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SEK-Einsatz in Sachsen Bundesanwaltschaft lässt IS-Verdächtigen festnehmen

Die Polizei rückt mit einem Großaufgebot am Donnerstag in einer Stadt bei Leipzig an. Die Bundesanwaltschaft hat einen mutmaßlichen IS-Kämpfer festnehmen lassen. Er wird am Mittag dem Ermittlungsrichter vorgeführt.
05.05.2017 Update: 05.05.2017 - 12:38 Uhr Kommentieren
In Sachsen wurde ein mutmaßlicher islamistischer Kämpfer festgenommen. Quelle: dpa
SEK (Spezialeinsatzkommando)

In Sachsen wurde ein mutmaßlicher islamistischer Kämpfer festgenommen.

(Foto: dpa)

Wachau/Markkleeberg Die Bundesanwaltschaft hat in Sachsen ein mutmaßliches Mitglied der Terrormiliz Islamischer Staat festnehmen lassen. Der 29-jährige Syrer Ahmad A. soll im Bürgerkrieg in seiner Heimat eine Kampfeinheit der terroristischen Al-Nusra-Front angeführt haben, wie die Behörde am Freitag in Karlsruhe mitteilte. Nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur gab es keine aktuelle terroristische Gefährdung.

Der Mann soll im November 2012 an der Eroberung der syrischen Stadt Dibsi Afnan und im Februar 2013 an der Eroberung von Tabka beteiligt gewesen sein. Nach Auseinandersetzungen zwischen der Al-Nusra-Front und dem Islamischen Staat (IS) soll er sich im Frühjahr 2013 dem IS angeschlossen haben.

Der 29-Jährige wurde am Donnerstag in Wachau nahe Leipzig festgenommen. Seine Wohnung wurde durchsucht. Der Anti-Terror-Einsatz dauerte von Donnerstagnachmittag bis zum Abend. An dem Einsatz waren laut Bundesanwaltschaft neben sächsischen Polizisten auch bayerische LKA-Beamte beteiligt, darunter waren auch SEK-Beamte.

Die Einsatzkräfte vollstreckten einen Haftbefehl eines Ermittlungsrichters des Bundesgerichtshofs vom 3. Mai. Der Beschuldigte wird noch am Freitagmittag in Karlsruhe vorgeführt. Der BGH-Richter wird ihm den Haftbefehl eröffnen und entscheiden, ob der Mann hinter Gitter kommt. Der Tatvorwurf lautet Mitgliedschaft in ausländischen Terrorvereinigungen. Zunächst war in Sachsen von zwei Festnahmen die Rede gewesen. Das konnte die Bundesanwaltschaft aber nicht bestätigen. Offenbar waren bei der Festnahme aber mehrere Personen zugegen.

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