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Small Talk Naked Attractions

Trump, Tuchel, Ferres: Demaskierungen liegen im Trend. Oft gehen sie mit einer Selbst-Demontage Hand in Hand – präsentiert von Handelsblatt 10.
13.05.2017 - 08:58 Uhr Kommentieren
Die „Los Angeles Times“ widmet der deutschen Schauspielerin ein eigenes Stück. Quelle: dpa
Veronica Ferres

Die „Los Angeles Times“ widmet der deutschen Schauspielerin ein eigenes Stück.

(Foto: dpa)

Düsseldorf Manche Nachrichten könnte man schöner nicht erfinden. An dieser Stelle sammeln wir regelmäßig die besten – Smalltalk-Munition fürs Wochenende!

Die vergangene Woche stand eindeutig im Zeichen der Demaskierung. Und nein, damit ist nicht die Genital-Dating-Show „Naked Attraction“ von RTL2 gemeint, die in etwa so aufregend ist wie ein Besuch am FKK-Strand hinter Heringsdorf. Vielmehr geht es um Ereignisse wie die abrupte Entlassung des FBI-Direktors James Comey – kurz nachdem dieser neue Mittel beantragt hatte, um die Russlandkontakte von Donald Trump intensiver zu untersuchen. Hier demaskiert der US-Präsident sich wieder einmal selbst. Und das, obwohl Comey Trump wahrscheinlich zum Wahlsieg verholfen hat, weil er kurz davor neue Ermittlungen in der E-Mail-Affäre von Hillary Clinton angekündigt hatte. Nicht erst seit dem gleichnamigen Märchen wissen wir: Undank ist der Welten Lohn.

Manchmal, jedenfalls. Manchmal ist es auch der Geruch von frischen Greenbacks. Kolportierte 400.000 Dollar erhielt Trumps Vorgänger Barack Obama für seinen ersten öffentlichen Auftritt als Ex-Präsident – und zwar bei den bösen Bankern von der Wall Street, die er vorher als „fat cats“ beschimpft hatte. Zeitgleich enthüllt Pulitzer-Preisträger David J. Garrowxy in seiner Biographie „Rising Star: The making of Barack Obama“ auf 1.400 Seiten unter anderem, dass Baracks Ehe mit Michelle weniger aus Liebe und mehr aus Karrieregründen geschlossen wurde. Wieder ein Stück Glaube ans Gute im Menschen dahin ...

Über Karriereehen wollen wir bei Veronica Ferres und Carsten Maschmeyer nicht spekulieren. Schließlich ist La Ferres „seit 30 Jahren in Europa ein Star“. Nein, das sagen nicht wir, sondern die „Los Angeles Times“, der die Ferres eine großzügige Homestory gewährte. „Wir haben eine große Wand aus grauem Marmor mit einem Kamin in der Mitte. Das ist selbst ein Kunstwerk, aber da hängen auch unglaubliche Werke von David LaChapelle und Gerhard Richter", sagt sie. Wir sind beeindruckt. Und: Die violetten Orchideen auf dem Couchtisch, so Ferres, seien sehr „elegant – ein Ausdruck meines speziellen Stils“.

Eben jenen lässt Geschäftsführer Hans-Joachim Watzke vom BVB vermissen. Trainer Thomas Tuchel hatte kritisiert, dass seine Spieler bereits am Tag nach dem Sprengstoffanschlag wieder spielen mussten. Damit schloss er sich Innenverteidiger Sokratis an, der sagte: „Wir sind keine Tiere, wir sind Menschen, die Familie und Kinder zu Hause haben. Ich fühle mich wie ein Tier, nicht wie ein Mensch.“ Das nahm Watzke zum Anlass, um von einem „klaren Dissens“ mit Tuchel zu sprechen. Öffentlich. Piëchs „auf Distanz zu Winterkorn“ klingt von Ferne an. Natürlich geht es um viel Geld – die Mär vom sportlichen Miteinander wurde, sofern das noch nötig war, wieder einmal demaskiert.

Bei der Gelegenheit fällt uns ein: Was macht eigentlich Franz Beckenbauer – um den ist es wieder sehr ruhig geworden.

Ein sonniges Wochenende!

Dieser Artikel ist exklusiv in der Smartphone-App Handelsblatt 10 erschienen, die jeden Tag mit 10 Autorenstücken die wichtigsten Themen des Tages zusammenfasst. An jedem Freitag präsentieren wir Ihnen die Höhepunkte des kommenden Sportwochenendes. Was Handelsblatt 10 sonst noch alles zu bieten hat, erfahren Sie hier.

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