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Transrapid-Unfall Bewährungsstrafen für Fahrdienstleiter

Die beiden verantwortlichen Fahrdienstleiter der Transrapid-Tragödie 2006 mit 23 Todesopfern und 11 Verletzten sind zu Bewährungsstrafen von einem Jahr beziehungsweise einem Jahr und sechs Monaten verurteilt worden.
Update: 03.03.2011 - 13:01 Uhr Kommentieren
Der Tod auf der Teststrecke
Die schwersten Zugunfaelle in Deutschland seit 2000
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Auf einer Teststrecke im Emsland raste am 22. September 2006 ein Transrapid mit rund 200 Stundenkilometern in einen mit zwei Personen besetzten Werkstattwagen.

(Foto: dapd)
Schlussstrich unter Transrapid-Unglück
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23 Menschen fielen dem Unglück zum Opfer.

(Foto: dpa)
Schlussstrich unter Transrapid-Unglück
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Die Bilder des zertrümmerten Transrapid im Emsland gingen im September 2006 um die Welt.

(Foto: dpa)
Prozess gegen Transrapid-Fahrdienstleiter
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Die beiden ehemaligen Transrapid-Fahrdienstleiter mussten sich vor dem Landgericht Osnabrück verantworten.

(Foto: dpa)
Prozess gegen Transrapid-Fahrdienstleiter
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Der erste Fahrdienstleiter erhielt eine Strafe von einem Jahr und sechs Monaten, sein mitangeklagter Kollege aus der Leitstelle erhielt ein Jahr.

(Foto: dpa)
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Anfang der 1990er Jahre sagte man der Transrapid-Technologie eine große Zukunft voraus. Das Unglück in Lauthen sowie die hohen Kosten haben dafür gesorgt, dass das System nicht im großen Stil realisiert wurde.

(Foto: ap)

Osnabrück Viereinhalb Jahre nach dem Transrapid-Unglück sind die hauptverantwortlichen Fahrdienstleiter zu Bewährungsstrafen verurteilt worden. Das Osnabrücker Landgericht sprach die 61 und 52 Jahre alten Männer am Donnerstag wegen fahrlässiger Tötung in 23 Fällen und fahrlässiger Körperverletzung in elf Fällen schuldig - es verhängte Freiheitsstrafen von anderthalb Jahren sowie einem Jahr auf Bewährung.

Die beiden Familienväter müssen außerdem jeweils 4000 Euro an die Behinderten-Einrichtung Bethel und an das Westfälische Kinderdorf in Paderborn zahlen. Die Angeklagten akzeptierten das Urteil. Es ist damit rechtskräftig. Juristisch ist die Katastrophe damit aufgearbeitet.

Die Männer hatten am Vormittag des 22. September 2006 die Fahrt des Transrapid freigegeben, ohne zuvor den Werkstattwagen von der Strecke zu nehmen. Die Magnetschwebebahn krachte mit Tempo 170 auf das 50 Tonnen schwere Wartungsfahrzeug. Alle Passagiere aus dem ersten Segment des Zuges starben.

„Bei den Angeklagten handelt es sich nicht um Kriminelle, sondern um erfahrene und verantwortungsvolle Mitarbeiter“, betonte der Vorsitzende Richter Dieter Temming. Es habe sich um ein „Augenblicksversagen“ gehandelt. Zu der Katastrophe hätten auch technische und organisatorische Besonderheiten der Transrapid-Versuchsanlage beigetragen. So sei in den Betriebsregeln der Anlage nicht verbindlich vorgeschrieben worden, eine elektronische Sperre zu setzen. Eine solche Sperre hätte den Männern im Leitstand signalisiert, dass bei der Fahrtfreigabe des Transrapid noch ein tonnenschwerer Werkstattwagen auf der Strecke stand.

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