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Studie von Kinderrechtsorganisation Mütter haben es in Norwegen am besten

Wer ein Kind bekommen, gesund sein und Karriere machen will, der sollte nach Norwegen ziehen. Dort haben es Mütter am leichtesten auf der Welt. Das behauptet jedenfalls eine neue Studie von „Save the Children“.
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Von den vielen glücklichen norwegischen Müttern ist sie wohl die glücklichste: Kronprinzessin Mette-Marit (r.) mit ihrer Familie (v. l. n. r.) – Prinzessin Ingrid Alexandra von Norwegen, Kronprinz Haakon, Marius Hoiby und Prinz Sverre Magnus. Quelle: dpa
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Von den vielen glücklichen norwegischen Müttern ist sie wohl die glücklichste: Kronprinzessin Mette-Marit (r.) mit ihrer Familie (v. l. n. r.) – Prinzessin Ingrid Alexandra von Norwegen, Kronprinz Haakon, Marius Hoiby und Prinz Sverre Magnus.

(Foto: dpa)

Berlin/Oslo Mütter in Norwegen haben laut einer Studie die beste Lebenssituation weltweit. Kaum schlechter geht es ihren nordischen Nachbarinnen: Finnland, Island, Dänemark und Schweden landeten in dem am Dienstag veröffentlichten Bericht „State of the World's Mothers“ auf den Plätzen zwei bis fünf. Deutschland muss sich hinter den Niederlanden und Spanien mit Rang acht begnügen.

In dem Bericht vergleicht die Kinderrechtsorganisation Save the Children die Lebenssituation von Müttern in 179 Ländern in punkto Gesundheit, Kindersterblichkeit, Schulbildung, Einkommen und politische Einflussnahme. Das Fazit: Mütter in Norwegen sind im Durchschnitt gesund, verlieren sehr selten Kinder und genießen viele Jahre Bildung. Vorn ist Norwegen aber vor allem dank des im Vergleich sehr hohen Einkommens.

Dass Frauen in Norwegen Familie und Beruf vereinbaren können, hat nach Einschätzung der norwegischen Ärztin Tori Aaker viel mit der Kinderbetreuung zu tun. „Das ist besser organisiert hier, mit Kindergarten und besserer Akzeptanz der Familie am Arbeitsplatz“, , sagte Aaker der Deutschen Presse-Agentur am Dienstag. Nach eineinhalb Jahren in den USA entschied sie sich deshalb nach der Geburt ihres ersten Kindes, wieder in die Nähe von Oslo zu ziehen.

Auch auf der politischen Bühne hat das weibliche Geschlecht in Norwegen vergleichsweise viel zu sagen. Wenngleich nicht alle Mütter sind: Im norwegischen Parlament sitzen prozentual gesehen etwa doppelt so viele Frauen wie im US-Kongress - und dreimal so viele wie in dem Somalias. Das Land, das zu den ärmsten der Welt gehört, ist Schlusslicht der Liste. Auf deren letzten Plätzen finden sich auch ansonsten fast ausschließlich afrikanische Länder, darunter die Zentralafrikanische Republik und die Demokratische Republik Kongo.

„Die Kluft zwischen den Ländern ist enorm. Dies gilt besonders für die Slums der Metropolen“, sagte Kathrin Wieland, Geschäftsführerin von Save the Children Deutschland. Während die Wahrscheinlichkeit, während Schwangerschaft oder Geburt zu sterben, für Mütter in Norwegen bei etwa 1 zu 15 000 liegt, hängt die Todesursache einer von 18 Frauen in Somalia mit der Mutterschaft zusammen. „Neun von zehn somalischen Frauen verlieren wahrscheinlich ein Kind, bevor es fünf Jahre alt ist“, heißt es in dem Bericht.

Immer mehr Mütter ziehen ihre Kinder laut dem Bericht in der Stadt auf. „Das Überleben von Millionen von Kindern in den Städten darf nicht länger ein Privileg der Reichen sein, sondern Muss ausnahmslos für alle Mädchen und Jungen weltweit gelten“, fordert Wieland.

  • dpa
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