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Schnee und Verkehrschaos In Norddeutschland ist der Winter da

Es bleibt frostig in Deutschland. Vor allem im Norden sorgten Schnee und Eis schon jetzt für ein Verkehrschaos, die Deutsche Bahn strich großflächig die Segel. Verantwortlich ist ein Tief das Richtung Dänemark zieht.
08.11.2016 - 16:37 Uhr
In Norddeutschland hat der Winter Einzug gefunden. Quelle: Reuters
Erster Schnee Hamburg

In Norddeutschland hat der Winter Einzug gefunden.

(Foto: Reuters)

Offenbach/Hannover Winterliche Landschaft im Harz, eine weiße Puderschicht in Hamburg und an vielen Orten Schneeschippen: In Norddeutschland hat am Dienstag der Winter erstmals großflächig Einzug gehalten. Verantwortlich dafür ist das Tief „Husch“, das derzeit über Deutschland Richtung Dänemark zieht, wie die Meteorologin Julia Fruntke vom Deutschen Wetterdienst (DWD) erläuterte.

Vor allem Niedersachsen, Schleswig-Holstein und Mecklenburg-Vorpommern wurden von dem Niederschlägen überrascht: Glatte Straßen führten zu kilometerlangen Staus, die Räumdienste waren pausenlos im Einsatz. Auch der Bahnverkehr war beeinträchtigt. An mehreren Orten etwa im Raum Hannover mussten Oberleitungen vom Schnee befreit werden. Bei nassem, schwerem Schnee reichten die Weichenheizungen mitunter nicht aus, erklärte eine Bahnsprecherin.

Auch im nördlichsten Mittelgebirge Deutschlands, dem Harz, hat es kräftig geschneit und ungewöhnlich früh eine weiße Winterwelt hinterlassen. Auf dem Brocken liegen 15 Zentimeter Schnee, meldete der DWD in Leipzig. Hier können Wintersportler mancherorts schon Ski und Schlitten ausprobieren.

Der November hat auch seine Stärken
Grau, nass, kalt
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Der November gilt als scheußlichste Zeit im ganzen Jahr. Gleich am ersten Tag dieses trübseligen Monats werden auf Friedhöfen die Gräber für Allerheiligen und Allerseelen hergerichtet. Mancher verfällt in depressive Verstimmung. Viele sind schlapp, niedergeschlagen - und haben Heißhunger auf Fettes und Süßes. Nicht schön. Aber der November ist gar nicht so schlecht. Der Filmschlager „Singin' In The Rain“ bezieht sich auf das Wetter, das im November vorherrscht, die Rockband Guns N' Roses landete mit „November Rain“ einen Hit. Und auf der Südhalbkugel ist genau jetzt Frühling.

(Foto: dpa)
Urlaub
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Nebensaison. Flüge, Hotels, leere Strände - und das oft zum Schnäppchenpreis. Die meisten haben ihren Urlaub samt Urlaubsgeld verbraucht. „In der Regel hat man eine gute Auswahl und kann ein bisschen entspannter Urlaub machen als in der Hauptsaison“, sagt Sibylle Zeuch vom Deutschen Reiseverband DRV. „Es ist eine ungewöhnliche, aber sehr interessante Reisezeit.“ Am Mittelmeer gibt es mildere Temperaturen und mehr Sonne als hier, in den Emiraten oder in Ägypten lockt Badewetter - und auf der Südhalbkugel herrscht schönster Frühling. Dennoch, Vorsicht: Nicht überall ist es jetzt besser als bei uns. In der Karibik herrscht gerade Hurrikansaison.

(Foto: dpa)
Freie Fahrt
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Blechlawine Richtung Ausflugsziele – vorbei. Motorräder auf kurvigen Bergstraßen – verschwunden. Freie Fahrt und freie Parkplätze belohnen diejenigen, die jetzt aufbrechen. Wanderer haben die Bergwelt für sich. Inlineskater und Radler haben ihre Sportgeräte eingemottet, auf Waldwegen kehrt Ruhe ein. Der im Sommer überlaufene Badesee wird zum Ort für erholsam Spaziergänge. Und bietet Platz für Hartgesottene, die im Neopren ins Wasser steigen.

(Foto: dpa)
Depressionen?
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Stimmt. Der Winterblues ist keine Einbildung. Jeder vierte Deutsche spüre eine Verstimmung, sagt Iris Hauth, Präsidentin der Deutsche Gesellschaft für Psychiatrie und Psychotherapie, Psychosomatik und Nervenheilkunde (DGPPN). Zwei bis fünf Prozent der Bevölkerung bekommen eine saisonal bedingte Depression. Sind „gewöhnliche“ Depressive häufig appetitlos und können nicht schlafen, haben Winterdepressive Hunger auf Süßes und Kohlenhydrate – und ein höheres Schlafbedürfnis. Bei Lichtmangel wird mehr Schlafhormon Melatonin ausgeschüttet...

(Foto: dpa)
Chillen
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Die verhaltene Stimmung kann aber auch helfen, zur Ruhe zu kommen. „Mehr Muße zu haben – das haben ja viele Menschen verloren. Da kann es hilfreich sein, dem einmal nachzugeben.“ Mit dem Innehalten komme das Gehirn in einen anderen Modus, in dem es Erlebtes verarbeiten kann. Eine Chance im November.

(Foto: dpa)
Grippe
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Ist noch nicht da. Sie breitet sich von Osten aus und erreicht unsere Breiten meist erst im Januar. Zugegeben: Trotzdem schnupfen und husten viele – aber es ist meist noch keine richtige Grippe.

(Foto: dpa)
Pollen
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Menschen mit Pollenallergie bietet der November eine Verschnaufpause. „Das ist wirklich eine pollenarme Zeit“, sagt der Diplom-Meteorologe Gerhard Lux vom Deutschen Wetterdienst (DWD). Die letzten stark allergenen Pollen sind die der Ambrosia, die noch im Oktober fliegen, Ende Dezember geht es manchmal mit Hasel im Erle schon wieder los. Der Klimawandel hat die Blühzeiten verschoben - die Pause ist kürzer geworden.

(Foto: dpa)

In den kommenden Tagen hat der Norden gute Chancen, dass die Sonne sich vorübergehend einen Weg durch die dichte Wolkendecke bahnt, während es weiter südlich trüb bleibt, heißt es vom DWD. Gleichzeitig sinkt die Schneefallgrenze weiter ab – stellenweise schneit es bereits in Höhenlagen von 400 Metern.

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    Im Südwesten hingegen steigt die Schneegrenze zum Ende der Woche voraussichtlich auf 1000 Meter an – das wird nach Angaben der Meteorologen aber nur eine vorübergehende Erscheinung sein, während sich mit „Julia“ in der Nacht zu Donnerstag bereits das nächste Tief auf den Weg über Deutschland macht und im Süden Deutschlands vor allem im Alpenraum für Sturmböen sorgt. Die Temperaturen steigen bis zum Wochenende auch tagsüber nicht mehr über fünf Grad, nachts werden Minusgrade immer häufiger.

    • dpa
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