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Skandal-Konzert Russland droht US-Musikern wegen Flaggen-Gag mit Strafverfahren

Der Bassist der US-Rockgruppe Bloodhound Gang hat bei einem Konzert in Odessa eine russische Flagge unter seinem Hintern durchgezogen. Staatliche Stellen sind empört und drohen mit einem Strafverfahren.
04.08.2013 - 18:34 Uhr 4 Kommentare

Bloodhound Gang in Russland unerwünscht

Moskau Empört hat Russland auf die „Schändung“ seiner Nationalflagge durch die US-Rockgruppe Bloodhound Gang reagiert und droht den Musikern nun mit einem Strafverfahren. Politiker verlangten eine harte Strafe. Bassist Jared Hasselhoff (41) hatte bei einem Konzert in der Ukraine eine russische Fahne unter seinem Hintern durchgezogen. „Sagt es Putin nicht!“, sagte er bei der Aktion mit Blick auf Präsident Wladimir Putin.

Hasselhoff öffnete seine Hose, stopfte die Trikolore vorn rein und zog sie hinten wieder heraus. Dann warf er die Flagge dem Publikum in Odessa am Schwarzen Meer zu - unter großem Jubel.

Nach dem Vorfall in dem Nachbarland sagten staatliche Stellen in Russland einen Auftritt auf dem größten Rockfestival bei Anapa am Schwarzen Meer ab. Dort war die Gruppe als Haupt-Act eingeplant gewesen. Bei ihrer Abreise wurde die Band von regierungstreuen Kosaken angegriffen. Die Band entschuldigte sich später. In Russland ist die Schändung der Staatsflagge ein kriminelles Vergehen und kann mit bis zu zwei Jahren Gefängnis bestraft werden.

„Diese Idioten werden nicht beim Kubana spielen“, schrieb Kulturminister Wladimir Medinski bei Twitter. Der stellvertretende Parlamentspräsident Sergej Newerow von der Kreml-Partei Geeintes Russland forderte, die Hintergründe des geplanten Auftritts zu untersuchen.

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    „Es geht darum, wer sie nach Russland eingeladen hat, wer ihre Konzerte organisiert hat und sie bezahlt hat“, sagte Newerow am Sonntag der Agentur Interfax zufolge. Er erinnerte daran, dass sich etwa auch Superstar Madonna bei Auftritten in Russland zuletzt mit politischen Äußerungen Feinde gemacht habe.

    Anti-Drogen-Behörde blamiert sich selbst
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    4 Kommentare zu "Skandal-Konzert: Russland droht US-Musikern wegen Flaggen-Gag mit Strafverfahren"

    Das Kommentieren dieses Artikels wurde deaktiviert.

    • Da gibt es noch entscheidende Unterschiede:
      Während formal in D diese Straftat mit bis zu 3 Jahren geahndet wird erfolgt faktisch keine Strafverfolgung bzw. wohl nur in den seltensten Ausnahmen.
      In Russland hält man sich wohl hier mehr an die eigenen Gesetze... bzw. setzt diese auch tatsächlich durch...

    • Die Aktion der Bloodhound Gang spiegelt vielleicht die Meinung einiger US-Amerikaner wieder - wie man sich so auf der Welt benehmen kann. Viele Amerikaner sagen ja bei Rückreise in Ihr Land (falls sie sich mal raustrauen) :"back in the world". Tja, US-Amerika ist die Welt oder glaubt es zumindest. Diese Haltung wird gezüchtet, genauso wie die unsere in Deutschland sich für alles schuldig fühlen zu sollen.
      Mich kotzt das schon ein bischen an, ich denke Russland ist mehr Europa als es die Staaten sind. Auch wenn es auf den ersten Blick anders aussehen mag, bei all der Amerikanisierung.
      Würde mich sehr freuen, wenn Russland diese "Möchtegern-Bluthunde" vielleicht Seite an Seite mit den Pussy-Schlampen ein bischen Steine schleppen lassen würde.

    • Klasse Kommentar !!!
      So sieht die Welt wirklich aus.
      In Deutschland gib es für diese Straftat nur 3 Jahre und in den USA wahrscheinlich die Insel.
      Möchte mal wissen, wer das permanente Russen-Bashing in den Medien steuert...

    • Vielleicht berufen sich ja die bösen Russen auf den kleinen deutschen Erziehungsratgeber:

      http://dejure.org/gesetze/StGB/90a.html

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