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Schwere Vorwürfe gegen rechte Paramilitärs in Kolumbien Leichen als Schweinefraß

Grausige Details: Rechte Paramilitärs warfen angeblich Leichen von Gefängnisinsassen und Gefängnisbesuchern Schweinen zum Fraß vor. Als es zu viele wurden, warf man sie zerkleinert in die Kanalisation. Rund 100 Personen waren spurlos verschwunden.
20.02.2016 - 02:48 Uhr
wurde vielen Menschen zur Todesfalle. Kolumbiens Staatsanwaltschaft versucht das Schicksal von 100 Menschen zu klären, die hier spurlos verschwanden. Quelle: AFP
Das Horrorgefängnis La Modelo

wurde vielen Menschen zur Todesfalle. Kolumbiens Staatsanwaltschaft versucht das Schicksal von 100 Menschen zu klären, die hier spurlos verschwanden.

(Foto: AFP)

Bogotá In einem erst jetzt untersuchten Fall von rund 100 Verschwundenen in einem kolumbianischen Gefängnis werden immer grausamere Details bekannt. Demnach sollen nach einem Bericht des Magazins „Semana“ einige Menschen getötet, zerkleinert und Schweinen als Futter verabreicht worden seien. Ein Ex-Mitglied der rechten Paramilitärs habe solche Details eingeräumt. Demnach soll es sich sowohl um Gefangene, als auch um Besucher und dorthin verschleppte Personen handeln, die zwischen 1999 und 2001 spurlos verschwanden.

Die Generalstaatsanwaltschaft hatte am Mittwoch mitgeteilt, dass sie die Ermittlungen übernommen hat. Die für den Fall verantwortliche Juristin Katerina Hyeck hatte betont, es gebe den Verdacht, dass viele der Verschwundenen zerstückelt und in einem Kanalsystem nahe der Haftanstalt beseitigt worden seien könnten. In jener Zeit tobte der Drogenkrieg in Kolumbien, mit brutalen Auseinandersetzungen vor allem zwischen Paramilitärs und linken Guerillagruppen. Gefängnisse waren oft weitgehend rechtlose Räume, in denen es zu Verbrechen kam.

Der frühere Paramilitär habe eingeräumt, dass es damals einen Vertrag der Strafvollzugsbehörde mit Schweinemastbetrieben in der Hauptstadt Bogotá gegeben habe - Essensreste des Gefängnisses Modelo wurden als Schweinefutter geliefert. Wegen der teilweisen Verfütterung menschlicher Überreste seien „die Schweine sehr dick geworden“, habe der Mann berichtet. Zugleich sei es immer komplizierter geworden, die Überreste mit den Essenresten zu vermischen. Daher seien viele der getöteten Personen zerkleinert in das Abwassersystem geworfen worden. Es soll nun auch untersucht werden, ob es noch ähnliche Fälle gibt.

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