2000 Autofahrer in ihren Fahrzeugen fest. Weil es dort nur sehr selten schneit, gibt es auch nur wenige Schneepflüge.

Die mazedonische Regierung rief Arbeitgeber auf, Schwangeren und Menschen über 60 arbeitsfrei zu geben, nachdem die Temperaturen auf unter Minus 18 Grad gefallen waren.

Schneesturm „Beast from the East“ legt Großbritannien lahm

Der eisige Spätwinter hat in Europa bereits zu mehreren Todesfällen geführt. In London wurde am Mittwoch ein etwa 60-jähriger Mann tot aus einen zugefrorenen See geborgen, wie der Notfalldienst der Stadt mitteilte. Im dänischen Roskilde wurde eine demenzkranke 84-Jährige laut Polizei tot in einem Park gefunden. Im benachbarten Südschweden wurde eine schlecht gekleidete Frau erfroren in einem Wald gefunden. Sie hatte mit ihren Kindern ihre Wohnung in einem Asylbewerberzentrum verlassen, wie die Zeitung „Aftonbladet“ berichtete. Die achtjährige Tochter kam auf die Intensivstation, ihr neunjähriger Bruder war wohlauf.

Mitarbeiter der Pariser Stadtverwaltung waren die ganze Nacht auf den Straßen der zugeschneiten Metropole und brachten Obdachlosen Decken und Schlafsäcke. In Paris sind seit Anfang des Jahres bereits 13 Wohnungslose erfroren.

Die wichtigsten Neuigkeiten jeden Morgen in Ihrem Posteingang.
  • ap
Startseite

Mehr zu: Schnee- und Kältechaos - Europa bibbert – Flugchaos, Schneemengen und Tote

0 Kommentare zu "Schnee- und Kältechaos: Europa bibbert – Flugchaos, Schneemengen und Tote"

Das Kommentieren dieses Artikels wurde deaktiviert.