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Schwierige Bergung der „Bulgaria“ Schlick hält das Unglücksschiff am Grund der Wolga fest

Das Wrack des vor mehr als einer Woche in Russland auf der Wolga gesunkenen Kreuzfahrtschiffs „Bulgaria“ soll noch am Montag gehoben werden.
18.07.2011 - 09:54 Uhr Kommentieren
Zwei schwimmende Kräne sollen das Wrack der

Zwei schwimmende Kräne sollen das Wrack der "Bulgaria" aus den Tiefen der Wolga heben.

(Foto: Reuters)

Moskau „Wenn alles nach Plan verläuft, sollten wir es noch heute heben können“, sagte eine Sprecherin des Katastrophenschutzministeriums in der Teilrepublik Tatarstan. Demnach sollte die 78 Meter lange „Bulgaria“ mit zwei riesigen Schwimmkränen an die Oberfläche gehoben werden, wo sie leer gepumpt werden sollte. Es sei aber noch nicht gelungen, das Wrack ganz aufzurichten. Die Arbeiten unter Wasser gestalteten sich schwierig, hieß es. So sinke das Schiff in 20 Metern Tiefe immer weiter in den Schlick ein.

Die Bergungsarbeiten hatten am Samstag einen Rückschlag erlitten, als eines der Stahlkabel, mit dem die „Bulgaria“ vom Grund der Wolga in 20 Meter Tiefe gehoben werden sollte, gerissen war. Zudem behinderte die schlechte Sicht unter Wasser die Arbeit der knapp 50 eingesetzten Taucher.

Bei der schwersten Schiffskatastrophe in Russland seit der Sowjetzeit waren am 10. Juli bis zu 128 Menschen ums Leben gekommen. Bisher wurden 114 Leichen geborgen, 15 Passagiere wurden weiterhin vermisst.

Die Bergung des Schiffs, das in der russischen Teilrepublik Tatarstan auf einem See von Europas längstem Fluss südlich der tatarischen Hauptstadt Kasan gesunken war, soll Aufschluss über die Ursache des Unglücks geben. Bislang gehen die Behörden davon aus, dass das 1955 in der Tschechoslowakei gebaute Ausflugsschiff überfüllt und in schlechtem Zustand war. Zudem soll ein Motor beschädigt gewesen sein. Schiffe vom selben Typ wie die „Bulgaria“ dürfen künftig nicht mehr betrieben werden, verfügte die Regierung.

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