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Tote Deutsche in Dänemark Betonklotz-Werfer klauten Stein von einer Baustelle

Ein Urlaub endete für eine Familie aus NRW tragisch: Auf der dänischen Autobahn schleuderten Unbekannte einen Betonklotz auf ihren Wagen. Die Frau starb. Jetzt glaubt die Polizei zu wissen, woher der Stein stammt.
Unbekannte warfen diesen Klotz von einer Brücke auf ein fahrendes Auto. Eine Frau starb, ihr Mann liegt im künstlichen Koma. Quelle: dpa
Betonklotz-Werfer töten Frau auf dänischer Autobahn

Unbekannte warfen diesen Klotz von einer Brücke auf ein fahrendes Auto. Eine Frau starb, ihr Mann liegt im künstlichen Koma.

(Foto: dpa)

OdenseDer Betonklotz, der vor knapp zwei Wochen eine Deutsche auf einer dänischen Autobahn erschlagen hat, ist wahrscheinlich zuvor von einer Baustelle gestohlen worden. Wer den 30 Kilo schweren Block mitnahm und wann der Diebstahl geschah, konnte die Polizei dagegen noch nicht herausfinden, wie eine Sprecherin der Deutschen Presse-Agentur am Donnerstag sagte.

Unbekannte hatten den Klotz am 21. August von einer Autobahnbrücke auf ein vorbeifahrendes Auto geworfen, in dem eine Familie aus Recklinghausen saß. Der Stein tötete die 33-Jährige auf der Stelle, ihr 36 Jahre alter Mann liegt seitdem im künstlichen Koma. Der fünfjährige Sohn bekam Schrammen ab. Die Familie war auf dem Rückweg aus dem Schweden-Urlaub gewesen.

Mit Hilfe von Hinweisen von Bürgern fanden die Ermittler nun heraus, dass auf einer Baustelle an einem Einkaufszentrum zwei 30 Kilo schwere Betonblöcke fehlten. Die Steine lagen seit dem 14. Juni frei zugänglich neben einem Parkplatz an dem Shoppingcenter in Odense, wo eine flache Mauer gebaut werden sollte. „Es ist ganz normal, dass man Baumaterialien liegen hat“, sagte die Sprecherin. „Das ist ja nichts, das man einfach so unter den Arm nimmt.“

Die Unbekannten hatten die beiden schweren Klötze und zwei Brückensteine auf die Autobahn geworfen. Um einen Streich von Kindern kann es sich nach Einschätzung der Ermittler nicht gehandelt haben. Um die Steine von der Baustelle zur Brücke zu transportieren und sie dort hinunterzuschmeißen, bedarf es einiger Muskelkraft.

Die Polizei hofft nun auf Hinweise von Anwohnern, die etwas Verdächtiges an der Baustelle bemerkt haben könnten. „Wir brauchen die Hilfe der Öffentlichkeit, um herauszufinden, wann die Blöcke von der Stelle gestohlen wurden“, sagte Ermittlungsleiter Michael Lichtenstein laut einer Mitteilung.

Weil die Klötze nicht mit Seriennummern versehen sind, kann die Polizei nicht mit absoluter Sicherheit sagen, dass sie von der Baustelle stammen. Lichtenstein und seine Kollegen gehen derzeit noch mehr als 200 Hinweisen aus der Bevölkerung nach.

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  • dpa
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