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Todestag Diana Der Mythos der Märchenprinzessin lebt weiter

Verzweifelte Menschen, Blumenmeere - der Tod von Diana vor rund 15 Jahren übertraf alles bisher dagewesene. Doch eines ist ganz anders gekommen als gedacht: Die Monarchie hat Diana nicht zu Fall gebracht.
25.08.2012 - 15:57 Uhr 1 Kommentar
Diana auf einem Bild des Starfotographen Mario Testino. Quelle: dpa

Diana auf einem Bild des Starfotographen Mario Testino.

(Foto: dpa)

London Was wäre Diana wohl durch den Kopf gegangen, als ihr Sohn Prinz William seine Kate vor den Traualtar führte? Und was hätte ihr Jüngster Prinz Harry sich anhören können, als kürzlich Nacktbilder von ihm auftauchten? Wie sähe sie heute aus, würden Tausende sie weiter vergöttern? Der Tod von Prinzessin Diana ist 15 Jahre her, doch im öffentlichen Bewusstsein geht ihre Geschichte weiter. Ihre Anhängerschaft hat sie regelrecht zur Ikone stilisiert. Mehr und mehr ist aber auch erkannt worden, wie Diana die Medien manipulierte, sich als Opfer dargestellte, definitiv kein Unschuldsengel war.

Ob jemals ganz verstanden wird, was in den Tagen nach dem 31. August 1997 in Großbritannien und auf der ganzen Welt geschah, ist fraglich. Unzählige Experten haben versucht, das Phänomen Diana zu erklären. Eine Art Massenhysterie ergriff Millionen Menschen, die die Prinzessin niemals je selber gesehen hatten. Politiker der allerhöchsten Reihen drückten ihre Trauer aus. Die britische Monarchie geriet ins Wanken - doch anders als erwartet fiel sie nach dem Tod Dianas nicht. Heute scheint sie eher stärker als zuvor.

Vorher allerdings gab es chaotische Jahre. Kurz vor dem Unfall schien sich im Leben der damals 36 Jahre alten Diana alles langsam wieder ein bisschen zu ordnen. Der öffentlich ausgetragene Rosenkrieg mit ihrem Ex-Mann, dem britischen Thronfolger Prinz Charles, war rund ein Jahr vorher offiziell durch die Scheidung beendet worden. Diana wohnte weiter im Kensington Palast, war finanziell versorgt und teilte sich das Sorgerecht für ihre Söhne William und Harry mit deren Vater. Ihr karitatives Engagement hatte sie auf einige wenige Organisationen zurückgefahren, bekam dafür aber weltweit Anerkennung.

In den Wochen direkt vor dem tragischen Unfall, der sie unerwartet aus dem Leben riss, dominierten Urlaubsfotos von einer glücklich dreinblickenden Diana mit dem ägyptischen Multimillionärssohn Dodi al-Fayed die Klatschblätter. Im Rückblick allerdings deutete sich da schon eine Tragödie an. Die beiden wurden gnadenlos von den Paparazzi verfolgt. Zwar spielten sie das Spielchen teils mit, doch so langsam wurde es auch ihnen unheimlich. In der Unglücksnacht wollten sie nach dem Abendessen im schicken Pariser „Ritz“ die Meute abhängen.

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    Sie verschwinden durch den Hinterausgang, schicken ein zweites Auto zur Verwirrung los, rasen durch die Pariser Nacht. Doch auf Motorrollern jagen die Paparazzi hinterher. Mehrere Untersuchungen kommen später zu dem Schluss, dass der Chauffeur Alkohol und Medikamente im Blut hat, dass die vier Insassen des Autos - Diana, Dodi, ein Leibwächter und der Fahrer - alle nicht angeschnallt sind, dass das Auto viel zu schnell fährt. Doch bis heute machen viele die Paparazzi dafür verantwortlich, dass der Wagen in einem Tunnel von der Straße abkam und schließlich an einem Pfeiler prallte.

    Verschwörungstheorien und Nachwirkungen
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